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Herzlichen Glückwunsch! Sie haben eine gute Wahl getroffen. JULABO dankt Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen. Diese Betriebsanleitung soll Sie mit der Bedienung und den Einsatzmöglichkeiten unserer Umlaufkühler vertraut machen. Vor Inbetriebnahme deshalb sorgfältig lesen! Das JULABO Qualitäts-Management-System Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Temperiergeräten für Labor und Industrie erfüllen die Forderungen der Prüfnormen ISO 9001 und ISO 14001.
Umlaufkühler Betriebsanleitung Bestimmungsgemäßer Zweck Die JULABO Umlaufkühler sind für die Temperierung bestimmter flüssiger Medien in einem Badgefäß vorgesehen. An den herausgeführten Pumpenanschlüssen können Temperieraufgaben in einem externen Temperierkreislauf durchgeführt werden. Die JULABO Umlaufkühler sind nicht geeignet zur direkten Temperierung von Nahrungs- und Genussmitteln, sowie pharmazeutische und medizintechnische Produkte.
Verantwortung des Betreibers - Sicherheitshinweise Verantwortung des Betreibers - Sicherheitshinweise Die Produkte der Firma JULABO GmbH gewährleisten einen sicheren Betrieb, wenn sie nach den allgemeinen Sicherheitsregeln installiert, betrieben und gewartet werden. Dieses Kapitel erläutert die potentiellen Gefahren, die im Zusammenhang mit dem Betrieb des Umlaufkühlers entstehen können und nennt die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen, um diese Gefahren nach Möglichkeit...
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Flächen. Warnschild W26: Farben: gelb, schwarz Warnung vor heißer Oberfläche. (Das Schild wird von JULABO angebracht) Beachten Sie die Anweisungen in den Anleitungen der Fremdgeräte die Sie an den Umlaufkühler anschließen, insbesondere die dazugehörigen Sicherheitshinweise. Die Anschlussbelegung der Stecker und die technischen Daten der Produkte, sind unbedingt zu beachten.
Verantwortung des Betreibers - Sicherheitshinweise 2.1. Entsorgen: Der Umlaufkühler enthält eine so genannte Pufferbatterie, die die Speicherbausteine im ausgeschalteten Zustand mit Spannung versorgt. Entsorgen Sie die Batterie nicht in den Hausmüll! Nach der Batterieverordnung sind Sie verpflichtet, verbrauchte oder defekte Batterien und Akkus an Batteriesammelstellen zurückzugeben.
Umlaufkühler 2.3. Gewährleistung Für die einwandfreie Funktion dieses Gerätes übernimmt JULABO die Gewährleistung, sofern es sachgemäß und nach den Richtlinien der Betriebsanleitung angeschlossen und behandelt wird. Die Gewährleistungszeit beträgt ein Jahr. Kostenlose Verlängerung der Gewährleistungszeit Mit der 1PLUS Garantie erhält der Anwender eine kostenlose Verlängerung der Gewährleistung auf 24 Monate, begrenzt auf maximal 10.000 Betriebsstunden.
Verantwortung des Betreibers - Sicherheitshinweise 2.4. Technische Daten Professional Series SC 5000a SC 5000w Arbeitstemperatur Bereiche: Standard Gerät °C +5 ... +35 +5 ... +35 Option Low Temp °C -20 ... +35 -20 ... +35 Option Low /HighTemp I °C -20 ...
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Umlaufkühler Professional Series SC 10000w Arbeitstemperatur Bereiche: Standard Gerät °C +5 ... +35 Option Low Temp °C -20 ... +35 Option Low /HighTemp I °C -20 ... +80 Option Low /HighTemp II °C -20 ... +130 Temperaturkonstanz °C ATC3-Funktion INT/EXT ±3 / ±9 Heizleistung Option H5 Heizleistung Option H12...
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Verantwortung des Betreibers - Sicherheitshinweise Professional series Temperatureinstellung digital Lokal mit Folientastatur Anzeige am VFD COMFORT-Display Remote mit PC Anzeige am Bildschirm Temperaturanzeige °C VFD COMFORT-Display Auflösung °C Temperaturregelung ICC - Intelligent Cascade Control Anschlussmöglichkeiten: Rechnerschnittstelle RS232 Externer Temperaturfühler Pt100 Optional Programmgeber-Eingang -100 °C bis 400 °C = 0 - 10 V oder 0 - 20 mA oder 4 - 20 mA...
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Umlaufkühler Sicherheitsvorkehrungen nach IEC 61010-2-010: Übertemperaturschutz, variabel einstellbar 0 °C ... 220 °C Unterniveauschutz Schwimmerschalter Klasseneinteilung nach DIN 12876-1 Klasse III Zusätzliche Warn- und Schutzeinrichtungen: Frühwarnsystem für Unterniveau Schwimmerschalter Warnfunktion Übertemperaturwert optisch + akustisch (in Intervallen) Warnfunktion Untertemperaturwert optisch + akustisch (in Intervallen) Überwachung des Arbeitstemperaturfühlers Plausibilitätskontrolle Fühlerdifferenzüberwachung...
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-Äquivalent Ihrer Anlage ist dem Typenschild zu entnehmen. • Der Betreiber ist verpflichtet, Instandhaltung, Reparatur, Wartung, Außerbetriebnahme, Rückgewinnung und Recycling durch zertifiziertes, von JULABO autorisiertes Personal durchführen zu lassen. • Es gilt die Dokumentationspflicht. Der Betreiber muss Aufzeichnungen führen und diese mindestens fünf Jahre aufbewahren.
Umlaufkühler 2.5. Kühlwasser-Anschluss Kühlwasserdruck (IN / OUT ) max. 6 bar Differenzdruck (IN - OUT ) 3,5 bis 6 bar Kühlwasserverbrauch (IN mit 15 °C), SC 5000w 10 l/min SC 10000w 26 l/min Kühlwassertemperatur < 20 °C Empfohlene Kühlwasserqualität: pH – Wert 7,5 bis 9,0 Sulfat [SO4 2- ] <...
Bedienungsanleitung Bedienungsanleitung Bedienungs- und Funktionselemente Frontseite Rückseite 12 13 14 15 16 °C SC 10000 Netzschalter NOT-AUS Taster Einstellbarer Übertemperaturschutz nach IEC 61010-2-010 °C Tastatur Taste Start / Stopp Taste Einstellung von Sollwerte Taste Einstellung von Warn- und Sicherheitswerten Taste Menufunktionen Cursor-Tasten (links/rechts) Editier-Tasten (höher/niedriger)
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Umlaufkühler Enter-Taste 1. Wert/Parameter speichern 2. Eine Menu-Ebene weiterschalten Escape-Taste 1. Eingabe abbrechen VFD-COMFORT- DISPLAY Kopfzeile: Kontroll-Anzeigen siehe 2.1 und 2.2 Zeile 1: Istwertanzeige Int oder Ext Die Anzeige ist abhängig von der eingestellten Regelung im >MENU – CONTROL< (INT oder EXT). Zeile 2: Arbeitstemperatur Sollwert, permanent S xxx.xx Zeile 3: Istwertanzeige E = extern oder I = intern Im Wechsel mit der Anzeige in Zeile 1...
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Bedienungs- und Funktionselemente Rückseite Anschlussbuchse: Schnittstelle RS232 , RS232 Fernsteuerung durch einen PC Optional: Analog Interface Modul Anschlussbuchse: Programmgeber-Eingang und Temperaturschreiberausgänge REG+E-PROG Anschlussbuchse: Stand-by-Eingang (für externen Not-Aus) STAND-BY Anschlussstecker: Alarmausgang (für externes Alarmsignal) ALARM Anschlussbuchse: Externer Mess- und Regelfühler oder externe Sollwert-Vorgabe ext Pt100 2 Steueranschlüsse: 230 V / max.
Umlaufkühler Sicherheitshinweise 4.1. Erklärung der Sicherheitshinweise Die Betriebsanleitung enthält zusätzliche Sicherheitshinweise. Diese sind durch ein Dreieck mit Ausrufezeichen gekennzeichnet. „Vorsicht, Warnung vor einer Gefahrstelle.“ In Verbindung mit einem Signalwort wird die Bedeutung der Gefahr eingestuft. Anweisungen sorgfältig lesen und befolgen! Warnung: Bezeichnet eine möglicherweise drohende Gefahr für das Leben und die Gesundheit von Personen.
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Sicherheitshinweise • Die Temperierflüssigkeit nicht im heißen Zustand entleeren! Die Temperatur der Temperierflüssigkeit vor dem Entleeren kontrollieren, dazu z. B. das Gerät kurz einschalten. • Die Wärmeausdehnung der Badöle bei steigender Badtemperatur beachten. • Eindringen von Wasser in heiße Badöle vermeiden. •...
Umlaufkühler Achtung: Die Schutzeinrichtungen mindestens 2-mal pro Jahr überprüfen! • Übertemperatur-Schutzeinrichtung nach IEC 61010-2-010 Mit einem Schraubendreher den einstellbaren Übertemperaturschutz bis zum Abschaltpunkt (Ist-Temperatur) zurückdrehen. • Unterniveau- Schutzeinrichtung nach IEC 61010-2-010 Für eine Funktionsprüfung kann der Schwimmer bei diesem Gerät im Bad manuell betätigt werden, z.
Vorbereitungen 5.2. Externe Verbraucher anschließen. • Den externen Verbraucher mit Temperier- schläuchen an den Pumpenanschlüssen (22, 23) für Vor- und Rücklauf an der 3/4" NPT Außengewinde Rückseite des Umlaufkühlers anschließen. Rücklaufsicherung: • Ist das zu kühlende System höher als der Umlaufkühler angeordnet, sollte ein eventuelles Zurückfließen der Temperier- flüssigkeit im ausgeschalteten Zustand...
Umlaufkühler 5.2.1. Temperierschläuche Folgende Schläuche werden für externe Temperieraufgaben empfohlen: Druckfestigkeit Gewebeschlauch > 4.5 bar Warnung: Schläuche Eine Gefahrenquelle bei höheren Arbeitstemperaturen sind die Temperierschläuche. Durch einen beschädigten Temperierschlauch kann heiße Temperierflüssigkeit in kurzer Zeit in großer Menge ausgepumpt werden. Mögliche Folgen sind: •...
/s bei der jeweiligen Arbeitstemperatur Vorsicht: Brand - oder Anderweitige Gefahren bei Verwendung nicht empfohlener Temperierflüssigkeit. Vor der Verwendung einer anderen Badflüssigkeit als empfohlen sollte mit JULABO unbedingt Rücksprache gehalten werden. Es dürfen weder ätzende, noch korrosiv wirkende Temperierflüssigkeiten verwendet werden.
Umlaufkühler 5.5. Entleeren Achtung: Temperierflüssigkeit nicht im heißen Zustand entleeren! Die Temperatur der Temperierflüssigkeit vor dem Entleeren kontrollieren, dazu z. B. das Gerät kurz einschalten. Bitte benutzte Temperierflüssigkeit immer umweltgerecht lagern und entsorgen. Vorschriften für die Entsorgung unbedingt beachten. • Umlaufkühler mit Netzschalter (1) ausschalten. •...
Inbetriebnahme Inbetriebnahme 6.1. Netzanschluss Vorsicht: • Gerät darf nur an Stromversorgungs-Netzsteckdosen mit Schutzkontakt (PE) angeschlossen werden! • Der Netzstecker dient als sichere Schutztrennung vom Stromversorgungsnetz und muss immer frei zugänglich sein. • Gerät nicht mit beschädigtem Netzkabel in Betrieb nehmen. •...
Umlaufkühler Temperatureinstellungen Die Temperatureinstellung erfolgt über ein Menu das mit der Taste aufgerufen wird. Werkseinstellungen: Eingestellt werden können 3 unterschiedliche Arbeitstemperaturen deren SETP 1 25 °C Werte innerhalb des Betriebstemperaturbereiches frei wählbar sind. SETP 2 37 °C Die Einstellung kann im Start- oder Stopp-Zustand erfolgen. SETP 3 70 °C Beispiel: Arbeitstemperaturwert "SETPoint 3"...
Sicherheitseinrichtungen, Warnfunktionen Sicherheitseinrichtungen, Warnfunktionen Die Schutzeinrichtungen mindestens 2-mal pro Jahr überprüfen! Siehe Seite 23. Die Einstellung der Übertemperatur-Schutzeinrichtung > SAFETMP< und der Warnfunktionen für Übertemperatur > OVERTMP< und Untertemperatur > SUBTMP< erfolgt über ein Menu das mit der Taste aufgerufen wird. ...
Umlaufkühler 8.1.1. Unterniveau-Schutzeinrichtung mit Frühwarnsystem Diese Unterniveau Schutzeinrichtung wirkt unabhängig vom Regelkreis und ist in zwei Stufen gegliedert. 1. Schalter Stufe 1 erkennt ein definiertes Flüssigkeitsniveau DBGM: 20306059.8 Die Warnung erfolgt akustisch (Intervallton) und optisch am VFD COMFORT-DISPLAY mit der Meldung XXXXX WARNING CODE 40...
Sicherheitseinrichtungen, Warnfunktionen 8.2. Übertemperatur- und Untertemperatur-Warnfunktion Soll bei einer sensiblen Temperieraufgabe die Einhaltung des Arbeits- temperaturwertes >SETP< überwacht werden, so sollte hier ein Über- und Übertemperatur Untertemperatur-Warnwert festgelegt und eingestellt werden. Im Beispiel unten wird der SETPOINT 85 °C von den Werten OVERTEMP 87 °C und SUBTEMP 83 °C flankiert.
Umlaufkühler 8.2.1. Umschaltung der Warn- auf Abschaltfunktion Sofern eine Abschaltung der Leistungskomponenten (z. B. Heizer, Umwälzpumpe) bei Über- bzw. Unterschreiten der Grenzwerte erwünscht ist, besteht die Möglichkeit den Umlaufkühler von der Warnfunktion >WARNING< in die Abschaltfunktion >ALARM< zu schalten (siehe Seite 32). •...
Menufunktionen Menufunktionen Unter dem Begriff „Menufunktionen“ sind Einstellungen zusammengefasst, Elektronisch einstellbare Pumpenleistung Seite 35 PUMP Reglereigenschaften, Regelparameter Seite 36 CONTROL CONTROL - Regelung intern oder extern SELFTUNING DYNAMIK - intern COSPEED - extern Regelparameter - XP-, TN-, TV- INTERN Regelparameter - XP-, TN-, TV-, XPU-EXTERN Gerätekonfigurationen Seite 42...
Umlaufkühler • Menu-Ebene 1: Beispiel: Betätigt man nur die Taste , so bewegt man sich zunächst nur in Menu-Ebene 1 der Menu-Ebene 1. Wird der gewünschte () Menu-Punkt am VFD COMFORT-DISPLAY angezeigt, mit der Enter-Taste in die Menu-Ebene 2 wechseln. •...
Menufunktionen 9.2. MENU CONTROL – Reglereigenschaften, Regelparameter CONTROL: Mit der Enter-Taste in Ebene 2 schalten >CONTROL< (INT / >SELFTUN< (ALWAYS / OFF / ONCE) >DYNINT< (APER / NORM) >XP INT< (0.1 ... 99.9) >TN INT< (3 ... 9999) >TV INT< (0 ...
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Umlaufkühler Die Taste betätigen bis das Unter-Menu >CONTROL< angezeigt wird. (Anzeige Zeile 3 blinkt) Mit Tasten Parameter anwählen (INT / EXT) Mit Taste den neuen Parameter speichern. Weiter mit Achtung: Den externen Fühler dem Temperiermedium zuordnen (thermischer Kontakt zum Temperiergut) und mit geeigneten Hilfsmitteln fixieren. WICHTIG: Weitere Maßnahmen für externe Temperaturregelung.
Menufunktionen 9.2.2. SELFTUNING XXXXX Selftuning: Bei Selftuning werden die Regelparameter Xp, Tn und Tv einer SELFTUN Regelstrecke (Temperiersystem) automatisch ermittelt und gespeichert. ALWAYS Einstellbare Parameter: OFF - kein Selftuning. Die Regelparameter der zuletzt durchgeführten Identifikation sind gespeichert und werden zur Regelung verwendet. ONCE - einmaliges Selftuning Nach jedem Start mit der Start/Stopp-Taste oder dem...
Umlaufkühler 9.2.3. DYN INT - Dynamik intern Dieser Parameter beeinflusst den Temperaturverlauf nur bei interner Regelung. Werkseinstellung: APER (Aperiodisch) Einstellbare Parameter: NORM °C NORM Ob mit Sollwertsprung oder mit Rampen- Temp. konstant funktion, die Solltemperatur ist schneller erreicht, kann aber bis zu 5 % überschwingen. APER APER Rampenfunktion: Der Temperaturanstieg...
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Menufunktionen Vorhaltezeit >Tv< (Differentialanteil) Der Differentialanteil verkürzt die Ausregelzeit. Zu klein gewählte Vorhaltezeit verlängert den Störgrößenausgleich und führt zu großen Überschwingern beim Anfahren. Zu groß gewählte Vorhaltezeiten können Einstellbereich: zu Unstabilitäten führen (Schwingungen). 0 ... 999 Die Taste betätigen bis das gewünschte Unter-Menu (Regelparameter) angezeigt wird.
Umlaufkühler 9.2.5. COSPEED - extern Dieser Parameter beeinflusst den Temperaturverlauf nur bei externer Regelung. Einstellbare Parameter: 0.0 ... 5.0 Die Taste betätigen bis das Unter-Menu > COSPEED < angezeigt wird. (Anzeige Zeile 3 blinkt) Wert einstellen: • Mit den Cursor-Tasten die Ziffer über VFD COMFORT- DISPLAY anwählen.
Menufunktionen 9.2.6. Regelparameter – XPU-, XP-, TN-, TV- EXTERN Die werkseitig eingestellten Regelparameter sind in den meisten Fällen ausreichend um einen optimalen Temperaturverlauf im Temperiergut zu erreichen. Die einstellbaren Regelparameter erlauben eine Anpassung an besondere Regelstrecken. Einstellbereich: 0.1 ... 99.9 Die Taste betätigen bis das gewünschte Unter-Menu (Regelparameter) angezeigt wird.
Umlaufkühler 9.3.1. SETPOINT – Vorortbedienung oder Fernsteuerung Werkseinstellung: KEY Für die Art der Sollwert-Einstellung bietet die Regelelektronik vier Möglichkeiten. Die Taste betätigen bis das Unter-Menu > SETP < angezeigt wird. (Anzeige Zeile 3 blinkt) Mit Tasten Parameter anwählen (KEY / SERIAL / PT100 / EPROG) Mit Taste den neuen Parameter speichern.
ON - Autostart Funktion eingeschaltet OFF - Kein Autostart (Werkseinstellung) Hinweis: Der Umlaufkühler wird von JULABO gemäß der NAMUR Empfehlung konfiguriert und ausgeliefert. Für den Start bedeutet dies, dass ein Gerät nach einem Netzausfall in einen sicheren Betriebszustand gehen muss.
Umlaufkühler 9.3.3. OFF-MODE – Motor ein / aus XXXXX Die Umwälzpumpe wird normalerweise mit der Start/Stopp-Taste bzw. dem Start/Stopp-Befehl geschaltet. Soll die Umwälzpumpe aber im – OFFMODE OFF- Zustand weiter arbeiten, kann das in diesem Unter-Menu PMP OFF eingestellt werden. Einstellbare Parameter: Werkseinstellung: PMP ON...
Menufunktionen 9.3.5. ACTVAR - Stellgröße XXXXX Die Stellgröße (ACTuating VARiable) ist das Maß, mit dem der Heizer, oder die Kühleinheit des Umlaufkühlers angesteuert wird. Entsprechend ACTVAR dieser Größe wird Wärme oder Kälte in das Bad eingebracht. Geschieht CONTROL dies mit der Regelelektronik des Thermostaten, hier >CONTROL< genannt, wird die Badtemperatur genau auf den eingestellten Sollwert Werkseinstellung: gebracht und konstant gehalten.
Umlaufkühler Warnung: Der Arbeitstemperaturbereich des Umlaufkühlers wird bei der Konfiguration festgelegt. In Stellung >CONTROL< kann dieser Bereich nicht überschritten werden. In den Stellungen > SERIAL < und > EPROG < wird Heizleistung oder Kälteleistung in das Bad eingebracht ohne Ergebniskontrolle. Die zulässige Höchsttemperatur kann überschritten werden.
Menufunktionen 9.4. MENU SERIAL - BAUDRATE, HANDSHAKE, PARITY XXXXX SERIAL: Mit der Enter-Taste in Ebene 2 schalten MENU SERIAL >BAUDRAT< >PARITY< Werkseinstellungen: >H-SHAKE< 4800 Baud even Hardwarehandshake Für die Kommunikation des Umlaufkühlers mit einem PC oder einem übergeordneten Prozessleitsystem müssen die Schnittstellenparameter beider beteiligter Geräte übereinstimmen.
Umlaufkühler 9.5. MENU LIMITS - Begrenzungen XXXXX LIMITS: Mit der Enter-Taste in Ebene 2 schalten MENU LIMITS >SET MAX< >SET MIN< >HEATMAX< >COOLMAX< >INT MAX< Bei externer Regelung werden diese >INT MIN< Menu-Punkte zusätzlich angezeigt. >BAND H< >BAND L<...
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Menufunktionen Werkseinstellungen: Eingestellte maximale Heizung / Kühlung Die Heiz- und die Kühlleistung des Gerätes sind einstellbar. 100 % entsprechen den in den technischen Daten angegebenen Leistungen. Einstellbereich: HEAT MAX – 0 bis 100 % in 1 % Schritten COOLING MAX – 0 bis 100 % in 1 % Schritten INTERN MAX / MIN Einschränkung des Temperaturbereichs im internen Bad.
Umlaufkühler Sinn einer Begrenzung: °C Schutz des Temperiergutes durch Bad intern schonende Temperierung. System extern Schutz von z. B. Glasreaktoren vor thermischen Spannungen. BandOben BandUnten Die Werte von INTMAX: und INTMIN sind dieser Bandbegrenzung übergeordnet. 10 20 30 40 50 60 10 20 30 40 50 60 10 [min] 9.6.
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Menufunktionen PE STEP (Nr.) Px SEP (°C) Px TIM (hh.mm) 00:20 00.10 00:20 00:50 00:20 °C Step 1 10 20 30 40 50 60 10 20 30 40 50 60 10 [min] Grafik 1 Die Taste betätigen bis das gewünschte Unter-Menu angezeigt wird.
Umlaufkühler Der gestartete Programmgeber Der gestartete Programmgeber zeigt in Zeile 2 den aktuell errechneten Sollwert S XX.X. Der Wert erhöht sich in der Zeit >Px TIM< bis die Zieltemperatur >Px SEP< des Abschnitts erreicht ist. XXXXX Ist die Zeit in einem Abschnitt auf „0“ gesetzt, beginnt der nächste Abschnitt XX.X erst mit erreichen der Zieltemperatur.
Menufunktionen Profil erstellen, Abschnitte anzeigen Die Taste betätigen bis das Unter-Menu >PE STEP x< angezeigt wird. (Anzeige Zeile 3 blinkt) Beispiel: Abschnitt 2 XXXXX Mit den Editier-Tasten die Nummer des gewünschten Abschnitts einstellen (1, 2, 3, ... 10). PE STEP Mit der Betätigung der Taste wird in die Menu-Ebene 3 gewechselt.
Umlaufkühler 9.7. MENU ADJUST – ATC Absolut Temperature Calibration ATC dient zum Ausgleich eines Temperaturgefälles welches sich - physikalisch bedingt - zwischen Umlaufkühler und einem definierten Messpunkt (Temperatur-Messgerät) im Badgefäß bilden kann. XXXXX ADJUST: Mit der Enter-Taste in Ebene 2 schalten MENU ADJUST >ATC SEN <...
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Menufunktionen ATC SENSOR_INT / EXT XXX.X Im ersten Unter-Menu wird die ATC-Funktion für den >INT< internen- oder den >EXT< externen Temperaturfühler eingeschaltet. ACT SEN Der Abgleich kann für den internen Temperaturfühler und für einen externen Temperaturfühler, der an der Anschlussbuchse „ext. Pt100“ XXX.X angeschlossen ist, durchgeführt werden.
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Umlaufkühler Beispiele: Prinzip: 1-Punkt-Abgleich Für den ATC-Abgleich wird die Bad-Temperatur am Ort des Temperatur- °C Fühlers (CT) im eingeschwungenen Zustand ermittelt. Dieser Wert wird dann am Umlaufkühler im Menu >ATCalibration< im Menu-Punkt >C TEMP X< eingestellt. Das kann ein 1-Punkt-, 2-Punkt- oder 3-Punkt-Abgleich sein. °C 3-Punkt-Abgleich °C...
Menufunktionen XXX.X Arbeitstemperaturwert SETP einstellen: SETP Die Taste betätigen und den 1. Temperaturwert unter 80.00 z. B. SETPiont 1 einstellen (im Beispiel 80 °C). XXXXX 3.1. Die Temperatur im Bad auf diesen Wert etwa 5 Minuten MENU einschwingen lassen. ADJUST XXX.X Abgleichvorgang: ACT SEN...
Umlaufkühler 9.8. MENU ANALOG – Analoge Ein-/Ausgänge (Option) Um die analogen Ein- und Ausgänge nutzen zu können muss der REG+EPROG STAND-BY ALARM Umlaufkühler mit dem Analog Interface Modul ausgestattet sein. Für den Programmgeber-Eingang und die Temperaturschreiberausgänge der Buchse REG+E-PROG können in diesem Unter-Menu die XXXXX Eingangsgröße bzw.
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Menufunktionen oder >EPROG < (U) / CURRENT (I)) VOLTAGE > EPROG I< (SETP / FLOWRAT / ACTVAR) > UW °C< (-99.90 ) > OW °C< (300.00 ) Die Taste betätigen bis das gewünschte Unter-Menu angezeigt wird. (Anzeige Zeile 3 blinkt) Werte / Parameter einstellen: Mit den Cursor-Tasten die Ziffer über VFD COMFORT-DISPLAY...
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Umlaufkühler XXXXX Bei >Art-ALARM NORMAL< sind Pin 2 und 3 im Fall der gewählten >Funktion-ALARM< verbunden. A-ALARM NORMAL Bei >Art-ALARM INVERS < sind Pin 2 und 1 im Fall der gewählten >Funktion-ALARM< verbunden. Schaltleistung max. 30 W / 40 VA Schaltspannung dabei max.
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Menufunktionen Die Temperatur der Temperierflüssigkeit wird bei diesem Wert konstant gehalten. Der Programmgeber setzt seine Arbeit fort, sobald der Kontakt wieder geschlossen ist. Achtung: Das ist kein echter Not-Aus. CHANNEL 3 REG+E-PROG : EPROG Ausgänge der Anschlussbuchse REG+E-PROG CHANNEL 2 CHANNEL 1, 2 oder 3 wählen CHANNEL 1 Für CHANNEL 1 - 3 jeweils zuerst die Ausgangsgröße festlegen:...
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Umlaufkühler XXXXX E-PROG - Eingang MENU Die Einstellung ist notwendig, CONFIG wenn die Sollwertvorgabe durch einen externen Programmgeber erfolgen soll. XXXXX Dazu zuerst in >MENU CONFIG< den Menu-Punkt >SETP< auf >EPROG< stellen. SETP wenn die Stellgröße für den Heizer mit einem externen Steuerpuls EPROG erfolgen soll.
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Menufunktionen XXXXX Am externen Programmgeber z. B. 50.0 °C einstellen! SP 50.00 Nach dem Zurückschalten mit der Escape-Taste zur Standardanzeige steht dieser Wert in Zeile 2 als Sollwert Programmgeber I xx.xx (Beispiel: SP 50.00 °C). Dieser EPROG - Eingang hat den Vorteil, dass auch andere Spannungs- bzw.
Ein Schlauchbruch liegt vor (zu geringe Füllhöhe der Temperierflüssigkeit durch Auspumpen). Temperierschlauch austauschen und Temperierflüssigkeit nachfüllen. • Der Schwimmer ist defekt (z. B. durch Transportschaden). Reparatur durch JULABO Service. • Übertemperaturschutzfühler defekt. • Die Schutztemperatur liegt unterhalb des eingestellten Arbeitstemperatur- Sollwertes.
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+49 (0) 07823 / 5166 Telefax: +49 (0) 07823 / 5199 E-mail: service.de@julabo.com Im Bedarfsfall sollte das Gerät durch einen JULABO Service-Techniker überprüft werden. 4 Sicherungsautomaten 16 A (mit Option H5) 2 Sicherungsautomaten 10 A 1 Motorschutzschalter für den Verdichter-Motor...
Umlaufkühler 11. Elektrische Anschlussmöglichkeiten Achtung: Nur geschirmte Leitungen verwenden. Die Schirmleitung der Anschlussleitung ist mit dem Steckergehäuse leitend verbunden. Bei der Verwendung von Anschlussleitungen bis 3 m Länge bietet das Gerät einen sicheren Betrieb. Längere Anschlussleitungen haben zwar keinen Einfluss auf die richtige Funktion des Gerätes, jedoch kann durch externe Störeinflüsse der sichere Betrieb gefährdet werden.
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Elektrische Anschlussmöglichkeiten Alarm-Ausgang (für Zustands-Anzeige auf Distanz) Dieser Anschluss ist als potentialfreier Wechselkontakt ausgeführt. Funktionsbeschreibung Seite 60 Schaltleistung max. 30 W / 40 VA Schaltspannung dabei max. 125 V∼/− Schaltstrom dabei max. 1 A ALARM STAND-BY Eingang (für externen Not-Aus) Anschlussbelegung : Pin Signal nicht belegt...
Umlaufkühler 12. Fernsteuerbetrieb, Laborautomatisierung 12.1. Vorbereitung zur Fernsteuerung • Die Schnittstellenparameter beider Schnittstellen (Umlaufkühler und PC) prüfen und gegebenenfalls für Übereinstimmung sorgen. (Schnittstellenparameter siehe Seite 48) SERIAL • Im >MENU CONFIG< den Menu-Punkt >SETPOINT< auf (SERIAL) einstellen. (Siehe 9.3.1. SETPOINT – Vorortbedienung oder Fernsteuerung •...
Fernsteuerbetrieb, Laborautomatisierung Wichtige Zeiten für die Befehlsübermittlung: Für einen sicheren Datentransfer sollte die Zeit zwischen zwei Befehlen mindestens 250 ms betragen. Einen in-Befehl beantwortet der Thermostat automatisch mit einem Datenstring und beendet diesen mit LF (Line Feed). Die Wartezeit bis zu nächsten Befehl sollte danach mindestens 10 ms betragen.
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Umlaufkühler Befehl Parameter Reaktion/Antwort des Umlaufkühlers out_mode_05 Start des Umlaufkühlers out_mode_08 Reglerdynamik einstellen - aperiodisch out_mode_08 Reglerdynamik einstellen - standard out_sp_00 xxx.x Wert von Arbeitstemperatur „SETP 1“ out_sp_01 xxx.x Wert von Arbeitstemperatur „SETP 2“ out_sp_02 xxx.x Wert von Arbeitstemperatur „SETP 3“ out_sp_03 xxx.x Wert von Übertemperatur...
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Fernsteuerbetrieb, Laborautomatisierung in-Befehle: Eingestellte Parameter bzw. Temperaturwerte abrufen. Befehl Parameter Reaktion/Antwort des Umlaufkühlers version kein Versionsnummer der Software (V X.xx) status kein Statusmeldung, Fehlermeldung (siehe Seite 74) in_pv_00 kein Aktuelle Badtemperatur abrufen in_pv_01 kein Momentane Heizleistung abrufen (%) in_pv_02 kein Temperaturwert des Pt100 Externfühlers in_pv_03 kein...
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Umlaufkühler Befehl Parameter Reaktion/Antwort des Umlaufkühlers in_par_12 kein Regelparameter Tv des Kaskadenreglers. in_par_13 kein Eingestellte maximale interne Temperatur bei Kaskadenregelung in_par_14 kein Eingestellte minimale interne Temperatur bei Kaskadenregelung in_par_15 kein Bandbegrenzung oben in_par_16 kein Bandbegrenzung unten in_mode_01 kein Sollwert für Regelung eingestellt auf: 0 = SETP 1 1 = SETP 2 2 = SETP 3...
Daten der letzten 30 Minuten aufgezeichnet werden. Diese Daten können im Servicefall per Software vom Gerät ausgelesen werden. Das dafür notwendige Programm steht auf der Julabo-Homepage kostenlos zum Download zur Verfügung - www.julabo.com\EasyBlackBox. • Die Installation ist einfach und wird Schritt für Schritt durchgeführt.
Das Gerät reinigen um eine Gefährdung des Service Personals zu vermeiden. • Auf sorgfältige und sachgemäße Verpackung zu achten. • Unbedingt eine kurze Fehlerbeschreibung beifügen. Sollten Sie Ihr JULABO Gerät an uns zurücksenden, dann finden Sie auf unserer Internetseite www.julabo.com ein entsprechendes Online-Formular als Rücksendeschein.