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Canon EOS R5 Mark II Handbuch Seite 20

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Kapitel 2 Belichtung
Selbstauslöser: 2 Sek.: Die Kamera wartet zwei Sekunden, bis der Verschluss ausgelöst wird.
Das gibt der Kamera Zeit, bis sich die Erschütterungen vom Auslösen gelegt haben. Auch in
diesem Modus können Sie einen Fernauslöser verwenden.
Selbstauslöser Reihenaufn.: Die Kamera nimmt nach einer Vorlaufzeit von zehn Sekunden
zwei bis zehn Reihenaufnahmen auf. Das ist z. B. für Gruppenaufnahmen sinnvoll, bei
denen mit zunehmender Bildanzahl die Wahrscheinlichkeit steigt, dass alle Teilnehmer ge-
rade nicht blinzeln.
Wenn Sie eine Belichtungsreihe mit Selbstauslöser verbinden möchten, müssen Sie dafür nicht
die Reihenaufnahmen wählen. Der normale Selbstauslöser schießt die verschiedenen Belich-
tungen als Reihe hintereinander. Wenn Sie die Belichtungsreihe mit der Reihenaufnahme kom-
binieren, nimmt die Kamera mehrere Belichtungsreihen hintereinander auf.
Die Werte für Reihenaufnahmen sind konfigurierbar im Menü Individualfunktionen 3 > ES
Geschwindigk. Reihenaufn. Der Wert der anderen beiden Geschwindigkeiten begrenzt dabei
den jeweiligen Einstellbereich, sodass die langsamere Einstellung nie schneller sein kann als die
schnellere.
Serienbildgeschwindigkeit im Praxistest
Die Serienbildgeschwindigkeit lässt sich mit der EOS R5 Mark II lange durchhalten, weil die Kamera einen gro-
ßen Puffer besitzt und schnelle Speicherkarten unterstützt. Bei cRaw und 30 Bildern pro Sekunde wurde die
Kamera nach 202 Bildern langsamer, bei Raw nach 86 Bildern. Interessanterweise brachte JPEG wenig Vorteil
gegenüber cRaw, hier wurde die Kamera nach 211 Bildern langsamer. Bei cRaw auf der einen Karte und JPEG auf
der zweiten wurde die Kamera kaum langsamer (195 Bilder). Der Prozessor hat also Reserven – nur die Puffer-
größe und die Schreibgeschwindigkeit bestimmen die Bildanzahl. Der Geschwindigkeitsvorteil von cRaw ge-
genüber Raw ist für mich deutlich wichtiger als der kaum zu erkennende Qualitätsnachteil.
Bei zwölf Bildern pro Sekunde in cRaw habe ich meinen Praxistest abgebrochen. Canon gibt 580 Bilder in
cRaw an, also ca. 48 s kontinuierliche Serienaufnahme. Bei einer UHS-I-SD-Karte erreicht die Kamera übrigens
genauso viele Aufnahmen, bis sie langsamer wird. Der Unterschied ist aber, dass bei vollem Puffer dann deut-
lich weniger Bilder pro Sekunde auf die Karte geschrieben werden und sie sehr lange brauchte, um den Puffer
auf die Karte zu schreiben.
Wenn Sie mit sehr hohen ISO-Werten arbeiten, kann die Geschwindigkeit durch die notwendige Zeit für die
Rauschentfernung wieder absinken. Und bei längeren Verschlusszeiten fällt die Serienbildgeschwindigkeit na-
türlich auch ab: Wenn die Belichtung schon eine halbe Sekunde dauert, sind eben maximal zwei Bilder pro Se-
kunde möglich.
Trotzdem werden Sie nur selten an die Grenzen stoßen, denn für die Praxis sind die Werte der EOS R5
Mark II schon sehr gut. Ich besaß auch eine Sony-Kamera, bei der ich das Menü nicht aufrufen konnte, solange
die Kamera noch Bilder auf die Karte schrieb. Bei der EOS R5 Mark II ist die Bedienung uneingeschränkt möglich
und Sie können ein nächstes Bild aufnehmen, sobald nur ein einziges Bild aus dem Puffer auf die Karte ge-
schrieben wurde. Mit großen Speicherkarten können Sie sehr lange durchfotografieren. In meiner fotogra-
fischen Praxis komme ich mit der EOS R5 Mark II nicht an die Grenzen.
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