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Reparaturen an geschlossenen Kompo-
nenten
Vor der Reparatur von geschlossenen Kompo-
nenten/Gehäuseteilen muss das Gerät span-
nungsfrei geschaltet werden.
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Reparatur eigensicherer Bauteile
Die Prüfeinrichtung muss entsprechend der
situationsabhängigen Gegebenheiten einge-
stellt sein. Verwenden Sie nur Bauteile die
durch den Hersteller offiziell als Ersatzteile frei-
gegeben sind. Nicht freigegebene Kompo-
nenten können bei Leckagen im Kältekreislauf
einen Brand verursachen.
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Verdrahtung
Leitungen sind auf folgende Beschädigungen
zu überprüfen:
- Beschädigungen der Isolierung
- Korrosion an den Kontaktstellen
- Übermäßiger Druck auf den Leitungen
- Beschädigungen durch Vibrationen
- Beschädigungen durch scharfe Kanten
- Beschädigungen durch andere nicht
genannte Einflüsse
Bedenken Sie bei der Überprüfung auch die
Alterung des Materials sowie dauerhafte Vibra-
tionsbelastungen durch z.B. Kompressoren
oder Ventilatoren.
WARNUNG!
Elektrische Anlagen und Betriebsmittel dürfen
grundsätzlich nur von einer Elektrofachkraft
oder unter Leitung und Aufsicht einer Elektro-
fachkraft errichtet, geändert oder instand
gesetzt werden.
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Erkennen brennbarer Kältemittel
Verwenden Sie bei der Suche nach Kältemittel-
Leckagen unter keinen Umständen mögliche
Zündquellen.
1. Vergewissern Sie sich, dass die Kompo-
nenten korrekt montiert sind.
2. Stellen Sie sicher, dass Dichtungsmateria-
lien nicht derart verändert sind, dass brennbare
Gase oder Gegenstände in das Innere ein-
dringen könnten.
3. Ersatzteile müssen den Spezifikationen des
Herstellers entsprechen.
HINWEIS!
Die Verwendung von Silikonen kann die Wir-
kungsweise von Lecksuchgeräten beeinflussen!
Eigensichere Bauteile müssen vor Beginn der
Arbeiten nicht isoliert werden.
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Methoden der Lecksuche
Folgende Methoden der Lecksuche sind für
Systeme mit brennbaren Kältemittel zuge-
lassen. Zum Aufspüren von Undichtigkeiten
sind elektronische Einrichtungen zu ver-
wenden. Diese sind mit der Situation ange-
passter Sensitivität auszuwählen und ggf. neu
zu kalibrieren (die Kalibrierung muss in einer
Kältemittelfreien Umgebung erfolgen). Das
Lecksuchgerät sollte auf die unterste Zünd-
grenze (LFL) des Kältemittels eingestellt
werden. Flüssige Leckagemittel sind bei den
meisten Kältemitteln zulässig. Ausnahmen
bilden hier chlorhaltige Stoffe, da das Chlor in
Verbindung mit den Kältemitteln zu Korrosion
an den Kupferleitungen führen kann. Ist eine
Undichtigkeit erkannt, so sind umgehend alle
möglichen offenen Zündquellen zu entfernen.
Wenn eine Undichtigkeit im System erkannt
wurde, die eine Nacharbeit an der Verrohrung
in Form von Lötarbeiten erfordert, so ist das
System vollständig vom Kältemittel zu befreien
oder, wenn möglich, der betroffene Teil durch
Absperrhähne vom System zu trennen. Die
betroffenen Systemteile sind vor Beginn und
während der Reparaturarbeiten mit sauerstofff-
reiem Stickstoff zu durchströmen.
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Entleeren des Systems und Vakuumieren
Wenn der Kältekreislauf für Reparaturen oder
aus anderen Gründen geöffnet werden muss,
so ist dies nur durch einen zertifizierten Fach-
handwerker durchzuführen! In jedem Fall ist
mit größtmöglicher Vorsicht vorzugehen, da
jederzeit mit einer Entzündung zu rechnen ist!
Halten Sie sich an folgende Vorgehensweise:
1. Ablassen des Kältemittels
2. Spülen des Systems mit Schutzgas
3. Vakuumieren
4. Ggf. Schritte 2 und 3 wiederholen
Das System muss mit sauerstofffreiem Stick-
stoff gespült werden um die Sicherheit zu
gewährleisten. Der Spülvorgang muss ggf.
mehrfach wiederholt werden. Druckluft oder
Sauerstoff das für den Spülvorgang nicht ver-
wendet werden! Nach der Vakuumierung
erfolgt die Spülung durch Befüllung mit
getrocknetem Stickstoff bis der Betriebsdruck
erreicht ist und anschließend erneuter Vakuu-
mierung. Dieser Spülvorgang muss so oft wie-
derholt werden bis kein Kältemittel mehr im
System ist. Nach der letzten Spülung ist das
System auf Umgebungsdruck zu bringen um
mit der Arbeit beginnen zu können. Der Spül-
vorgang ist unerlässliche wenn Lötarbeiten an
der Verrohrung erforderlich sind. Es sich
sicherzustellen, dass sich der Auslass der
Vakuumpumpe nicht in der Nähe einer Zünd-
quelle befindet und eine durchgehende Ventila-
tion gewährleistet ist.
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