3.3 Korrosionsschutz
(nur RBW 302 Pro-PV-S)
Wenn die metallischen Werkstoffe einer Heizan-
lage korrodieren, ist stets Sauerstoff im Spiel. Auch
der pH-Wert und der Salzgehalt spielen dabei eine
tragende Rolle. Wer als Installateur seinen Kunden
eine nicht durch Sauerstoff-Korrosion gefährdete
Warmwasser-Heizungsanlage - ohne Einsatz von
Chemikalien - gewährleisten möchte, muss auf fol-
gende Punkte achten:
n
Korrekte Systemauslegung durch den Hei-
zungsbauer/Planer und
n
in Abhängigkeit von den installierten Werk-
stoffen: Befüllen der Heizungsanlage mit ent-
härtetem Weichwasser oder voll entsalztem
VE-Wasser mit Kontrolle des pH-Werts nach 8
bis 12 Wochen.
Die VDI 2035 gilt für die unten aufgeführten Anla-
getypen. Werden für diese Anlagen die Richtwerte
für das Füll-, Ergänzungs- und Kreislaufwasser
überschritten, muss eine Wasseraufbereitung
erfolgen.
Gesamtheizleistung in kW
bis 50 kW
Die folgende Tabelle gibt den erlaubten Sauerstoffgehalt in Abhängigkeit des Salzgehaltes wieder.
Richtwerte für das Heizungswasser gemäß VDI 2035 Blatt 2
Elektrische
Leitfähigkeit bei 25 °C
Sauerstoffgehalt
pH-Wert bei 25 °C
*) Bei Aluminium und Aluminium-Legierungen ist der pH-Wert-Bereich eingeschränkt: pH-Wert bei 25 °C
beträgt 8,2-8,5 (max. 9,0 für Aluminium-Legierungen)
Wasserhärte
Für den effizienten Betrieb und die Langlebigkeit
unserer Brauchwasserwärmepumpe ist es wichtig,
die Wasserhärte zu beachten.
HINWEIS!
Der Härtegrad des verwendeten Wassers muss
unter 10 °dH (Grad deutscher Härte) liegen.
Härteres Wasser kann zur Bildung von Kalkab-
lagerungen führen, die die Leistung des Sys-
tems beeinträchtigen und zu Schäden führen
können.
Gesamthärte [°dH] in Abhängigkeit des spezifischen Anlagenvolumens
<20 l/kW
£16,8 °dH
μS/cm
mg/l
Geltungsbereich der VDI 2035:
n
Trinkwassererwärmungsanlagen nach DIN
4753 (nur Blatt 1)
n
Warmwasserheizungsanlagen nach DIN EN
12828 innerhalb eines Gebäudes bis zu einer
Vorlauftemperatur von 100 °C
n
Anlagen, die Gebäudekomplexe versorgen und
deren Ergänzungswasservolumen während der
Lebensdauer höchstens das zweifache des
Füllwasservolumens beträgt
Die Anforderungen der VDI 2035 Blatt 1 hinsicht-
lich der Gesamthärte finden Sie in der nachste-
henden Tabelle.
³20 l/kW und <50 l/kW
£11,2 °dH
salzarm
< 100
< 0,1
8,2-10,0 *)
Bei Bedarf sollten geeignete Maßnahmen wie der
Einsatz eines Wasserenthärters getroffen werden,
um die Wasserhärte entsprechend zu reduzieren.
Bitte kontrollieren Sie die Wasserhärte regelmäßig
und befolgen Sie die regionalen Vorgaben oder
wenden Sie sich an Ihren Fachinstallateur für
Unterstützung.
³50 l/kW
£0,11 °dH
salzhaltig
100-1500
< 0,02
17