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Fachbegriffe
Kalibrierung:
Magnetventil:
Nullpunkt:
Steilheit:
Sollwert:
Stellgröße:
Regelparameter:
Regelung manuell: Bei dieser Einstellung erzeugt der Regler eine der Eingabe entsprechenden Stellgröße.
xp-Wert:
Tn (Nachstellzeit): Sie definiert das integrale (I) Regelverhalten. Je größer Tn ist, desto schwächer ist der
Tv (Vorhaltezeit):
Dosierrichtung:
Additive Grundlast: Sie hat zur Folge, dass der Regler immer, eine der add. Grundlast entsprechende,
Relais:
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Durch die Kalibrierung (Abgleich) wird die Messwertanzeige auf das tatsächliche
Sondensignal abgeglichen. Ohne Abgleich ist eine korrekte Messung nicht möglich.
Eine Kalibrierung sollte in regelmäßigen Zeitabständen (anwendungsabhängig) erfol-
gen.
Die Ansteuerung von Magnetventilen (Motorpumpen) wird über die Zykluszeit und die
minimale Einschaltzeit (min. Zeit.) definiert (Impulslängenregelung). Die Einschaltzeit
entspricht immer mindestens der min. Zeit. Sie wird aber in Abhängigkeit der Regel-
abweichung und des Regelverhaltens bis maximal der Zykluszeit vergrößert. Die
Zykluszeit selbst definiert die maximal möglichen Einschaltungen. So wird ein Stell-
glied maximal 60 mal pro Stunde eingeschaltet, wenn die Zykluszeit bei 60 s liegt. Die
min. Zeit definiert die Mindesteinschaltdauer. Sie sollte so klein wie möglich gewählt
werden. Dabei muss jedoch gewährleistet sein, dass in dieser Zeit auch eine Dosie-
rung möglich ist.
Der Nullpunkt von pH-Sonden liegt theoretisch bei 0 mV. Für eine gute Sonden-
funktion ist in der Praxis ein Nullpunkt zwischen ± 25 mV akzeptabel.
Der Nullpunkt der Chlorsonden liegt bei 4 mA. Ein Abgleich ist nicht notwendig.
Die Steilheit von pH-Sonden soll immer ≥ 50 (besser ≥ 55) mV/pH betragen.
Die Steilheit der Chlormesszelle wird in mA/ppm angegeben. Für eine gute Sonden-
funktion sind die Werte, die vom Regler akzeptiert werden ausreichend.
Als Sollwert wird der Wert bezeichnet, der durch die Regelung im Prozess andauernd
stabil gehalten werden soll.
Als Stellgröße wird die Größe (z.B. Frequenz, mA-Signal) bezeichnet, die der Regler an
das Stellglied z.B. eine Dosierpumpe ausgibt, um den Sollwert wieder zu erreichen.
Die Regelparameter (xp, Tn, Tv) bestimmen das Regelverhalten (PID).
Diese bleibt bis zu der nächsten Änderung erhalten. Sie ist unabhängig von der
Messgröße und den eingestellten Regelparametern. Diese Einstellung kann für die
Bestimmung des Zeitverhaltens (z.B. Totzeit ...) der Regelstrecke verwendet werden.
Er beeinflusst das proportionale Regelverhalten. So führt z.B. ein xp von 10% bei
einer Abweichung von 1,4 pH (=10% von 14 pH) bzw. 0,2 ppm (=10% von 2 ppm) zu
einer Stellgröße von 100%. Wird der xp-Wert auf 20% erhöht muss die Abweichung
doppelt so groß sein um 100% Stellgröße zu erreichen. Bei Überschießen der
Regelung sollte der eingestellte xp-Wert verdoppelt werden.
I-Anteil.
Sie bestimmt das differentiale (D) Regelverhalten. Je kleiner Tv ist, desto schwächer
ist der D-Anteil.
Sie gibt an in welche Richtung der Regler wirkt. Bei Dosierrichtung „Säure" erzeugt
der Regler eine Stellgröße bei Überschreitung des Sollwertes für pH.
Stellgröße erzeugt. Diese kann nur über die Stop-Taste auf 0 gesetzt werden. Bei
einem PI oder PID-Regler sollte diese Funktion nicht verwendet werden.
Die Relais (Alarm-, Grenzwertrelais) schalten wenn die entsprechenden Vorausset-
zungen (z.B. Alarmbedingung, Grenzwertverletzung) eintreffen. Die Relaisfunktion
kann als Schließer (aktiv = geschlossen) oder Öffner (aktiv = offen) eingestellt werden.
Die Stop-Taste setzt die Relais immer zurück (Ausnahme: Grenzwert).