7 Inbetriebnahme
7.2 SolvisControl
SolvisControl konfigurieren
Vor der weiteren Inbetriebnahme der Anlage ist eine
Konfiguration der SolvisControl notwendig. Danach wird
die Inbetriebnahme an dieser Stelle fortgesetzt.
1. SolvisControl konfigurieren.
Durchführen aller beschriebenen Schritte, siehe
Kap. „Konfiguration der SolvisControl", Bedienungs-
anleitung (BAL-SBSX-3-I).
2. SolvisControl Grundeinstellungen vornehmen.
Durchführen aller beschriebenen Schritte nach
Kap. „Grundeinstellung Heizung, Wasser und ggf.
Zirkulation", Bedienungsanleitung (BAL-SBSX-3-I).
Eine grundlegende Einführung in die Bedienung des
Systemreglers, siehe
Control", Bedienungsanleitung (BAL-SBSX-3-K).
7.3
Thermisches Mischventil
Abb. 117: Thermisches Mischventil (1) in der WWS SolvisBen
Werks-Voreinstellung TMV
Das thermische Mischventil (TMV) an der Warmwassersta-
tion ist ab Werk auf 60 °C voreingestellt.
48
Kap. „Bedienung der Solvis-
1
Abb. 118: Einstellung TMV
Zum Erreichen der Nennleistung muss die Einstel-
lung des TMVs verändert werden.
• WWS-24 / WWS-30: „65 °C"
Bei hartem Trinkwasser kann es durch diese höhere
Einstellung zu vermehrten Kalkablagerungen und
erhöhtem Energieverbrauch kommen.
7.4 Auslegung Wärmeerzeuger
Für einen sparsamen, emissionsarmen und langlebi-
gen Betrieb des Brenners ist die korrekte Auslegung
der Brennerleistung sehr wichtig. Im Sanierungsfall
kann eine einfache und praxisnahe Abschätzung der
Kesselleistung anhand des Brennstoffverbrauchs er-
folgen (Schweizer Formel).
Bei der Auslegung der Heizlast anhand der Schwei-
zer Formel beachten:
• Die Formel liefert i. d. R. gute Ergebnisse mit Pra-
xisbezug.
• Bei Gebäuden mit sehr hohem Glasanteil und /
oder Neubau (Neubau-Dämmstandard) ist die Be-
rechnung nur eingeschränkt gültig.
• Die Methode darf nur bei gleichbleibenden Rand-
bedingungen (beheizte Gebäudefläche, Nutzer-
verhalten) eingesetzt werden.
Auslegung nach Schweizer Formel
Zur Abschätzung der für ein vorhandenes Gebäude benö-
tigten Heizlast wird die Schweizer Formel wie folgt ange-
wandt:
øHL
Heizlast in [kW]
øVer-
durchschnittlicher Jahresverbrauch in [l] Heizöl / [m³] Gas
brauch
H
oberer Heizwert (Brennwert), siehe Tabelle
o
Jahresnutzungsgrad (Brennwertkessel ca. 0,95)
t
Volllaststunden in [h] (für Wohngebäude mit Heizung und
voll
Warmwasser, ca. 2300 h)
Bei Einsatz von Heizöl EL oder Erdgas H ergibt sich folgen-
der einfacher Zusammenhang:
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