CV27 = 1, bremsen wenn rechte Schiene positiver ist
CV27 = 2, bremsen wenn linke Schiene positiver ist
CV27 = 3, bremsen unabhängig davon, welche Schiene positiver ist
Über das Bit 7 der CV27 kann eingestellt werden, ob das Fahrzeug nur in einer Fahrtrichtung (vorwärts oder rückwärts) auf die ABC-Bremsstrecke reagieren soll. Dazu darf aber nur eines
der Bits 0 oder 1 gesetzt sein. Unabhängig der Stellungen der Bits 0 und 1 (eines muss zur Erkennung einer ABC-Bremsstrecke mindestens gesetzt sein) kann in einer aktivierten ABC-
Bremsstrecke gefahren werden, wenn der Rangiergang eingeschaltet, oder die Anfahr- Bremsverzögerung ausgeschaltet wird.
In der CV97 kann die Spannungsdifferenz eingestellt werden ab der der Decoder die ABC-Bremsstrecke erkennt. Die gewünschte Differenz entspricht ca. dem CV-Wert * 0,12 V.
Wird ein ABC-Langsamfahrsignal gemäß einem Lenz BM2 Modul detektiert, so bremst der Decoder auf die in CV98 einstellbare interne Fahrstufe (0 - 255) ab.
Konstanter Bremsweg in cm
Der Decoder bietet die Möglichkeit für zwei einstellbare, konstante Bremswege in Zentimetern, Maßstabsgetreu.
Die konstanten Bremswege können durch verschiedene Ereignisse ausgelöst werden. Dazu zählen das ABC-Bremssignal, das Bremssignal eines DCC-Bremsgenerators, das Brems-
signal einer DC-Bremsstrecke, sowie die Fahrstufe 0. Beim Bremsen mit der Fahrstufe 0 (z.B. Handbetrieb) ist es möglich, eine Fahrstufenschwelle einzutragen, oberhalb derer der
konstante Bremsweg erst ausgeführt wird. Ist die interne Fahrstufe des Lokdecoders kleiner als die eingetragene Fahrstufenschwelle, so bleibt das Fahrzeug bei Sollfahrstufe 0 mit der
eingestellten Bremsverzögerung aus CV4, oder CV145, oder CV147 stehen.
CV138 = 1 - 255 -> Momentane Fahrstufe oberhalb derer mit konstantem Bremsweg gebremst wird, wenn die Sollfahrstufe auf Null gesetzt wird.
CV Bedeutungen
CV139 = Bremsweg in cm
CV140 = alternativer Bremsweg, kann über das CROSS-Bit aktiviert werden (siehe „Erweitertes Function Mapping")
CV141 = maximale Geschwindigkeit der Modelllokomotive in cm/s
CV142 = Übersteigt der für die CV141 ermittelte Wert 255, wird der Rest in die CV142 eingetragen (eventuell Spur 1, IIm (G))
CV143 = Aktivierung des konstanten Bremsweges durch:
Bit 0 = 1 -> Sollfahrstufe = 0, bei momentaner interner Fahrstufe gemäß CV138 und größer
Bit 1 = 1 -> ABC Bremsen
Bit 2 = 1 -> DC Bremsen
Bit 3 = 1 -> DCC Bremssignal
CV143 = 0 -> kein konstanter Bremsweg
Ist das Abbremsen mit konstantem Bremsweg eingeleitet, so reagiert der Decoder erst wieder auf Fahrbefehle, wenn die Lok zum Stillstand gekommen ist. Dieser Vorgang kann mit
Einschalten des Rangiergangs unterbrochen werden.
Ermittlung der maximalen Geschwindigkeit der Modelllokomotive
Programmieren Sie im Decoder die CV der Höchstgeschwindigkeit auf den maximal möglichen Wert (CV5 = 63, oder bei Nutzung der erweiterten Fahrstufenkennlinie CV94 = 255)
Markieren Sie einen Startpunkt an einem ausreichend langen, geraden Gleisabschnitt, ab dem das Fahrzeug ca. 2 Sekunden ungehindert mit der möglichen Höchstgeschwindigkeit fah-
ren kann. Legen Sie einen Gliedermaßstab (Zollstock) an den markierten Startpunkt. Nun fahren Sie mit Höchstgeschwindigkeit, also Fahrregler auf höchste Fahrstufe gestellt, in diesen
Abschnitt ein. Bei Erreichen des Startpunktes, beginnen Sie die Zeitmessung für 2 Sekunden. Nach Ablauf dieser 2 Sekunden merken Sie sich die Position des Fahrzeugs am Zollstock
und lesen den Wert in cm ab. Teilen Sie diesen Wert durch 2 und Sie erhalten die gefahrene Geschwindigkeit in cm/s. Dieser Wert wird nun in die CV141 eingetragen. In den Spurweiten
1 und IIm (G) kann bei sehr schnellen Fahrzeugen der ermittelte Wert u.U. 255 übersteigen. In diesem Fall tragen Sie bitte den Wert 255 in die CV141 ein und den Rest des ermittelten
Wertes in die CV142.
Nach dieser Messung kann die CV für die Höchstgeschwindigkeit (CV5 oder CV94) auf die gewünschte Höchstgeschwindigkeit für den Fahrbetrieb eingestellt werden.
Funktionsausgänge
Einfaches Function Mapping
Die nachfolgenden Einstellmöglichkeiten des Decoders sind nur beim einfachen Function Mapping (CV96 = 0) möglich.
Im einfachen Function Mapping können die Zuordnungen der Schaltaufgaben wie Beleuchtung, Sonderfunktionsausgänge, Rangiergang und schaltbare Anfahr-, Bremsverzögerung den
Funktionstasten F0 bis F12 der Digitalzentrale frei zugeordnet werden. Der Wert, welcher in eine CV des Function Mappings geschrieben wird, bestimmt die Funktionen, die über eine
der CV zugewiesenen Funktionstaste geschaltet werden können. Dazu dienen die CVs 33 bis 46 nach folgendem Schema.
Zuordnung der Funktionstasten zu den CVs
CV 33 Lichtfunktionstaste F0 bei Vorwärtsfahrt
CV 34 Lichtfunktionstaste F0 bei Rückwärtsfahrt
CV 35 Funktionstaste F1
CV 36 Funktionstaste F2
CV 37 Funktionstaste F3
CV 38 Funktionstaste F4
CV 39 Funktionstaste F5
CV 40 Funktionstaste F6
CV 41 Funktionstaste F7
CV 42 Funktionstaste F8
CV 43 Funktionstaste F9
CV 44 Funktionstaste F10
CV 45 Funktionstaste F11
CV 46 Funktionstaste F12
Beispiel 1: Der Lichtausgang hinten soll nur mit der Funktionstaste F5 geschaltet werden.
Die zu programmierende CV ist die CV39 für die Funktionstaste F5. In diese CV39 wird der Wert 2 (Lichtausgang hinten) programmiert. Damit der Lichtausgang hinten nicht mehr über
die Funktionstaste F0 in Fahrtrichtung rückwärts geschaltet wird, muss auch die CV34 für die Funktionstaste F0 in Fahrtrichtung rückwärts auf den Wert 0 programmiert werden.
Beispiel 2: Der Funktionsausgang A1 und der Rangiergang sollen gemeinsam mit der Funktionstaste F10 geschaltet werden.
Die zu programmierende CV ist die CV44 für die Funktionstaste F10. In diese CV44 wird der Wert 4 (Funktionsausgang A1) plus dem Wert 64 (Rangiergang), also der Wert 68 program-
miert. Damit der Funktionsausgang A1 nicht mehr über die Funktionstaste F1 und der Rangiergang nicht mehr über die Funktionstaste F5 geschaltet werden, müssen auch die CVs 35
für die Funktionstaste F1 und 39 für die Funktionstaste F5 auf den Wert 0 programmiert werden.
Zugseitige Beleuchtung vorne und hinten abschalten (CV96 = 0)
In CV107 (vorne) und CV108 (hinten) können die Nummern der Sonderfunktionen 1 - 12 eingetragen werden, welche die weiße und die rote Beleuchtung vorne oder hinten ausschalten.
Ferner kann hier eingetragen werden, an welchen Funktionsausgängen A1 bis A7 die rote Zugschlussbeleuchtung jeweils angeschlossen ist.
Die hier eingetragenen Funktionsnummern müssen über das Function Mapping so eingestellt sein, dass sie keine anderen Ausgänge einschalten. Ferner muss sichergestellt sein, dass
die verwendeten Ausgänge für die rote Beleuchtung nicht über das Function Mapping von anderen Funktionstasten aus- bzw. eingeschaltet werden, d.h. die Function Mapping CV der
hier eingesetzten F-Tasten müssen auf Null gesetzt werden. Damit das Abschalten des Lichtes richtig funktioniert müssen immer beide CVs 107 und 108 wunschgemäß programmiert
werden. Ist eine der CVs 107 oder 108 mit dem Wert 0 programmiert, so gilt die Funktion als deaktiviert.
Der Wert für die Programmierung der CVs 107 und 108 setzt sich aus zwei Bedingungen zusammen. Zum einen, an welchem der Ausgänge A1 bis A7 die abzuschaltende Beleuchtung
angeschlossen ist und zum anderen, mit welcher Funktionstaste F1 bis F12 die Beleuchtung geschaltet werden soll. Da eine CV nur mit einem Wert beschrieben werden kann, werden
diese Bedingungen zu einem Wert nach folgendem Schema zusammengefasst:
Lichtzuordnung: A0v = weißes Licht vorne, A0h = weißes Licht hinten
Werkswert
Belegung der einzelnen Bits
1
Bit 0
Lichtausgang vorn
2
Bit 1
Lichtausgang hinten
4
Bit 2
Funktionsausgang A1
8
Bit 3
Funktionsausgang A2
16
Bit 4
Funktionsausgang A3
32
Bit 5
Funktionsausgang A4
64
Bit 6
Rangiergang
128
Bit 7
Anfahr-/Bremsverzögerung 128
0
0
0
0
0
0
Wert
1
2
4
8
16
32
64