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Typische Strategie Zur Fehlerortung - Megger Pfl40A Betriebsanleitung

Tragbares fehlerortungsgerät
Inhaltsverzeichnis
M
4.2

Typische Strategie zur Fehlerortung

4.2.1
Der wichtigste Aspekt bei der Ortung von Kabelfehlern ist die
Entwicklung einer Strategie, die eine sichere und korrekte Bestimmung
der Fehlerstelle gestattet. Die folgende Schrittfolge zeigt einen typischen
Ansatz zur Fehlerortung.
1. Stellen Sie die Geräte auf, wobei darauf zu achten ist, dass die
Sicherheitsrichtlinien Ihres Unternehmens und der Gerätehersteller
eingehalten werden.
2. Machen Sie das defekte Kabel korrekt ausfindig. Ist dies nicht bereits
durch Netzwerkdiagnostik erfolgt, so sind alle evtl. defekten
Schaltungselemente zu isolieren und mithilfe von TDR festzustellen,
ob alle Elemente bei ungefähr gleichem Abstand dieselbe elektrische
Länge sowie dieselben Eigenschaften (Spleiße, Transformatoren usw.
usf. ) aufweisen. (Bitte lesen Sie die MTDR Betriebsanleitung in
Anhang A).
3. Wenn alle Schaltungselemente gleich erscheinen, so ist festzustellen,
ob die elektrische Länge der Schaltungselemente mit der bekannten
physischen Länge der Schaltung übereinstimmt. Ist dies nicht der
Fall, so ist die TDR Ausbreitungsgeschwindigkeit entsprechend
anzupassen. (Bitte lesen Sie die MTDR Betriebsanleitung in Anhang
A zur Anpassung der Ausbreitungsgeschwindigkeit).
4. Sind die MTDR Daten nicht eindeutig, so ist entweder eine
dielektrische Prüfung oder eine Kabeldurchbrennung durchzuführen,
um die fehlerhafte Phase zu identifizieren. Fahren Sie jede Phase
einzeln auf die Prüfspannung hoch. Notieren Sie die
Durchschlagsspannung, wenn die fehlerhafte Phase gefunden ist.
5. Nach Identifizierung der fehlerhaften Phase ist mit der Vorortung zu
beginnen – diese erfolgt mithilfe der Lichtbogenreflexionsprüfung
(siehe auch Abschnitt 4.3) und der Konfigurierung des MTDR für die
Lichtbogenreflexionsprüfung. Beginnen Sie die Prüfung bei der im
vorigen Schritt notierten Durchschlagsspannung. Prüfspannung
langsam erhöhen. Beachten Sie – je länger das Kabel, desto höher
die Kabelkapazität. Die bei der Bogenreflexion erzielte
Durchschlagsspannung wird bei sehr langen Kabeln aufgrund der
kapazitiven Spannungsteilung beträchtlich höher als die in Schritt 4
beobachtete Durchschlagsspannung sein. Scheint die Fehlersignatur
instabil, so ist die Entladungsspannung leicht zu erhöhen.
6. Erfolgt der Fehlerdurchschlag nicht beständig bei der maximal
zulässigen Spannung, so ist die Funktion Kabeldurchbrennen zu
wählen. Erhöhen Sie die Spannung auf entweder die maximal
zulässige Spannung oder bis der Fehlerdurchschlag auf relativ
beständige Art und Weise – angezeigt durch relative stabile Spannung
und Strom – erfolgt. Fahren Sie mit der Funktion
Kabeldurchbrennen fort, bis ein stabiler Entladestrom erreicht ist.
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AVTMPFL40A-DE Rev B Juni 2008
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