Die Temperaturregler arbeiten nach dem
Prinzip der Flüssigkeitsausdehnung. Die tem-
peraturabhängige Volumenänderung der im
Fühler (16) enthaltenen Ausdehnungsflüssig-
keit wird dazu benutzt, den Doppelkegel (3)
des Ventils über das Verbindungsrohr (10)
und dem mit der Überwurfmutter (7) am Ven-
til befestigten Arbeitskörper (8) zu bewegen.
Steigt z.B. die Temperatur am Fühler (16), so
dehnt sich die Flüssigkeit aus und bewirkt
eine Bewegung des Arbeitskörperstiftes nach
oben, die sich auf die Kegelstange (5) über-
trägt. Dadurch wird der Doppelkegel (3) im
Ventilgehäuse entgegen der Kraft der Rück-
stellfeder (5.1) nach oben geschoben. Er ver-
mindert den Zufluß B am oberen Sitz (2) und
vergrößert den Zufluß A am unteren Sitz
(Mischventil).
Der Temperaturregler Typ 8 hat ein nicht ent-
lastetes Stellventil, beim Typ 9 hingegen ist
das Ventil durch einen Metallbalg (4.1) entla-
stet. Der am Anschluß A herrschende Druck
liegt auf der Unterseite des Doppelkegels und
gelangt durch die Kegelstangenführung auf
die Außenfläche des Metallbalgbodens. Der
Druck am Anschluß B liegt auf der Oberseite
des Doppelkegels und gelangt durch die
längsdurchbohrte Kegelstange (5) auf die
Außenfläche des Metallbalgbodens. Damit
werden die am Ventilkegel wirksamen Kräfte
p [bar]
PN
40
40
30
25
20
16
10
0
100
ohne
Verlängerungsstück
ohne
Verlängerungsstück
Bild 4 ⋅ Druck-Temperaturdiagramm
150
200 220
mit
Verlängerungsstück
Verlängerungsstück
aufgehoben und das Ventil entlastet. Druck-
schwankungen des Durchflußmediums ha-
ben somit keinen Einfluß auf die Stellung des
Kegels.
Die Temperaturregler der DN 15 bis 25 sind
Mischventile, die auch als Verteilventile ein-
gesetzt werden können. Bei den Nennweiten
32 bis 100 unterscheiden sich Misch- und
Verteilventile durch die Kegelanordnung (Bil-
der 2 und 3).
Beim Mischventil schließt bei steigender Tem-
peratur der Anschluß B. Beim Verteilventil
(DN 32 bis 100) schließt bei steigender Tem-
peratur der Anschluß A.
Die Einstellung des Sollwertes erfolgt durch
Verdrehen eines Schlüssels (11). Dadurch be-
wegt eine Spindel den Kolben (15) nach
oben oder unten. Die dabei entstehende Vo-
lumenänderung im Fühler (16) bewirkt, daß
der Ventilkegel, dem eingestellten Sollwert
entsprechend, seinen Hub innerhalb eines
höheren oder niedrigeren, vom Fühler erfaß-
ten, Temperaturbereichs durchläuft.
Typprüfung
Die Regelthermostate Typ 2231 bis 2235
sind in Verbindung mit den Stellventilen
Typ 2118 und 2119 nach DIN 3440 vom
Technischen
Überwachungsverein
prüft.
Register-Nr. auf Anfrage.
GGG- 40.3
Zulässiger Druck
GS–C25
1.4581
GS–C25
1.4581
GG–25
t
300
350
[˚C]
Typ 8 nur
DN 65 bis 100
mit
Typ 9 nur
DN 15 bis 50
°C
50
200 350
bar
25
21
Die angegebenen Betriebsdrücke
sind durch die Angaben im
Diagramm begrenzt.
typge-
16
3