Holzvergaser BioX
4. Installation
4.1
Inbetriebnahme
Die erstmalige Inbetriebnahme muss vom Solarbayer Werks-
kundendienst oder einem autorisierten Fachmann erfolgen.
Im Zuge der Inbetriebnahme und Übergabe an den Betreiber
ist ferner die Funktion sämtlicher Regel- und Sicherheitsein-
richtungen zu überprüfen und dem Betreiber die Bedienung
und Wartung des Kessels und der Anlage eingehend zu er-
läutern.
Bei der Erstinbetriebnahme
getestet werden (siehe Kapitel 10.3: Fachmannebene)!
Das Inbetriebnahme Protokoll muss ausgefüllt und an Solar-
bayer übermittelt werden, damit die 5-jährige Garantie auf
den Kessel in Kraft tritt.
Inbetriebnahmeschritte
1. Hydraulischen Anschluss auf Dichtheit prüfen
2. Elektrische Klemmen auf festen Sitz prüfen und ggf.
nachziehen (vgl. Montageanleitung „Überprüfen der
Klemmstellen")
3. Stromversorgung herstellen (siehe 11.7 Anschlüsse)
4. Aggregattest durchführen (siehe 10.3 Fachmannebene)
5. Kessel einheizen (siehe 9.2 Anheizen). Hierzu empfehlen
wir bei der ersten Inbetriebnahme maximal eine halbe
Kesselfüllung zu verwenden.
6. Emissionsmessung bei Erstinbetriebnahme
(siehe 14. Emissionsmessung)
Der Kessel ist werksseitig für den jeweiligen Leistungstyp
voreingestellt und muss nicht nachgeregelt werden.
4.1.1
Inbetriebnahme bei kalter Anlage
Nach längerer Stillstandzeit bzw. bei der ersten Inbetrieb-
nahme sollten Sie insbesondere beim Anheizen folgenden
Punkt beachten:
Bei ausgekühlter Anlage braucht der Kessel verhältnis-
mäßig lange um auf Temperatur zu kommen, wenn wäh-
rend des Anheizens alle Wärmeverbraucher eingeschal-
tet sind. Nehmen Sie daher zunächst nur einen kleinen
Heizkreislauf in Betrieb und schalten Sie die übrigen
Heizkreisläufe erst nach und nach zu wenn der Kessel sei-
ne Betriebstemperatur erreicht hat. Die erste Inbetrieb-
nahme darf nur vom SOLARBAYER Werkskundendienst
oder dafür autorisiertem Personal durchgeführt werden.
4.2
Wichtige Hinweise
Vom Betreiber ist schriftlich zu bestätigen, dass er
in die richtige Bedienung und Wartung der Anlage ausrei-
chend eingewiesen wurde
die Bedienungsanleitung und gegebenenfalls weitere
Unterlagen etc. erhalten und zur Kenntnis genommen hat
und
infolgedessen mit der Anlage hinreichend vertraut ist.
© Solarbayer GmbH [234669]
MÜSSEN
alle Aggregate vorab
Der Rücklauffühler des Kessels ist bereits
werkseitig am Kesselrücklauf als Anlegefühler
montiert. Zusätzlich ist bauseitig eine analoge Tem-
peraturanzeige (mit Tauchfühler) z.B. an der Rücklauf-
anhebung empfohlen.
Der hydraulische Abgleich der Anlage (Rohrinstallation)
muss durch ein (autorisiertes) Fachunternehmen (Installa-
teur) durchgeführt werden.
Die Heizungsfachfirma ist verpflichtet
ein richtig ausgelegtes Membranausdehnungsgefäß
(MAG) zu installieren.
für die Gesamtanlage eine Dokumentation (lt. EN 12170)
zu erstellen, welche im Heizraum aufzubewahren ist.
Alle anerkannten Regeln, Vorschriften und Normen sind von
der Heizungsfachfirma anzuwenden.
SOLARBAYER bietet zahlreiche Empfehlungsschemen. Wird
bei der Installation nach anderen Schemen gearbeitet, kann
kein ordnungsgemäßer Kesselbetrieb garantiert werden. Alle
aus diesem Grund anfallenden Kundendiensteinsätze gehen
zu Lasten des Kunden bzw. der Heizungsfachfirma.
Heizungswasser: Beachten Sie bezüglich der Beschaffenheit
des Heizwassers EN 12828 Teil 1 und VDI 2035.
4.3
Einsatzbereich und wasserseitiger
Anschluss
Der Heizkessel BioX ist für die Verfeuerung von Stückholz
zum Betreiben von Zentralheizungen für geschlossene
Warmwasseranlagen geeignet.
Die Kessel sind als Wärmeerzeuger für Heizungsanlagen
mit Pufferspeicher mit max. zulässigen Vorlauftempera-
turen bis 90 °C geeignet und zugelassen. Dieser Puffer-
speicher muss nach EN 303-5 und dem 1. BImSchV di-
mensioniert sein.
Solarbayer empfiehlt die Installation eines entsprechend di-
mensionierten Pufferspeichers.
Solarbayer Empfehlung:
BioX 15
mind. 1.500 Liter
BioX 20
mind. 2.000 Liter
BioX 25
mind. 2.500 Liter
BioX 35
mind. 2.500 Liter
BioX 45
mind. 3.000 Liter
Abweichend hiervon sind eventuelle größere Mindestvolu-
men für Förderungen zu berücksichtigen.
4.3.1
Ausdehnungsgefäß – Sicherheitsventil
Ein geschlossenes Ausdehnungsgefäß und ein baumusterge-
prüftes Sicherheitsventil sind gemäß EN 12828 zu montieren.
Betriebsanleitung
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