Software "RCS 146B11"
Funktionsbeschreibung
"Automatisches Senden bei Änderung um..." und "Zykluszeit für automatisches Senden..." sind
hier ohne Funktion).
Der jeweils zuletzt in einer aktiven Zeitperiode berechnete Stellgrößenwert wird umgesetzt.
Auch bei einer Veränderung der Soll-Temperatur, beispielsweise durch eine Umschaltung des
Betriebsmodus, wird die Stellgröße erst am Ende einer aktiven Zykluszeit angepasst. Das
folgende Bild zeigt das ausgegebene Stellgrößen-Schalt-Signal in Abhängigkeit des intern
errechneten Stellgrößenwerts (zunächst 30 %, danach 50 % Stellgröße; Stellgrößenausgabe
nicht invertiert).
Bild 31: Schaltende PI-Regelung
Bei einer Stellgröße von 0 % (dauernd ausgeschaltet) oder 100 % (dauernd eingeschaltet) wird
nach Ablauf einer Zykluszeit stets ein Stellgrößentelegramm entsprechend des
Stellgrößenwerts ("0" oder "1") ausgegeben.
Der Regler rechnet bei einer schaltenden PI-Regelung intern stets mit stetigen
Stellgrößenwerten. Diese stetigen Werte können zusätzlich, beispielsweise zu
Visualisierungszwecken als Statusinformation, über ein separates 1 Byte-Wertobjekt auf den
Bus ausgegeben werden (ggf. auch separat für die Zusatzstufen). Die Aktualisierung der
Status-Wertobjekte erfolgt ausschließlich nach Ablauf der parametrierten Zykluszeit gemeinsam
mit der Stellgrößenausgabe. Die Parameter "Automatisches Senden bei Änderung um..." und
"Zykluszeit für automatisches Senden..." sind hier ohne Funktion. Eine Zusatzheiz- oder
Zusatzkühlstufe als schaltende PI-Regelung funktioniert genau wie die schaltende PI-Regelung
der Grundstufe mit dem Unterschied, dass sich der Sollwert unter Berücksichtigung des
parametrierten Stufenabstands verschiebt. Alle PWM-Regelungen greifen auf die selbe
Zykluszeit zurück.
Zykluszeit:
Die pulsweitenmodulierten Stellgrößen werden in den meisten Fällen zur Ansteuerung
elektrothermischer Antriebe (ETA) verwendet. Dabei sendet der Raumtemperaturregler die
schaltenden Stellgrößen-Telegramme an einen Schaltaktor mit Halbleiter-Schaltelementen, an
dem die Antriebe angeschlossen sind (z. B. Heizungsaktor oder Raumaktor). Durch Einstellung
der Zykluszeit des PWM-Signals am Regler ist es möglich, die Regelung an die verwendeten
Antriebe anzupassen. Die Zykluszeit legt die Schaltfrequenz des pulsweitenmodulierten Signals
fest und erlaubt die Anpassung an die Verstellzykluszeiten der verwendeten Stellantriebe
(Verfahrzeit, die der Antrieb zur Verstellung des Ventils von der vollständig geschlossenen
Position bis zur vollständig geöffneten Position benötigt). Zusätzlich zur Verstellzykluszeit ist die
Totzeit (Zeit, in der die Stellantriebe beim Ein- oder Abschalten keine Reaktion zeigen) zu
berücksichtigen. Werden verschiedene Antriebe mit unterschiedlichen Verstellzykluszeiten
eingesetzt, ist die größere der Zeiten zu berücksichtigen. Grundsätzlich sind die
Herstellerangaben der Antriebe zu beachten.
Art.-Nr. RCD .. 4092M
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