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Physikalische Und Physiologische Grundlagen - Resmed Humicare D900 System Klinisches Handbuch

Modernes atemgasbefeuchtungssystem
Inhaltsverzeichnis
Die HumiCare Wasserkammern, Filter und Schlauchsysteme sind für den Gebrauch durch
einzelne Patienten bestimmt. Eine Beschreibung der Komponenten und Teile des HumiCare
Systems finden Sie im Kapitel „HumiCare System im Überblick" auf Seite 7
Hinweis: Eine HumiCare C30 Befeuchterkammer kann für mehrere Patienten verwendet
werden, vorausgesetzt, dass ein antibakterieller Filter zwischen Befeuchterkammer und
Atemschlauch eingebaut ist (siehe „Hinzufügen eines antibakteriellen Filters und einer
Filterheizung zu dem Schlauchsystem für den Gebrauch der C30 Gegenstromkammer durch
mehrere Patienten" auf Seite 18).
Das Funktionsprinzip des HumiCare systems ist, das Gasgemisch wird über das
Schlauchsystem vom Ausgang des Beatmungsgeräts zur Befeuchterkammer das
Atemgasbefeuchters geleitet. Dort wird das Gasgemisch mithilfe von warmem Wasser
angewärmt und angefeuchtet. Das so konditionierte Gas wird dann über einen beheizbaren
Inspirationsschlauch von der Befeuchterkammer zum Patienten transportiert.
In der HumiCare Gegenstrom-Befeuchterkammer wird die Austauschoberfläche, die mit Gas/
Wasser in Kontakt kommt, mithilfe eines aktiven Flüssigkeitskreislaufs deutlich vergrößert.
Das Wasser, das seine Wärme bereits an das Gas abgegeben hat, wird durch zirkulierendes
Wasser mit einer hohen Wärmeenergie ersetzt. Aufgrund der großen Austauschoberfläche
muss das Gerät das Wasser auf nicht mehr als 39 °C aufheizen und kann dabei weiterhin
eine Befeuchtung bereitstellen, die so gut wie unabhängig vom Gasfluss ist. Um
Kondensation weitestgehend zu vermeiden, sind sowohl die inspiratorischen als auch die
exspiratorischen Schlauchsysteme beheizbar.

Physikalische und physiologische Grundlagen

Physikalische Grundlagen
Alle Gase (z. B. Luft oder Sauerstoff) sind in der Lage, Wasser in Form von Wasserdampf zu
absorbieren. Die maximal von einem Gas absorbierbare Wassermenge (in mg/l Gas) hängt
von der Temperatur des Gases ab. Warmes Gas kann mehr Wasser absorbieren als kaltes
Gas. Die maximale Wasserdampfmenge, die ein Gas bei einer bestimmten Temperatur
absorbieren kann, nennt sich „Sättigungsmenge" . Wenn dem Gas mehr Wasser zugeführt
wird oder die Gastemperatur abfällt, führt dies zu Kondensation. Während sich Kondensation
bildet, sinkt die Wasserdampfmenge im Gas ab.
Die relative Feuchte eines Gasgemisches bezeichnet die tatsächliche Wasserdampfmenge im
Verhältnis zur Sättigungsmenge bei derselben Gastemperatur.
Physiologische Grundlagen
Wenn ein gesunder Mensch einatmet, wird die eingeatmete Luft an den Oberflächen
in Nase, Rachen, Kehlkopf und Luftröhre angefeuchtet und angewärmt. Die isotherme
Sättigung ist der Punkt, an dem die eingeatmete Luft auf 37 °C aufgewärmt ist und volle
Wassersättigung (relative Luftfeuchtigkeit von 100%) erreicht hat. Dieser Punkt wird
spätestens an der Luftröhrengabelung erreicht. Die Bedingungen für Temperatur und
Feuchtigkeit müssen den soeben erwähnten (natürlichen) Bedingungen entsprechen, um
optimale(n) Schleimproduktion und -transport zu erreichen. Schleimproduktion und -transport
sind entscheidend für den Schutz des Atmungssystems sowie die Neutralisierung und
Beseitigung von eingeatmeten Partikeln und Mikroorganismen.
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