ASSISTANT
Installations- und Bedienungshandbuch
OPTIKON 2000
Ein
Sicherheitsvakuumsensor
ist
eingebaut, um den Vakuumwert in der
Absaugleitung zu kontrollieren und dann die Pumpentätigkeit einzustellen. Dieses
Vakuumablesen wird mit einem „geschlossenen System" durchgeführt: eine sterile
Membran im ACS3-Behälter trennt den Vakuumsensor vollständig von den sterilen
Flüssigkeiten.
Die Pumpen im ASSISTANT werden durch einen leistungsfähigen Mikroprozessor
gesteuert. Das Vakuumniveau kann auf der Bedienkonsole voreingestellt oder über
den Systemfußschalter (lineare Betriebsart) vom Chirurgen gesteuert werden.
VITREKTOMIE (VIT)
Die Vitrektomiesonde besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: der Schneidespitze
(Klinge) und dem Körper mit dem Antriebsmechanismus, der durch Druckluft aus
der ASSISTANT Konsole ausgelöst wird.
Die Sonde verwendet das Prinzip des Einzelantriebs. Hier wird die Luftleistung für
den Aufwärtsweg verwendet (ausdehnen). Sobald der Druck entfernt wird, wird die
Rückkehr (Abwärtsweg) mechanisch erzielt, in diesem Fall durch eine eingebaute
Feder.
Die maximale Schneidegeschwindigkeit kann dadurch 4000 Schnitte/min. erreichen.
Die Spitze enthält das Schneideelement, das aus einem Paar Außen- (fest) und
Innenschlauch besteht, das sich in Längsrichtung hin- und herbewegt.
Der für die Absaugung verwendete Innenschlauch hat am vorderen Ende eine Klinge
mit scharfer Außenkante. Das vordere Ende des Außenschlauchs hat eine seitliche
Öffnung zum Schneiden und Absaugen. Die Gewebe werden abgeschnitten und
gleichzeitig durch die Hin- und Herbewegung des Innenschlauchs in Längsrichtung,
erzeugt durch pneumatische Impulse von der Bedienkonsole, abgesaugt.
Die extrem engen Tolleranzen zwischen dem Innen- und Außenschlauch schaffen
eine sanfte konstante Spannung, die einen Selbstschleifeffekt liefert. Es ist
offensichtlich, dass solch eine Präzision zusammen mit der Fallbeilausführung eine
ideale Schneideeigenschaft ist. Die Schneidegeschwindigkeit (von 60 bis 4000
Schnitte/Min.) und die Vakuumebene (von 5 bis 500mmHg) können durch die
Betriebsartwahl und die Funktionstasten auf der Bedienkonsole eingestellt werden.
BIPOLARE DIATHERMIE
Die bipolare Diathermie verwendet Radiofrequenzströme (RF), um in
Körpergeweben Erhitzung zu produzieren und damit die Koagulation zu
verursachen. Der Output eines leistungsfähigen RF-Schwingungserzeugers (in der
Bedienkonsole) wird auf ein Paar Elektroden in Form von Mikrozangen oder
Pinselsonden angewandt, die auf das zu behandelnde biologische Gewebe
angewandt werden. Das Körpergewebe wird zum Nichtleiter eines Kondensators,
Cod. 121008DE
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2010-10-18 Rev.M