Handbuch XD1G
Abbildung 3.3 links zeigt zwei Sekundarströme zum Zeitpunkt eines externen Fehlers, wobei der
Strom i1 durch Wandlersättigung verzerrt ist, der Strom i2 jedoch korrekt übertragen wird. Der
Differenzstrom id wird nur durch die Wandlersättigung hervorgerufen und darf nicht zur Auslösung
führen.
Links:
Interner Fehler, einseitige Speisung
i1 = Sekundärstrom eines gesättigten Stromwandlers (theoretisch)
i2 = 0; nur beim internen Fehler bei Speisung von Seite 1 (siehe Abb 3.1)
Id = gemessener Differenzstrom
Rechts:
Externer Fehler
i1 = Sekundärstrom eines gesättigten Stromwandlers (theoretisch)
i2 = Wandlersekundärstrom (siehe Abb. 3.1)
Id = gemessener Differenzstrom
Die Kurvenverläufe des Differenzstroms Id müssen in beiden betrachteten Fällen unterschieden
werden.
Abbildung 3.3:
Stromvergleich bei Stromwandlern mit Kernsättigung durch die im Fehlerstrom enthaltene
Gleichstrom-Komponente
Die Zusatzausrüstung „SAT" analysiert den Differenz-strom für jede Phase separat.
Das SAT-Modul unterscheidet den Differenzstrom und ermittelt:
Änderungsgeschwindigkeit des Differenzstromes d(id)/dt
Das Vorzeichen von d(id)/dt
Interner / externer Fehler
Dauer der Sättigung während einer Periode
Gleichstrom- oder Wechselstrom-Sättigung
DOK-TD-XD1G, Rev. B
SEG Electronics GmbH
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