3. Systembeschreibung
Ein Raumklimagerät funktioniert im Prinzip wie ein
Kühl-/ Gefriergerät (Bild 1). Es leistet jedoch weitaus
mehr. Ein handelsübliches Kompakt-Raumklima-
gerät produziert ein vielfaches der Kälteleistung ei-
nes Kühl-/ Gefriergerätes.
Der Kreislauf ist hermetisch dicht und arbeitet nach
dem Kompressionsprinzip. Dabei wird ein Kältemit-
tel verwendet um die überschüssige Wärme aus
dem Raum zu transportieren und diesen somit zu
kühlen.
Zu Beginn des Kreislaufs wird das dampfförmige
Kältemittel vom Kompressor (2) im Außenteil ange-
saugt, komprimiert und dadurch stark aufgeheizt.
Der Kompressor (2) pumpt jetzt das Kältemittel zum
Verflüssiger (3) des Außenteils.
Hier wird der heiße Kältemitteldampf mit Hilfe der
Außenluft soweit abgekühlt, daß er kondensiert. Die
Wärme wird an die Außenluft abgegeben. Das jetzt
flüssige Kältemittel steht immer noch unter hohem
Druck und wird über ein Drosselelement (4) in den
Verdampfer (1) im Innengerät zurückgeführt.
Jetzt findet die eigentliche Kälteerzeugung statt.
Das flüssige Kältemittel verdampft, die dazu notwen-
dige Wärme entzieht es der Raumluft, die der Venti-
lator (5) über den Verdampfer bläst.
Die abgekühlte Luft wird dem Raum zugeführt, und
für das Kältemittel beginnt der Kreislauf aufs neue.
Da der Kältekreis, der zwischen Verdampfer und
Verflüssiger liegt, geschlossen ist, geht kein Kälte-
mittel verloren und es verbraucht sich auch nicht.
Am Verdampfer kondensiert auch Wasserdampf aus
der Luft. Das Wasser sammelt sich in einer Konden-
satwanne (6) und muß abgeführt werden. Mobile
Geräte haben Sammelbehälter. Bei Split-Geräten
muß bauseits eine Kondensatleitung gelegt werden.
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Schematische Darstellung eines
Kältekreislaufes
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6
4
3
1) Wärmetauscher Innengerät (Verdampfer)
2) Verdichter (Kompressor)
3) Wärmetauscher Außengerät (Verflüssiger)
4) Drosselelement
5) Ventilator
6) Kondensatwanne
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2
Bild 1