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elco RENDAMAX 2700 series Planungsunterlage Seite 56

Inhaltsverzeichnis
Wasserqualität Information
Korrosionen
Vermeidung der Korrosions-
schäden
Empfohlene Massnahmen
Verwendung von gasundurchlässigen
Werkstoffen. Hierzu werden nach
dem derzeitigen Stand der Erkenntnis
auch sauerstoffdichte Kunststoffrohre
nach DIN 4726 gerechnet.
Werden gasdurchlässige Werkstoffe
eingesetzt, ist eine Systemtrennung
dahingehend vorzusehen, dass der
Heizkreis, der mit dem durch die
Kunststoffrohre fliessenden Heiz-
wasser beaufschlagt wird, durch einen
Wärmetauscher aus korrosionsbe-
ständigen Materialien von den anderen
Heizkreisen vom Wärmeerzeuger
getrennt wird.
Auch bei der Sanierung von Altan-
lagen ist eine Systemtrennung als
notwendig anzusehen, da der noch
vorhandene und umfliessende Rost-
schlamm ansonsten einen Korrosions-
schaden nicht ausschliessen lässt.
Der Einsatz von Inhibitoren bedarf
weiterer Untersuchungen, um die
damit verbundenen offenen Pro-
blemkreise abzuklären. [5] [6]
Hier sind z.B. zu nennen:
-
Aufrechterhaltung einer aus-
reichenden Konzentration
-
Wirkung bei vorgeschädigten
Systemteilen?
-
Alterungs- und Wärmebeständig-
keitsfragen.
In diesem Zusammenhang wir auf die
Merkblätter folgender Verbände
hingewiesen:
Verband schweizerischer Heizkörper-
Werke (V.S.H.W.)
"Merkblatt betreffend Korrosions-
schäden in Heizungsanlagen",
Juli 1986
Verband schweizerischer Heizungs-
und Lüftungsfirmen (VSHL), "Em-
pfehlung zur Vermeidung von
Korrosionsschäden in Warmwasser-
Heizungsanlagen" (Vorabinformation,
Juli 1988)
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Bundesverband Flächenheizungen
e.V. (bvf) "Merkblatt Nr. 4 - Korosions-
verhütung bei Fussbodenheizungs-
anlagen mit Rohrleitungen aus Kunst-
stoffen -", September 1986
Bundesverband Heizung Klima
Sanitär e.V. (BHKS) "Therm Report -
Aktuelle Informationen zum Thema:
Sauerstoffdiffusion, Nr. 16",
(erschienen 1983)
Der BDH hat sich zu dieser Infor-
mation, die auf seit Jahren vor-
liegenden Erfahrungen aufbaut und
wissenschaftlich begründet ist,
entschlossen, nachdem die Pro-
bleme der Sauerstoffkorrosion im
Zusammenhang mit Kunststoffrohren
entgegen dem Stand der Technik
und trotz des damit verbundenen
Risikos noch häufig negiert werden.
Literatur
[1] Theiler, F.: Korrosionsschäden in
Warmwasser-Heizungsanlagen.
Heizung und Lüftung Nr. 3/87,
Seite 6-11
[2] VDI-Richtlinie 2035: Verhütung
von Schäden durch Korrosion und
Steinbildung in Warmwasserheizungs-
anlagen; Juli 1979
[3] DIN 4726: Rohrleitungen aus
Kunststoffen für Warmwasser-Fuss-
bodenheizungen; September 1988
[4] Kruse, C.-L.: Korrosion in Warm-
wasserheizungsanlagen als Folge
von Sauerstoffdiffusion durch Kunst-
stoffrohre; Schadensprisma (1982)
Nr. 2, Seite 17/21
[5] "Prohibition für Inhibition?";
sbz (1986) Nr. 12, Seite 703/704
[6] Kruse, C.-L. und Neubert, M.:
"Korrosions-Inhibitoren in der
Heizungstechnik": SHT 5/1988,
Seite 292-297/301
Vermeidung von Schäden durch
Steinbildung
Für Heizanlagen mit bestimmungs-
gemässen Betriebstemperaturen bis
100° C gelten die Anforderungen der
VDI-Richtlinie 2035 Blatt 1, Ausgabe
September 1994.
Steinbildung, das heisst Bildung von
wasserseitig fest haftenden Belägen
aus Calziumcarbonat in Heizkesseln,
kann zu örtlichen Überhitzung und
dadurch bedingter Rissbildung führen.
Weiterhin kann es aufgrund des so
behinderten Wärmedurchganges zu
einer wesentlichen Verringerung der
Wärmeleistung und damit zu einer
entsprechenden Erhöhung des Abgas-
verlustes kommen.
Unter Umständen können Siede-
geräusche auftreten.
Langjährige Erfahrungen zeigen, dass
Steinbildung nicht völlig verhindert
werden muss, um Schäden am
Wärmeerzeuger zu vermeiden.
Die VDI-Richtlinie 2035 lässt daher,
abhängig von der jeweiligen Gesamt-
kesselleistung der Anlage, eine be-
stimmte Menge an kalkausscheiden-
dem Calciumhydrogencarbonat
[Ca(HCO
)
] zu.
3
2
Das ausmass der Steinbildung hängt
ab von der Konzentration an Calcium-
hydrogencarbonat im Füll- und Er-
gänzungswasser. Die Dicke der Kalk-
schicht kann durch die Betriebsweise
der Heizanlage beeinflusst werden.
Eine Checkliste zur Anwendung
dieses Informationsblattes
befindet sich im Anhang 1.

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