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elco RENDAMAX 2700 series Planungsunterlage Seite 54

Inhaltsverzeichnis
Wasserqualität Information
Korrosionen
Korrosionsschäden im
Heizungswasser
Das bewährte System
Wesentliche Teile von Warmwasser-
heizanlagen bestehen in der Regel
aus unlegierten oder nidriglegierten
Eisenwerkstoffen.
Diese Werkstoffe bewähren sich seit
Jahrzehnten in optimaler Weise in den
geschlossenen Heizanlagen und er-
füllen problemlos ihre Aufgaben und
Funktionen bezüglich der Feuerraum-
gestaltung, der Wärmeübertragung mit
hohen Wärmestromdichten, eines
reibungslosen Dauerbetriebes u.a.m.
Die heizwasserseitige Korrosions-
beständigkeit der un- oder nidrig-
legierten Eisenwerkstoffe beruht
dabei weniger auf einer Werkstoff-
eigenschaft, sondern im wesentlichen
auf der Abwesenheit von Sauerstoff
im Heizungswasser.
Die Sauerstoffkorrosion
Nur bei Anwesenheit von Sauerstoff
im Heizungswasser kann Eisen aus
den Eisenwerkstoffen in Lösung
gehen und über verschiedene
Zwischenstufen Rost ausbilden. [1]
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Zum Stand der Technik
Einschlägige technische Regeln, wie
z.B. VDI-Richtlinien, schreiben daher
unter der notwendigen Beachtung der
vorgenannten Verhältnisse vor, dass
eine Heizanlage so auszulegen und zu
betreiben ist, dass ständiger Zutritt
von Sauerstoff in das Heizungswasser
nicht stattfinden kann.
Schon in der VDI-Richtlinie 2035,
Ausgabe 1979, hies es u. a.:
"In sachgemäss ausgelegten, ge-
bauten und in Betrieb genommenen
Heizungsanlagen ist nach einer
kurzen Einfahrzeit der Sauerstoff aus
dem Füllwasser verbraucht.
Korrosionsschutzmassnahmen in
Heizungsanlagen bestehen daher
in erster Linie darin, den weiteren
Zutritt von Sauerstoff zum Heizungs-
wasser zu verhindern". [2]
Diese Forderung wird beim Einsatz
von nicht diffusionsdichten Kunst-
stoffen in Heizsystemen nicht erfüllt.
Wird der weitere Zutritt von Sauer-
stoff zum Heizungswasser verhindert,
so stellen sich in Heizanlagen, auch
bei offenen Anlagen nach DIN 4751,
in der Regel keine Probleme über
Korrosionsschäden ein, wie die vor-
liegenden Erfahrungen eindeutig
bestätigen.
Unter diesen Voraussetzungen sind
in geschlossenen Anlagen nur ver-
einzelt Korrosionsschäden bekannt
geworden. Auf verschiedene Arten
entstehender Unterdruck kann
beispielsweise zu Schäden führen,
die sich jedoch in geschlossenen
Anlagen durch entsprechende
Überprüfung, Wartung und Betriebs-
weise der Heizanlage in einfacher
Art und Weise vermeiden und in
der Folge beheben lassen.
(Gegebenenfalls sollte z.B. ein
unterdimensioniertes und/oder
funktionsuntüchtiges Membranaus-
dehnungsgerät instandgesetzt oder
ersetzt werden.)
Diesen positiven Erfahrungen stehen
leider Korrosionsschäden an Warm-
wasserheizanlagen gegenüber,
wenn Rohrleitungen aus nicht sauer-
stoffdichten Kunststoffen bestehen.

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