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Wasserqualität; Allgemein - Elco Rendamax 2700 Series Planungsunterlage

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Wasserqualität

Allgemein

Allgemein
Die Zusammensetzung und Qualität
des Systemwassers hat direkten
Einfluss auf die Leistung des ge-
samten Systems und die Lebens-
dauer des Kessels. Unsachge-
mässer Einsatz von Chemikalien,
Wasserenthärtern, Sauerstoffbinder,
Be- und Entlüftern und Wasser-
filtern erhöhen das Störungsrisiko.
Korrosionspartikel bestimmter Zusätze
können das System angreifen, wo-
durch Undichtigkeiten entstehen:
Ablagerung von Verunreinigungen
führt durchweg zur Beschädigung der
Kesselwärmetauscher.
Bei der Wasserhärte muss unter-
schieden werden zwischen:
a
Vorübergehender Härte. Diese
wird auch als Karbonathärte be-
zeichnet. Diese Ablagerungen
werden bei höheren Temperaturen
gebildet und lassen sich problem-
los entfernen.
b
Bleibende Härte. Mineralien (z.B.
Kalziumsulfat aus dem Wasser,
die sich in Abhängigkeit von sehr
hohen Oberflächentemperaturen
ablagern.
Die Wasserhärte wird mit "Grad
deutsche Härte" (°d) gekennzeichnet
und hat folgende Einteilung:
sehr weich
ca. 0-3 °dH
weich
ca. 3-9 °dH
mittelhart
ca. 9-14 °dH
hart und sehr hart
mehr als 14 °dH
Das System muss mit weichem bis
mittelhartem Wasser gefüllt werden,
d.h. mit einer Wasserhärte von nicht
mehr als 14 °dH bei einer Vorlauf-
temperatur von 80 °C und einem
∆T von 20 K.
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Vor dem Nachfüllen von Wasser sind
grundsätzlich die Härte und die
Zusammensetzung des System-
wassers zu bestimmen. Bei grösseren
Anlagen muss häufig bereits während
der Bauphase ein Kessel in Betrieb
sein. Regelmässig werden dann neue
Gruppen hinzugeschaltet, was wieder-
um mit der Zufuhr von frischem
Wasser verbunden ist. Ferner kommt
es vor, dass aufgrund von Undichtig-
keiten Gruppen abgekoppelt, repariert
und neu gefüllt werden. Unter diesen
Umständen läuft der einzige Kessel,
der in Betrieb ist, häufig bei Volllast,
und es besteht die Möglichkeit der
Kesselsteinbildung.
Aus diesem Grund muss zu hartes
Nachfüllwasser enthärtet sein.
Um einen ordnungsgemässen Betrieb
von Kessel und System zu gewähr-
leisten, wird die Verwendung eines
Wasserenthärters empfohlen.
In "toten Zonen" im System können
sich grössere stationäre Blasen bilden,
deren Zusammensetzung stark
variieren kann (neben Sauerstoff und
Stickstoff wurden z.B. Wasserstoff
und Methan nachgewiesen).
Sauerstoff fördert die Korrosion.
Die Korrosionspartikel bilden zu-
sammen mit den übrigen Verun-
reinigungen eine Schlammab-
lagerung (Magnetit), die unter dem
Einfluss von Sauerstoff wiederum
eine Punktkorrosion verursacht.
Der Einsatz eines Luftabscheiders
mit automatischem Entlüfter wird
empfohlen (siehe Einsatz von
hydraulischen Weichen).
Der Chlorid-Wert darf 200 mg/l nicht
überschreiten. Sollte dies doch der
Fall sein, dann ist die Ursache zu
ermitteln. Der Chloridgehalt des
Nachfüllwassers muss mit dem des
Heizungswassers verglichen werden.
Wenn dieser Gehalt viel höher liegt,
deutet dies auf eine Eindickung hin,
vorausgesetzt, es wurden Chlorid-
haltige Stoffe hinzugefügt.
Sofern der Chloridgehalt sehr hoch ist,
wird das Wasser durch den kom-
plettierenden Effekt aggressiver (unter
anderem durch falsch regenerierende
Wasserenthärter). Das System muss
gespült und mit chloridarmen Wasser
wieder gefüllt werden.
Um unnötigen Verschleiss und Ver-
stopfungen durch im System vor-
handene Verschmutzungen vorzu-
beugen, empfehlen wir den Einbau
eines Filtersystems mit einer
Maschengrösse von 100 Mikron.
Der Filter soll immer in den Rücklauf
des Sekundärheizkreises eingebaut
werden.
Um ein einwandfrei funktionie-
rendes Heizungssystem und eine
lange Lebensdauer zu gewähr-
leisten, müssen Verschmutzungs- und
Korrosionspartikel durch ein gut
funktionierendes Filtersystem ent-
fernt werden (siehe Einsatz von
hydraulischen Weichen).
Die Analyse des Systemwassers und
die Reinigung der Filter sind Bestand-
teil der periodischen Inspektion.
Sollen dem Wasser Chemikalien
(z.B. Inhibitoren) hinzugefügt werden,
dann muss vorher ELCO hiervon in
Kenntnis gesetzt werden.
Dort berät man Sie auch gerne über
Filtersysteme und andere Bedarfs-
artikel.
Die untenstehende Grafik erlaubt ein
exaktes Bestimmen der richtigen
Systemeinbindung, in Abhängigkeit
der entsprechenden Wasserqualität.

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