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RG Serie RG1 / RLU RG2 / RLU wasserführende Kamineinsätze Aufbauanleitung Hinweis: Gewährleistungsansprüche entfallen, soweit diese Aufbauanleitung nicht beachtet wird. -Technische Änderungen und Irrtümer vorbehalten- (Stand 12/2015) ROKOSSA Energietechnik GmbH Maschweg 43 D - 49324 Melle...
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Vorwort / Qualitätsphilosophie Sie haben sich für einen ROKOSSA Kamineinsatz entschieden - herzlichen Dank für Ihr Vertrauen. In einer Welt des Überflusses und der Massenproduktion verbinden wir unseren Namen mit dem Credo unseres Inhabers Herrn Gerhard Manfred Rokossa: „Hohe technische Qualität kombiniert mit zeitgerechtem Design und Dienst am Kunden zu dessen Zufriedenheit und Weiterempfehlung.“...
Der Kamineinsatz darf nicht verändert werden! Insbesondere dürfen keine Einbauteile in Brennraum oder Abgas- oder Verbrennungswegen platziert werden, wenn diese Teile nicht ausdrücklich von der Firma Rokossa Energietechnik zugelassen sind. Ohne eine solche ausdrückliche Zustimmung führt eine Veränderung der Feuerstätte zum Erlöschen von Garantie und Betriebserlaubnis.
Rauchaustritt in den Wohnraum) und dürfen somit keinesfalls ohne geeignete Maßnahmen gleichzeitig mit dem Ofen betrieben werden. Bei Betrieb mehrerer Feuerstätten in einem Raum oder in einem Luftverbund ist für ausreichend Verbrennungsluft zu sorgen! Es handelt sich um eine Zeitbrand-Feuerstätte, d.h. länger andauernder Betrieb wird durch wiederholtes Nachlegen erreicht.
Hinweis: Die alten Begriffe der „Bauart A1“ oder „Bauart A“, die aus der nicht mehr gültigen Norm DIN 18895 hervorgingen, führten oft zur Vermischung der oben genannten Merkmale und sind heute nicht mehr gültig. Generell ist Ihr Kamineinsatz bestimmungsgemäß geschlossen zu betreiben, d.h.
1.3. Grundsätzliche Anforderungen Bei Installation, Anschluss und Betrieb Ihres Kamineinsatzes sind alle notwendigen nationalen und europäischen Normen sowie örtliche Vorschriften (DIN, Landesbauverordnungen, Feuerungsverordnungen, etc.) zu beachten und anzuwenden! Die folgenden relevanten Regelungen sind ohne Anspruch der Vollständigkeit aufgeführt. Vor Installation des Kamineinsatzes ist unbedingt die einwandfreie Funktion der Luftsteuerung zu überprüfen und gegebenenfalls in Funktion zu setzen.
HeizAnIV Heizungsanlagenverordnung FeuVo: Feuerungsverordnung des entsprechenden Bundeslandes 1. und 2. BlmschV: Erste und zweite Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetz EnEV: Energieeinsparverordnung TROL: Fachregeln des Kachelofen- und Luftheizungs- bauhandwerks (ZVSHK) DIN 1298 / EN 1856: Verbindungsstücke für Feuerungsanlagen DIN EN 13229: Kamineinsätze einschließlich offene Kamine für feste Brennstoffe DIN 50165:...
groß sein, dass die Feuerstätte ordnungsgemäß und bestimmungsgemäß betrieben werden kann. Der Betrieb des Kamineinsatzes wird nicht gefährdet, wenn die Anlagen Sicherheitseinrichtungen haben, Unterdruck Aufstellraum selbsttätig zuverlässig verhindern oder erforderlichen Verbrennungsluftvolumenströme Volumenluftströme Entlüftungsanlagen insgesamt keinen größeren Unterdruck Aufstellraum und in den Räumen des Lüftungsverbundes als 0,04 mbar bedingen.
2.3. Verbrennungsluftversorgung Kaminanlagen dürfen nur in Räumen aufgestellt werden, die mindestens eine Tür ins Freie oder ein Fenster haben, das geöffnet werden kann oder anderen Räumen unmittelbar oder mittelbar einem Verbrennungsluftverband stehen. Bei Aufstellung in Wohnungen oder sonstigen Nutzungseinheiten dürfen zum Verbrennungsluftverband nur Räume derselben Wohnung oder Nutzungseinheit gehören.
3/1980, 17. Jahrgang, veröffentlicht (siehe auch Kommentar zur DIN 18895). 2.3.1. Verbrennungsluftversorgung RG1 RLU und RG2 RLU Die RLU Kamineinsätze müssen mit dichten Verbrennungsluft- und Abgaskanälen installiert werden. Hierzu sind entweder vom DIBt zugelassene Systeme zu verwenden (z. Bsp.: Fa. Raab Typ: EW Alkon), oder die Verbindungsleitung zum Schornstein und der Verbrennungs- luftkanal sind mit besonders großer Sorgfalt dauerhaft dicht auszuführen.
2.4. Verbrennungsluftleitung Nach den Vorschriften der Landesbauordnung, die dem § 37, Absatz 2, der Musterbauordnung entsprechen, sind die Verbrennungsluftleitungen in Gebäuden mit mehr als zwei Vollgeschossen und Verbrennungs- luftleitungen, die Brennwände überbrücken, so herzustellen, dass Feuer und Rauch nicht in andere Geschosse oder Brandabschnitte übertragen werden können.
3. Brandschutz Alle abgebildeten Darstellungen sind Beispieldarstellungen anhand des RG2 15,0 kW. Hinweis Die Brandschutzbestimmungen und der Aufbau der Kaminanlage sind sehr umfassend aufgeführt. Sie können den Aufbau der Kaminanlage mit Verwendung Rokossa Energy Modulverkleidung erheblich vereinfachen! Siehe dazu Montageanleitungen Modulverkleidungen.
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aus nicht brennbarem Material (z.B. entsprechend belastbares Glas, Naturstein, Kacheln, Fliesen, Marmor, Granit oder anderen mineralischen Baustoffen) herzustellen. Bei einer Vorlage aus Metall muss diese mindestens 1 mm stark sein. Der Belag muss gegen Verschieben befestigt und gesichert sein. Die Funkenschutzvorlage muss ausgerichtet nach vorne, der Höhe des Feuerraumbodens (Feuertischhöhe) H zuzüglich 300 mm entsprechen, muss aber insgesamt mindestens 500 mm lang sein.
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Zusätzlich ist auch der Bereich, abgehend vom geraden Strahlungs- bereich der effektiven Feuerraumöffnung jeweils um 300 mm nach links und nach rechts zu schützen. Ob und wie die Schornsteinwange in Ihrer Aufstellsituation gedämmt werden muss, besprechen Sie bitte mit Ihrem zuständigen Ofensetzer und dem Schornsteinfeger.
3.1.2. Brennbare Bauteile 1 Zwischen Möbeln (z.B. einer Kommode) und Kaminverkleidungen muss ein Abstand von mind. 5 cm liegen. 2 Bei Bauteilen, die nur mit kleinen Flächen anstoßen (Wand-, Boden- oder Deckenverkleidung), empfiehlt sich ein Zwischenraum von 1 cm. 3 Von der Feuerraumöffnung müssen nach vorn, nach oben und zu den Seiten mindestens 80 cm Abstand zu Bauteilen aus brennbaren Baustoffen oder brennbaren Bestandteilen, sowie zu Einbaumöbeln eingehalten werden, sofern in der gerätespezifischen Montage- und...
3.1.3. Simsbalken aus Hartholz 5 Der Simsbalken muss außerhalb des Strahlungsbereiches liegen. 6 Es muss ein belüfteter Abstand von 1 cm gewährleistet sein. Zur Befestigung müssen nicht brennbare Halterungen, z. B. aus Metall verwendet werden. Diese sind so anzuordnen und auszuführen, dass die freie Luftströmung nicht behindert wird.
3.2. Tragende Bauteile aus Beton und Stahlbeton Kaminanlagen sind so aufzustellen, dass sich seitlich der Austrittstellen für die Warmluft innerhalb eines Abstandes von 30 cm und bis zu einer Höhe von 50 cm über den Austrittsstellen keine tragenden Bauteile aus Beton oder Stahlbeton befinden.
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Beispiel Steinwollmatten nach QGI-Q 132 Angaben in cm Aufstell- Anbau- Seiten- Decke boden wand wand RG1 / RG1 / 14,5 RG1h RG1h 14,5 14,4 15,0 22,0 RG2h RG2h 15,0 RG2h 22,0 10,4 14,7 10,4 15,0 Vormauerung Heizkammerabstand RG1 / RLU RG2 RLU...
Zur Herstellung der Dämmschichten sind Matten, Platten oder Schalen aus silikatischen Dämmstoffen (Stein, Schlacke sowie Keramikfasern) der Baustoffklasse A1 nach DIN 4102 Teil 1 mit einer oberen Anwendungs- grenztemperatur von mindestens 700 °C bei Prüfung nach DIN 52271 und einer Nennrohdichte von 80 kg/m³ zu verwenden. Diese müssen eine entsprechende Dämmstoffkennziffer nach AGI-Q 132 haben.
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keine tragende Beton- oder Stahlbetonwand ist 8 Dämmung der Heizkammer gemäß den Wärmedämmstoffdicken der technischen Daten 23 Vormauerung oder Ersatzdämmstoff als Ersatz für Vormauerung und Dämmung gemäß technischen Daten Ersatzdämmstoffherstellers Die Vormauerung kann herkömmlich, z.B. aus Ziegelstein, errichtet werden, oder aber aus vorgenannten Wärmedämmplatten bestehen,...
Wärmedämmung erheblich reduziert wird. Aufbaurichtlinien Aufbaurichtlinien einzuhaltenden Vorschriften Kaminanlage sind sehr umfassend aufgeführt. Sie können den Aufbau der Kaminanlage mit Verwendung der Rokossa Energy Modulverkleidung erheblich vereinfachen! Siehe dazu die Montageanleitungen der Modulverkleidungen. 4.1. Dehnungsfuge zwischen Verkleidung und Kamineinsatz Zwischen Kamineinsatz und Verkleidung darf keine direkte Verbindung bestehen.
ist aus Formstücken aus Schamotte für Hausschornsteine oder Blechrohren aus mindestens 2 mm dicken Stahlblech nach DIN 1623, DIN 1298, DIN EN 1856 und entsprechenden Formstücken herzustellen. Abgasrohre innerhalb der Verkleidung des Kamineinsatzes müssen mit mindestens dicken formbeständigen, nicht brennbaren Steinfasermatten der Klasse A1 nach DIN 4102 Teil 1, mit einer Anwendungsgrenztemperatur von mindestens 750 °C bei Prüfung nach DIN 52271 und einem Bindemittel von nicht mehr als 1,2% ummantelt...
Hinweise Herstellers korrekten Ausführung Abgassystems beachten! Der Erbauer ist verantwortlich für die ordnungsgemäße dauerhaft dichte Ausführung des Abgassystems und muss dies dem Betreiber bei Inbetriebnahme schriftlich betätigen. Die Abgase der RLU Kamineinsätze sind in einen einfach belegten Schornstein oder in einen Abgasschacht eines einfach belegten Luft- Abgas-Schornstein (LAS-Schornstein) einzuleiten! Auf Grund der zum Teil sehr niedrigen Abgastemperaturen ist eine Überprüfung und Auslegung der Abgasanlage (des Schornsteins) auf Tauglichkeit notwendig.
4.4.2. Mindestquerschnitte Konvektionsluft Die Mindestquerschnitte für die Konvektionsluft Zuluft und Umluft (Warmluft und Kaltluft) in der Verkleidung bzw. der Heizkammer sind wie nachstehend auszuführen. Zuluft 100 cm² an oberen Stellen in der Verkleidung Umluft 80 cm² an unteren Stellen der Verkleidung Zuluft 1000 cm²...
Der Erbauer muss den Betreiber über die Funktionsweise und die richtigen Handhabung der Kaminanlage in Kenntnis setzen. 4.4.4. Geschlossene Kaminanlagenverkleidung Bei Kaminanlagen, die bestimmungsgemäß die Wärmeabgabe über die äußere Kaminverkleidung (Grundofen, Hypokaustenanlage, Anlagen mit verschließbaren Konvektionsluftöffnungen etc.) also über Wärmestrahlung der Verkleidung an die Umgebung abgeben, sind folgende Punkte unbedingt zu beachten: ...
5. Allgemeine Aufbauhinweise für Aufstellräume aus nicht brennbaren Baustoffen Wichtiger Hinweis: Die Brennzelle darf nicht auf schwimmenden Estrich aufgestellt werden, sondern nur auf tragfähigem Verbundestrich. Die Tragkraft muss gegeben sein! In der Kaminverkleidung muss eine Reinigungsöffnung für das Abgasrohr und bei entsprechenden Produkten für Wasser-, Heizungs- und Stromanschlüsse vorgesehen werden!
Dämmung der Heizkammer gemäß den Wärmedämmstoffdicken der technischen Daten Wandmuffe ggf. mit Dichtschnur 10 Abgasrohr (Verbindungsstück) 11 Zuluftgitter (Warmluftaustritt) Die Platzierung ist so zu wählen, dass zwischen Oberkante des Gitters und der Decke 500 mm Abstand ist. 12 Heizkammer 13 Kaminanlagenverkleidung aus nicht brennbarem Baustoff 14 Montagerahmen mit Isolierstreifen 15 separater Verbrennungsluftanschluss 16 Umluftgitter (Kaltluftzufuhr)