9.2
9.2 EVU-Sperre / Sperre des Wärmepumpenbetriebs
Von den Energie-Versorgungs-Unternehmen (EVU) kann eine
zeitweise Abschaltung der Wärmepumpe zur Bedingung für
günstige Strombezugstarife gemacht werden. Während einer
EVU-Sperre
wird
die
Spannung
unterbrochen.
Bei Anlagen ohne EVU-Sperre muss an den entsprechenden
Klemmstellen die beigelegte Brücke eingelegt werden.
Die Einstellung der EVU-Sperre erfolgt im Menü „Einstellungen
2. Wärmeerzeuger – EVU-Sperre".
Bei
bivalenten
Anlagen
unterschiedlich reagiert werden:
EVU1: Wärmepumpe gesperrt, der zweite Wärmeerzeuger wird
nur in Leistungsstufe 3 (siehe Kap. 9.4 auf S. 21) freigegeben.
9.3 Ansteuerung des 2. Wärmeerzeugers
9.3.1
Ansteuerung von Tauchheizkörpern
In
monoenergetischen
Anlagen
Zusatzheizungen
verwendet.
wärmebedarfsabhängig ein- bzw. ausgeschaltet, wenn im
9.3.2
Konstant geregelter Heizkessel (Mischerregelung)
Bei dieser Kesselart wird das Kesselwasser bei Freigabe vom
Wärmepumpenregler
immer
Temperatur (z.B. 70°C) aufgeheizt. Die eingestellte Temperatur
muss
so
hoch
eingestellt
Warmwasserbereitung bei Bedarf über den Kessel erfolgen
kann.
Die
Regelung
9.3.3
Gleitend geregelter Heizkessel (Brennerregelung)
Im Gegensatz zu einem konstant geregelten Kessel liefert der
gleitend geregelte Kessel direkt die der Außentemperatur
entsprechende
Heizwassertemperatur.
Umschaltventil hat keine Regelfunktion, sondern nur die
Aufgabe, den Heizwasserstrom, je nach Betriebsmodus, am
Kesselkreis vorbei oder durch den Kessel durchzuführen.
Bei reinem Wärmepumpenbetrieb wird das Heizungswasser am
Kessel vorbei geführt, um Verluste durch Wärmeabstrahlung des
9.3.4
Sonderprogramm für ältere Heizkessel und Zentralspeicheranlagen
Wurde der zweite Wärmeerzeuger angefordert und im Menü
„Einstellungen
-
2.
Wärmeerzeuger"
Sonderprogramm
aktiviert,
mindestens 30 Stunden lang in Betrieb. Verringert sich in dieser
Zeit der Wärmebedarf, so geht der zweite Wärmeerzeuger in
„Bereitschaftsbetrieb" (2. Wärmeerzeuger an Spannung, aber
Mischer ZU). Ganz abgeschaltet wird er erst dann, wenn 30
Stunden lang keine Anforderung an den 2. Wärmeerzeuger
vorliegt.
D-20
an
der
Klemme
ID3
kann
auf
eine
EVU-Sperre
werden
elektrische
Diese
werden
auf
eine
fest
eingestellte
werden,
dass
auch
des
Mischers
wird
vom
Das
3-Wege-
das
sogenannte
bleibt
der
2.Wärmeerzeuger
EVU2: Wärmepumpe gesperrt, bei einer Wärmeanforderung
wird der 2. Wärmeerzeuger freigegeben.
EVU3:Wärmepumpe gesperrt, der zweite Wärmeerzeuger wird
unterhalb der einstellbaren Grenztemperatur EVU3 freigegeben.
Für monoenergetische und monovalente Anlagen wird während
einer EVU-Sperre der 2. Wärmeerzeuger generell gesperrt. Die
Einstellung der EVU-Sperre ist ausgeblendet.
HINWEIS
Für eine externe Sperre des Wärmepumpenbetriebs, die sich nicht
automatisch nach max. 2 Stunden zurücksetzt ist der externe
Sperreingang (Kontakt ID4) zu verwenden. Bei Unterschreitung der
minimal zulässigen Rücklauftemperatur wird auch bei anliegendem
Sperrsignal die Wärmepumpe freigegeben.
Vorkonfigurationsmenü die Betriebsweise „Monoenergetisch"
gewählt und die eingestellte Grenztemperatur (siehe Kap. 9.1
auf S. 19) unterschritten wird.
Wärmepumpenregler übernommen, der bei Bedarf den Kessel
anfordert und so viel heißes Kesselwasser beimischt, dass die
gewünschte Rücklaufsoll- bzw. Warmwassertemperatur erreicht
die
wird. Der Kessel wird über den Ausgang 2. Wärmeerzeuger des
Wärmepumpenreglers angefordert und die Betriebsweise des 2.
Wärmeerzeugers ist auf „konstant" zu codieren.
Kessels zu vermeiden. Ist bereits eine witterungsgeführte
Brennerregelung vorhanden, muss die Spannungszufuhr zur
Brennerregelung bei ausschließlichem Wärmepumpenbetrieb
unterbrochen sein. Dazu ist die Ansteuerung des Heizkessels
am Ausgang 2. Wärmeerzeuger des Wärmepumpenreglers
anzuschließen und die Betriebsweise des 2. Wärmeerzeugers
auf „gleitend" zu codieren. Die Kennlinie der Brennerregelung
wird entsprechend zum Wärmepumpenregler eingestellt.
Diese Funktion kann bei bivalenten Anlagen wie folgt genutzt
werden:
1)
Bei älteren Öl- bzw. Gaskesseln, um Korrosionsschäden
wegen häufiger Taupunktunterschreitungen zu vermeiden.
2)
Bei Zentralspeicheranlagen, damit die Speicherladung
unabhängig vom momentanen Wärmebedarf für den
Folgetag sichergestellt ist.