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Inhaltsverzeichnis Profiling Leitfaden Erstellen eines Profils Voraussetzungen Erstellen eines Profils mit eingebundenen Effekten Abhören während des Profiling-Vorgangs Nebengeräusche vermeiden Was darüber hinaus zu beachten ist Verkabelung der Komponenten Verkabelung, um einen Verstärker zu profilen Verkabelung, um zusätzlich einen Bodeneffekt einzubinden Verkabelung, um eine computerbasierte Verstärkersimulation zu profilen Der Profiling-Vorgang Verfeinern des Profils [Refining]...
-auslöschungen wird erkannt und zu einem Bestandteil des Profils. Machen sie sich keine Sorgen, wenn das bereits zu kompliziert klingt. Sie müssen nur wissen, dass der Profiler die scheinbar verrückten Messtöne benötigt, um herauszufinden, wie der Referenz-Amp seinen Klang dynamisch im Laufe der Zeit verändert.
Da der Profiler während des Profiling-Vorgangs ausschließlich seine eigenen Testtöne zum Referenz-Amp schickt, hat der Klang der Gitarre keinerlei Einfluss auf das Ergebnis. Der Profiler ist so konzipiert, dass er auf jede Gitarre exakt so reagiert, wie es der Referenz-Amp auch getan hätte.
✔ ✔ Stellen sie sicher, dass sie das zuvor ausgewählte Referenz-Rig im Profiler hören, wenn sie beim A/B Vergleich auf „Kemper Amp“ schalten bzw. dass der Referenz-Amp zu hören ist, wenn sie auf „Reference Amp” wechseln. Sollte das nicht der Fall sein, überprüfen sie die Verkabelung zwischen dem Referenz-Amp und dem Profiler.
VERKABELUNG DER KOMPONENTEN Verkabelung der Komponenten Verkabelung, um einen Verstärker zu profilen Hier einige Beispiele, wie sie den Kemper Profiler mit ihrem Equipment für das Profiling verbinden müssen: • Verbinden sie ihre Gitarre mit der vorderen INPUT-Buchse des Profilers. Verbinden sie den DIRECT OUTPUT/SEND des Profilers mit dem Gitarreneingang des Referenz-Amps.
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Line-Ausgang der Load-Box direkt mit dem RETURN INPUT am Profiler verbinden. Der Referenz-Amp, von dem das Profil erstellt werden soll, muss mit dem Profiler so verkabelt werden, dass nur der Profiler Signale sendet und empfängt. Dadurch wird der Profiler zu einer Art Abhörzentrale.
Return ✔ ✔ Der Profiler kann nur exakte Profile von Kombinationen aus Bodeneffekten, wie Overdrive, Boostern, Distortion, Equalizern und Filtern, Röhrenvorverstärkerpedalen usw. und dem Referenz-Amp erstellen. Der Versuch, Effekte wie Delay, Reverb oder Modulationseffekte einzubinden, wird keine brauchbaren Ergebnisse liefern.
Wählen sie als erstes ein Referenz-Rig aus ihrem Bestand im Browse-Modus und stellen sie dann den Wahlschal- ter (Chicken Head) auf den Profiler Modus. Wählen sie am besten ein Rig, dessen Sound dem Charakter des Referenz-Amps ähnelt. Dadurch wird es einfacher, das bereits bestehende Rig mit dem Setup zu vergleichen, von dem sie ein Profil erstellen wollen.
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Drücken sie nun den Softtaster „Next“. Auf dieser Seite teilen sie dem Profiler mit, ob der Sound, von dem sie ein Profil erstellen wollen, verzerrt („Dis- torted“) oder unverzerrt („Clean“) ist, indem sie den entsprechenden Softtaster drücken. Sollte der Referenz-Amp einen unverzerrten Sound haben, so wählen sie „Clean“.
Dadurch entstehen Intermodulationen in der Verzerrung, die der Profiler für den Refining-Vorgang benötigt. Schlagen sie die Saiten richtig hart an, um Transienten zu erzeugen, die der Profiler analysieren kann. Drücken sie anschließend den blinkenden Soft-Taster „Finish“, um den Vorgang zu beenden. Vergleichen sie das Resultat mit dem Referenz-Amp und wiederholen sie den Vorgang im Bedarfsfall.
DER PROFILING-VORGANG Das fertige Profil Nach dem erfolgreichen Profiling kann das neue Profil in Form eines neuen Rigs im Profiler gespeichert werden. Wir empfehlen ihnen, das Rig abzuspeichern, bevor sie die Parameter verstellen, um den Originalklang festzuhalten. Herzlichen Glückwunsch! Sie haben soeben einen neuen Amp und ein neues Cabinet zum Arsenal ihres Profilers hinzugefügt.
KEMPER PROFILER Profil eines Verstärkers ohne Lautsprecher [„Direct Amp-Profil“] Bisher haben wir Gitarrenverstärker und Gitarrenboxen gemeinsam geprofilt. Das Ergebnis ist ein sogenanntes „Studio-Profil“. Es ist auch möglich in einem Profil ausschließlich den Sound des Gitarrenverstärkers einschließlich seiner Endstufe abzubilden. Ein solches Profil bezeichnen wir als „Direct Amp-Profil“. Wenn ein Direct Amp Profil später entweder durch die im PowerHead bzw.
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Return Input Speaker Thru Neben der DI-Box selbst benötigen sie natürlich einen Profiler mit eingebauter Class-D-Endstufe oder eine ver- gleichbare externe Endstufe, denn sonst können sie ihre Direct Amp Profile nicht ausprobieren. Aufbau, um ein Direct Amp-Profil zu erzeugen: ♦...
PUT des PowerHead bzw. PowerRack an. • Spielen sie Gitarre und drehen sie „Monitor Volume“ vorsichtig auf. • Erledigt! Der Profiler wird nun in Verbindung mit der Gitarrenbox denselben Sound produzieren wie der Referenz- Amp zuvor. • Speichern sie ihr neues Direct Amp-Profil.
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Wenn sie vorher bereits die Verkabelung zur Erstellung beider Profile vorbereiten möchten, so können sie das Mikrofon schon einmal vor dem Lautsprecher in Position bringen. Allerdings können Mikrofon und DI-Box nicht gleichzeitig am RETURN angeschlossen werden, denn der Profiler unterstützt beim Profilen immer nur ein Signal. •...
Für den Fall, dass sie sich für die technischen Details des Profiling-Vorgangs interessieren: In der ersten Phase hören sie ein ansteigendes Rauschen. Damit misst der Profiler den Frequenzgang des Verstär- kers und des Signalwegs. Dieser Frequenzgang ändert sich mit zunehmender Lautstärke und Verzerrung massiv.
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DER PROFILING-VORGANG angeregt. Sie vervollständigen das charakteristische Interferenzmuster, welches der Profiler nach Abschluss der Messung perfekt reproduziert.