4.4.3 Alarmrichtung
Bei zunehmenden oder abnehmenden Gasmesswerten können Relais durch eine Alarmschwelle
ausgelöst werden. Bei den meisten Anwendungen sind Alarmschwellen für die Zunahme erfor-
derlich; eine Ausnahme ist die Sauerstoffüberwachung, bei der es sich überwiegend um einen
Alarm für die Abnahme handelt.
Die Standard-Alarmrichtung für Sauerstoffsensoren ist abnehmend oder abwärts.
Die Standard-Alarmrichtung für alle anderen Sensoren ist steigend oder aufwärts.
Die Alarmrichtung kann auf steigend/aufwärts oder abnehmend/abwärts eingestellt werden.
Die Alarmrichtung für den Sauerstoffsensor kann direkt durch UI geändert werden, oder auch
durch Modbus, Bluetooth
Die Einstellung der Alarmrichtung aller anderen Sensoren kann nur durch Modbus, Bluetooth
oder HART verändert werden.
4.4.4 Alarm aktivieren / deaktivieren
Der Benutzer kann Alarme deaktivieren, indem er diese Einstellung ändert.
Der Standardwert für diese Einstellung ist „aktiviert".
Der Benutzer kann diese Einstellung auf „aktiviert" oder „deaktiviert" umstellen.
5
Kalibrierung
Kalibrierung ist der Vorgang, bei dem dem Transmitter eine bekannte Menge an Gas zugeführt
wird, damit der Transmitter die Präzision und Genauigkeit der Messungen anpassen kann, die im
normalen Betriebsmodus vorgenommen werden. Dieser Vorgang stellt sicher, dass Gasmes-
sungen so genau wie möglich sind.
Warnungen zur Kalibrierung – vor der Kalibrierung lesen
S5000-Sensoren werden zwar werkseitig kalibriert, es wird aber eine weitere Kalibrierung
empfohlen, nachdem die Einheit in ihrer endgültigen Umgebung installiert wurde.
WARNUNG!
Verwenden Sie Nullgas, wenn Sie den Nullabgleich des S5000-Transmitters durchführen und
Hintergrundgas vorhanden sein kann. Anderenfalls kann es zu einer nicht ordnungsgemäßen
Kalibrierung kommen.
Kalibrieren Sie immer für das am wenigsten empfindlich ansprechende Gas oder den am
wenigsten empfindlich ansprechenden Dampf (Kategorie mit einer höheren Zahl), die für die
Messung erwartet werden. Anderenfalls kann es zu falschen Gerätewerten kommen.
VORSICHT!
Schließen Sie das Gerät mindestens eine volle Stunde vor dem Kalibrierversuch an die Stromver-
sorgung an.
Um einen voll funktionsfähigen Sensor zu gewährleisten, führen Sie bei der ersten Inbetrieb-
nahme und anschließend in regelmäßigen Abständen eine Kalibrierung durch.
5.1
Kalibriergeräte
Es wird eine Gasflasche mit einer bekannten Gaskonzentration benötigt, die für den Messbereich
geeignet ist. Sensoren werden mit vordefinierten Probegaswerten ausgeliefert, die für den Mess-
bereich geeignet sind.
Alle Kalibrierhardware für XCell-Sensoren ist in einem praktischen Kalibrierset enthalten. Es
enthält einen Tragekoffer für zwei Zylinder, ein 0,5 l/min-Druckminderer-Ventil für passive
Sensoren oder ein 1 l/min-Druckminderer-Ventil für IR400-Sensoren und digitale Sensoren,
Schläuche und andere Zubehörteile für die verschiedenen Sensortypen. Das Kalibrierset kann
gesondert bestellt werden (CALKIT1) oder als Single-Line-Artikel mit der Gasflasche. Siehe Tab.
11 mit einer vollständigen Liste von Prüfgasflaschen.
Die Sensorkörper von digitalen Sensoren für toxische Gase, von Sauerstoffsensoren und von
katalytischen Sensoren sind gleich konstruiert und funktionieren mit derselben Kalibrierhardware.
Ein schwarzer Kunststoff-SensorGuard muss vor der Kalibrierung mit der Unterseite des Sensor-
körpers verschraubt und nach der Kalibrierung entfernt werden. Der Kalibrierschlauch muss durch
einen grünen Gummi-Stoßschutz geführt und dann am Einlass des SensorGuards befestigt
®
oder HART.
General Monitors S5000
Kalibrierung
®
DE
45