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JUMO mTRON T Mess-, Regel- und Automatisierungssystem Multifunktionspanel 840 Schnittstellenbeschreibung Modbus 70506000T92Z000K000 V3.00/DE/00575641...
1 Einleitung Verfügbare technische Dokumentation Für das Mess-, Regel- und Automatisierungssystem stehen die nachfolgend genannten Doku- mente zur Verfügung (bisherige Dokumentennummer in Klammern). 1.1.1 Allgemein Produkt Dokumentation Art gedruckt PDF-Datei Mess-, Typenblatt 70500000T10... Regel- und Systemhandbuch 70500000T90... Automatisierungs- (B 705000.0) system Anleitung Setup-Programm 70500000T96...
1 Einleitung Inhalt der technischen Dokumentation Die Dokumentation für das Mess-, Regel- und Automatisierungssystem wendet sich an Anla- genhersteller und Anwender mit fachbezogener Ausbildung. Sie ist modular aufgebaut und be- steht aus unterschiedlichen Teilen. In den folgenden Unterkapiteln werden die verschiedenen Arten von Dokumenten aufgeführt (bisherige Dokumentennummer in Klammern).
1 Einleitung 7050XX00T90... (B 7050XX.0) Betriebsanleitung Die Betriebsanleitungen der einzelnen Module enthalten alle Informationen über die Montage, den elektrischen Anschluss, die Inbetriebnahme, die Bedienung und - falls erforderlich - die Pa- rametrierung und die Konfiguration. 7050XX0XT92... (B 7050XX.2.X) Schnittstellenbeschreibung Die Schnittstellenbeschreibung liefert Informationen über die Verwendung der betreffenden Schnittstelle und die Kommunikation mit anderen Geräten, übergeordneten Systemen oder be- stimmten Sensoren.
Vorgehensweise beim Download: Schritt Tätigkeit Auf der JUMO-Internetseite im Suchfeld (oben rechts) die Nummer der betreffenden Pro- duktgruppe eingeben (z. B. 705001 für die Zentraleinheit) und die Suche starten. Die Ergebnisse der Suche werden aufgelistet. Podukt auswählen (auf den Link klicken).
1 Einleitung Sicherheitshinweise 1.3.1 Warnende Zeichen GEFAHR! Dieses Zeichen weist darauf hin, dass ein Personenschaden durch Stromschlag eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden. WARNUNG! Dieses Zeichen in Verbindung mit dem Signalwort weist darauf hin, dass ein Personenscha- den eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
2 Schnittstellen anschließen Lage der Schnittstellen Das Multifunktionspanel verfügt serienmäßig über eine LAN-Schnittstelle. Diese ist zur Über- tragung unter Verwendung des HTTP-Protokolls (z. B. PC mit Setup-Programm oder Web- browser) oder des Modbus-Protokolls (Modbus/TCP, Master oder Slave) vorgesehen. Optional sind zwei serielle Schnittstellen erhältlich (Com1 und Com2, 9-polig), welche wahlwei- se als RS232 oder RS422/485 eingesetzt werden können.
2 Schnittstellen anschließen Verwendung der Schnittstellen Schnittstelle Verwendung für ... USB-Device-Schnittstelle • Setup-Programm USB-Host-Schnittstelle 1 • Anschluss eines USB-Speichersticks USB-Host-Schnittstelle 2 • Anschluss eines USB-Speichersticks Systembus In • Anschluss an Basismodul • Anschluss an Routermodul Systembus Out • Anschluss an Routermodul LAN-Schnittstelle •...
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2 Schnittstellen anschließen HINWEIS! Zum Anschluss der RS232-Schnittstelle ist eine Anschlussleitung mit Abschirmung zu ver- wenden. Zum Anschluss der RS422/485-Schnittstelle ist eine verdrillte Anschlussleitung mit Abschir- mung zu verwenden. Um Übertragungsfehler zu vermeiden, dürfen nur die oben aufgeführten Signale angeschlos- sen werden.
2 Schnittstellen anschließen Serielle Schnittstelle Setup-Dialog Parameter Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Protokoll Modbus-Slave Modbus RTU (Multifunktionspanel als Modbus-Slave) Modbus-Master Modbus RTU (Multifunktionspanel als Modbus-Master) Barcode An der Schnittstelle soll ein Barcode- Scanner betrieben werden. Baudrate Baudrate, mit der die Schnittstelle betrieben wird. 9600 9600 Baud 19200...
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2 Schnittstellen anschließen Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Geräteadresse 1 ... 254 Geräteadresse Die Geräteadresse des Multifunktions- panels darf beim Schnittstellentyp RS422/485 innerhalb einer Verbindung (mehrere Geräte an einem Bus) nur ein- mal vorkommen. Beim Schnittstellentyp RS232 ist sie von geringerer Bedeu- tung, da nur ein Gerät an der seriellen Schnittstelle angeschlossen sein darf.
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2 Schnittstellen anschließen Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Init-String AT&FE0X3Q1&K0S0=1&D0&W0&Y0 AT-Befehl zur Initialisierung des Modems (ASCII; max. 40 Zeichen) Mit diesem werkseitig eingestellten Initi- alisierungsstring wird das Modem so konfiguriert, dass es von außen anrufbar ist, selbst abhebt und Modbus-Befehle entgegennimmt. Anwahl-String ATDT AT-Befehl zum Verbindungsaufbau durch das Modem...
2 Schnittstellen anschließen Anwahl-String, Abwahl-String Anwahl- und Abwahl-String sind erforderlich, wenn das Modem im Alarmfall eine Verbindung ins Internet (E-Mail-Versand über E-Mail-Server) oder zu einem PC mit Prozessvisualisie- rungs-Software aufbauen soll. Weitere Einstellungen Nach Betätigen der Schaltfläche “...” öffnet sich dieses Fenster: Parameter Parameter Auswahl/Einstellungen...
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2 Schnittstellen anschließen Anschluss eines PC/Notebook mit 9-poliger Sub-D-Buchse an Com1/Com2 (2) RxD (3) TxD (5) GND Com1/Com2 PC/Notebook Anschluss eines PC/Notebook mit 25-poliger Sub-D-Buchse an Com1/Com2 (2) RxD T x D (3) TxD R x D R T S C T S (5) GND Com1/Com2...
2 Schnittstellen anschließen Ethernet-Schnittstelle Allgemeines Zur Nutzung der Ethernet-Schnittstelle ist ein Patch-/Crossover-Kabel erforderlich, welches mit einem RJ45-Stecker ausgestattet ist. Die Konfiguration der Ethernet-Schnittstelle erfolgt eben- falls in der Setup-Software. Erforderliche Parameter wie DHCP-Funktionalität, IP-Adresse, Subnetz-Maske, Gateway-Ad- resse, DNS-Gerätename, DNS-Server und Transferrate können im Setup-Programm unter >...
2 Schnittstellen anschließen Ethernet-Einstellungen für Modbus/TCP In diesem Menü werden die Einstellungen für die Betriebsart Modbus/TCP vorgenommen. Ar- beitet das Multifunktionspanel als Modbus-Master, kann es mit bis zu vier externen Geräten (Modbus-Slaves; Gerät 1 ... 4) kommunizieren. Arbeitet es als Modbus-Slave, können zwei ex- terne Geräte (Modbus-Master) gleichzeitig auf das Multifunktionspanel zugreifen.
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2 Schnittstellen anschließen HINWEIS! Die Übertragungszeiten in einem Ethernet-Netzwerk hängen u. a. von der Netzwerkarchitek- tur und der Auslastung ab. Dadurch kann es zu Verzögerungen bei der Aktualisierung von Prozesswerten kommen.
3 Modbus-Protokollbeschreibung Master-Slave-Prinzip Die Kommunikation zwischen einem Master (z. B. PC, Notebook oder Zentraleinheit) und ei- nem Slave-Gerät (z. B. Mess- und Regelsystem) mit Modbus findet nach dem Master-Slave- Prinzip in Form von Datenanfrage/Anweisung - Antwort statt. Master Slave 1 Slave 2 Slave n Der Master steuert den Datenaustausch, die Slaves haben lediglich Antwortfunktion.
3 Modbus-Protokollbeschreibung Zeitlicher Ablauf der Kommunikation Zeichenübertragungszeit Die Zeichenübertragungszeit (Zeit für die Übertragung eines Zeichens mit 8 Datenbits) ist ab- hängig von der Baudrate und der Bitanzahl des Zeichens (siehe Tabelle zum Datenformat): Zeichenübertragungszeit [ms] = 1000 × Bitanzahl / Baudrate Baudrate [Bd] Bitanzahl Zeichenübertragungszeit [ms]...
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3 Modbus-Protokollbeschreibung HINWEIS! Im Multifunktionspanel kann über die Setup-Software unter HMI > K > ONFIGURATIONSEBENE eine minimale Antwortzeit eingestellt werden. Diese eingestellte ERIELLE CHNITTSTELLE Zeit wird mindestens eingehalten, bevor eine Antwort gesendet wird (0 ... 500 ms). Wird ein kleiner Wert eingestellt, so kann die Antwortzeit größer sein als der eingestellte Wert (die in- terne Bearbeitungszeit ist länger), das Multifunktionspanelantwortet dann unmittelbar nach- dem die interne Bearbeitung abgeschlossen ist.
3 Modbus-Protokollbeschreibung Aufbau eines Modbus-Telegramms Datenstruktur Alle Telegramme haben die gleiche Struktur: Slave-Adresse Funktionscode Datenfeld Checksumme 1 Byte 1 Byte x Byte 2 Byte Jedes Telegramm enthält vier Felder: Slave-Adresse Geräteadresse eines bestimmten Slaves Funktionscode Funktionsauswahl (Lesen/Schreiben von Worten) Datenfeld Enthält die Informationen (je nach Funktionscode) - Wortadresse/Bitadresse - Wortanzahl/Bitanzahl...
3 Modbus-Protokollbeschreibung HINWEIS! Über die RS485-Schnittstelle können maximal 31 Slaves angesprochen werden. Die Geräteadresse 0 ist als Modbus-Rundrufadresse (Broadcast) reserviert: Eine Anweisung der Masters an Adresse 0 wird von allen Slaves ausgeführt, es antwortet jedoch keiner darauf (da es sonst zu einer Datenkollision kommen würde). Im Übertragungsprotokoll wird die Adresse im Binärformat angegeben.
3 Modbus-Protokollbeschreibung Hexadezimale Berechnung Dezimale Berechnung Bitadresse = (0x0009 × 0x10) + 0x8 Bitadresse = (9 × 16) + 8 Ergebnis: 98 Ergebnis: 152 3.6.1 Lesen von n Bit Mit dieser Funktion werden n Bit ab einer bestimmten Adresse gelesen. Datenanfrage Slave-Adresse Funktion...
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3 Modbus-Protokollbeschreibung Datenanfrage: 00 31 00 02 ED 80 Slave Funktion Antwort: D1 79 Slave Funktion Bytes Bitwert Der Wert der ausgelesenen Bits ist 02 (= 2 = 10 ): Bit 0 = 0 und Bit 1 = 1 HINWEIS! Handelt es sich nicht um ein Bitfeld32, aus dem Bits eingelesen werden sollen, sondern um ein Bitfeld16, muss die Addition von 10 oder 16...
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3 Modbus-Protokollbeschreibung Ein Bitfeld64 besteht aus 4 Worten mit je 16 Bit. Das Wort mit der höchsten Wertigkeit wird im- mer zuerst übertragen. Danach das Wort mit der nächst niedrigeren Wertigkeit bis zum niedrigstwertigen Wort. Auch hier wird in jedem Wort das niedrigswertige Bit (lsb) zuerst über- tragen.
3 Modbus-Protokollbeschreibung 3.6.2 Lesen von n Worten Mit dieser Funktion werden n Worte ab einer bestimmten Adresse gelesen. Datenanfrage Slave-Adresse Funktion Adresse Wortanzahl Checksumme 0x03 oder 0x04 erstes Wort 1 Byte 1 Byte 2 Byte 2 Byte 2 Byte Antwort Slave-Adresse Funktion Anzahl...
3 Modbus-Protokollbeschreibung 3.6.3 Schreiben eines Bit Bei der Funktion Bit-Schreiben sind die Datenblöcke für Anweisung und Antwort identisch. Anweisung Slave-Adresse Funktion Bitadresse Bit-Wert Checksumme 0x05 1 Byte 1 Byte 2 Byte 2 Byte 2 Byte Bit-Wert xx = 00: Bit wird auf 0 gesetzt Bit-Wert xx = FF: Bit wird auf 1 gesetzt Antwort Slave-Adresse...
3 Modbus-Protokollbeschreibung Übertragungsformate (Integer-, Float-, Double- und Text- Werte) Zum Auslesen von Integer-, Float, Double- und Text-Werten wird die Funktion 0x03 oder 0x04 (Lesen von n Worten) verwendet. Datenanfrage Slave-Adresse Funktion Adresse Wortanzahl Checksumme 0x03 oder 0x04 erstes Wort 1 Byte 1 Byte 2 Byte 2 Byte...
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3 Modbus-Protokollbeschreibung 3.7.2 Float-Werte Modbus arbeitet bei Float-Werten mit dem IEEE-754-Standard-Format (32 Bit), allerdings mit dem Unterschied, dass Byte 1 und 2 mit Byte 3 und 4 vertauscht sind. Single-Float-Format (32 Bit) nach Standard IEEE 754 SEEEEEEE EMMMMMMM MMMMMMMM MMMMMMMM Byte 1 Byte 2 Byte 3...
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3 Modbus-Protokollbeschreibung HINWEIS! Die Reihenfolge der Bytes hängt davon ab, wie Float-Werte in der betreffenden Anwendung gespeichert werden. Eventuell müssen die Bytes im Schnittstellenprogramm entsprechend vertauscht werden. 3.7.3 Double-Werte Auch bei Double-Werten arbeitet Modbus mit dem IEE-754-Standard-Format (32 Bit). Im Ge- gensatz zu Float-Werten werden bei Double-Werten keine Bytes vertauscht.
3 Modbus-Protokollbeschreibung Beispiel In diesem Beispiel soll der Wert der Analog-Variable 1 an Adresse 0x1071 der Zentraleinheit ausgelesen werden. Der Wert soll hier 1234567.89 (0x4132D687E3D70A3D im IEEE-754-For- mat) sein. Datenanfrage: 10 71 00 04 D2 10 Slave Funktion Adresse Wortanzahl 1.
3 Modbus-Protokollbeschreibung Checksumme (CRC16) Berechnungsschema Anhand der Checksumme (CRC16) werden Übertragungsfehler erkannt. Wird bei der Auswer- tung ein Fehler festgestellt, antwortet das entsprechende Gerät nicht. CRC = 0xFFFF CRC = CRC XOR ByteOfMessage For (1 bis 8) CRC = SHR(CRC) if (rechts hinausgeschobenes Flag = 1 then else...
3 Modbus-Protokollbeschreibung Fehlermeldungen 3.9.1 Modbus-Fehlercodes Das Slave-Gerät antwortet nicht In folgenden Fällen antwortet der Slave nicht: • Baudrate und/oder Datenformat von Master und Slave stimmen nicht überein. • Die verwendete Geräteadresse stimmt nicht mit der im Protokoll enthaltenen Slave-Adres- se überein. •...
3 Modbus-Protokollbeschreibung 3.9.2 Fehlermeldungen bei ungültigen Werten Bei Messwerten im Float-Format wird die Fehlernummer im Wert selbst dargestellt, d.h. anstatt des Messwerts ist die Fehlernummer enthalten. Fehlercode bei Fehler Float-Werten 1,0 × 10 Messbereichsunterschreitung 2,0 × 10 Messbereichsüberschreitung 3,0 × 10 kein gültiger Eingangswert 4,0 ×...
3 Modbus-Protokollbeschreibung 3.9.3 Fehlercodes als Integer-Rückgabewerte Bei einigen längeren Abläufen (z. B. der E-Mail-Versand oder die aktive Übertragung von Frames als Modbus-Master) wird am Ende ein Fehlercode in ein Ergebnisfeld oder die Ereig- nisliste eingetragen. Fehlercodes Fehlercode Beschreibung Fehlerliste: Programm-Speicher-Verwaltung Programm kann nicht angelegt werden Programm nicht vorhanden Programm kann nicht gelöscht werden...
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3 Modbus-Protokollbeschreibung Fehlercode Beschreibung Editieren bei aktivem Programm unzulässig Kopieren bei aktivem Programm unzulässig HAND ist unzulässig bei AUTO-Vorlaufzeit Abschnittwechsel! Bildaufbau nötig Keine DB-Nummer Bildaufbau von SPS Keine DB-Nummer für Prozesswerte von SPS Drucker belegt oder nicht bereit Sollwert 1 wurde nicht programmiert Drucker einstellen (konfig.
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3 Modbus-Protokollbeschreibung Fehlercode Beschreibung Message Pool kann nicht erzeugt werden Speicher aus Message Pool kann nicht angefordert werden Message kann nicht gesendet werden Fehlerliste: Bearbeitung von MQX-Funktionen Task creation failed Hardware-Timer not created Fehlerliste: Flashbearbeitung Schreibfehler Datenflash Fehlerliste: Sonstige Fehler undefinierter Fehler Division durch Null Kann RAM nicht finden...
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3 Modbus-Protokollbeschreibung Fehlercode Beschreibung Unerwartetes BUSY vom Modem Unbekanntes Authentisierungs-Protokoll Unberücksichtigte LCP-Option Unerwartetes DELAYED vom Modem Unerwartetes NODIALTONE Unbekanntes PPP-Protokoll Unbekannter PAP-Code Unberücksichtigte IPCP-Option Unberücksichtigter IPCP-Code Unbekannter CHAP-Code IP-Checksumme falsch Unbekanntes IP-Protokoll Unbekannter ICMP-Typ Unbekannter LCP-Typ Als Client DNS-Anfrage empfangen Unbekannter DNS-Fehler DNS-Antwort ist aufgeteilt Per DNS keine IP empfangen...
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3 Modbus-Protokollbeschreibung Fehlercode Beschreibung TCP-Socket ist bereits geschlossen Fehlerhafte Frame-Konfiguration Fehlerliste: Filesystem-Bearbeitung Fehler beim Installieren des Partitions-Managers Fehler beim Installieren des Filesystems MFS Fehler beim Deinstallieren des Partitions-Managers Fehler beim Deinstallieren des Filesystems MFS...
4 Serielle Übertragungsmodi Modbus-Master-Betrieb über serielle Schnittstelle Schnittstellenparameter +Konfiguration der Frames RS232/ RS485 Modbus- 8 Read- Treiber Slave Frames Multifunktionspanel 8 Write- Modbus- Frames Slave Wenn das Multifunktionspanel als Master konfiguriert wurde, kann dieses auf dem Bus Anfra- gen an Slaves senden. Hier werden immer komplette Frames übertragen. Es ist erforderlich, die entsprechenden Modbus- und Geräteadressen bei den Einstellungen der Frames in der Setup-Software vorzugeben.
4 Serielle Übertragungsmodi Zeitlicher Ablauf Die jeweilige Schnittstelle sucht alle für sie konfigurierten Frames (Setup-Programm: HMI > > M > Menüpunkt S ). und ETUP ODBUS RAMES ZUM ESEN CHREIBEN CHNITTSTELLE überträgt diese der Reihe nach zyklisch, wie im unteren Bild beispielhaft an Frame 1, Frame 2 und Frame 3 dargestellt.
4 Serielle Übertragungsmodi RS232 und RS422/485 Die serielle Schnittstelle wird über zwei unterschiedliche Zusatzkarten für das Multifunktions- panel realisiert. Der Typ der eingesetzten Schnittstellenplatine, RS232 oder RS422/485, wird per Hardware-Kennung vom Multifunktionspanel automatisch erkannt. Diese Schnittstellen können im Modbus-Slave-Betrieb zum Anschluss von Visualisierungssoft- ware und auch für Modem-Verbindungen verwendet werden.
5 Ethernet-Übertragungsmodi Modbus/TCP Modbus/TCP nutzt Ethernet als Übertragungsstandard. Hierbei können zwei Übertragungs- möglichkeiten genutzt werden: • Modbus/TCP Slave zum Übertragen einzelner Werte • Modbus/TCP Master zum Übertragen ganzer Datenframes Der Vorteil des Einsatzes von Modbus/TCP und der Ethernet-Schnittstelle liegt in der höheren Geschwindigkeit und der firmenweiten Erreichbarkeit der angeschlossenen Geräte.
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5 Ethernet-Übertragungsmodi Beispiel: Lesen von n Worten Lesen der IP-Adresse des Multifunktionspanels. Es handelt sich hier im Beispiel um die Adres- se 10.10.1.69. Da jeder Bereich der IP-Adresse in einem Wort abgelegt wird, ist es hier erfor- derlich, dass 4 Worte, das sind 8 Byte, eingelesen werden. Siehe auch Modbus-Beispiel in Kapitel 3.6.2 "Lesen von n Worten", Seite 33.
5 Ethernet-Übertragungsmodi Vernetzung bei Modbus/TCP Das nachfolgende Bild gibt einen Überblick über die Vernetzung bei Verwendung des Modbus/ TCP-Protokolls: Ethernet Frame Modbus/TCP-Master Modbus/TCP-Slave Modbus/TCP-Slave IP = x.x.x.x IP = x.x.x.y IP = x.x.x.z (z. B. Zentraleinheit) (z. B. PC/SCADA) (z. B. Modbus-Gateway) Frame Frame Unit-ID = 0xFF...
5 Ethernet-Übertragungsmodi Basismodulen adressierbar. Letztere leiten den Frame dann an den dahinterliegenden Mod- bus-Knoten weiter. Zeitlicher Ablauf Die jeweilige Schnittstelle sucht alle für sie konfigurierten Frames (Setup-Programm: HMI > > M > Menüpunkt S ) und über- ETUP ODBUS RAMES ZUM ESEN CHREIBEN CHNITTSTELLE...
5 Ethernet-Übertragungsmodi Browser-Anschluss und Webserver Per HTTP-Protokoll kann auch mit einem Browser auf das Multifunktionspanel zugegriffen wer- den. Die dafür erforderliche URL ist die IP-Adresse des Multifunktionspanels (in obigem Bei- spiel 10.13.6.233). Dadurch wird auf die HTML-Startseite „index.htm“ zugegriffen, von der aus auf weitere HTML-Seiten verzweigt werden kann.
5 Ethernet-Übertragungsmodi E-Mail (SMTP und POP3) Das Multifunktionspanel kann E-Mails (z. B. Alarme) senden. Es ist in diesem Fall Master (Cli- ent) und kann SMTP-Server am Standard-Port (25) sowie POP3-Server am Standard-Port (110) ansprechen. Setup-PC IP=x.x.x.x IP=x.x.x.x Weltweites Internet Lokales Andere Subnetz Subnetze...
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5 Ethernet-Übertragungsmodi Proxy: Dient als Gateway vom lokalen Firmennetzwerk zum weltweiten Internet. Hier findet auch die Umset- zung von "lokalen" IP-Adressen (im Firmennetzwerk verwendet) in "einmalige" IP-Adressen (im Inter- net verwendet) statt. Die Geräte-Software kann keinen Proxy adressieren! Es gibt jedoch auch „transparente Proxys“, die weltweite IP-Adressen ohne spezielles Protokoll adressierbar machen.
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5 Ethernet-Übertragungsmodi HINWEIS! Bei „Senden über: Modem“ stellt das Modem eine Direktverbindung zum Internet her und es muss ein Mail-Server eingetragen werden, der sich im Internet befindet. HINWEIS! Informationen zur Konfiguration der E-Mail-Funktionalität sind in der Betriebsanleitung des Multifunktionspanels B 705060.0 zu finden. Senden einer E-Mail über Internet Hier bestehen in vielen Schritten Abhängigkeiten von konfigurierten Geräteparametern.
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5 Ethernet-Übertragungsmodi Bedingungen für E-Mail Senden erfüllt? Aktuelle eigene IP-Adresse laden Nein Konfiguration: Authentifizierung = SMTP-After-POP Anfrage an DNS-Server nach POP3-Server-Name Nein TCP-Verbindung zum POP3-Server aufbauen Einloggen in Mailkonto mit Username + Passwort TCP-Verbindung schließen (ohne E-Mail zu lesen) Anfrage an DNS-Server nach IP-Adr.
6 User-Frames Allgemeines Das Multifunktionspanel bietet dem Anwender die Möglichkeit, Modbus-Frames individuell für seine Applikation zusammenzustellen. Dadurch wird ein Höchstmaß an Flexibilität erreicht, und der Benutzer kann so den Datenaustausch auf dem Bus auf das für ihn nötige Maß redu- zieren.
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6 User-Frames Jede als Master konfigurierte Schnittstelle überträgt (lesend oder schreibend) die für sie konfigu- rierten Frames zur Gegenseite. Die Gegenseite empfängt diese Frames und antwortet. HINWEIS! Bei aktiver Übertragung als Modbus-Master werden Wiederholungsfehler in die Ereignisliste eingetragen. Entsprechende Fehlercodes sind dem Kapitel 3.9.3 „Fehlercodes als Integer- Rückgabewerte“...
6 User-Frames Zusammenstellen von Modbus-Frames Im Setup-Programm sind die Optionen „Modbus-Frames zum Lesen“ und „Modbus-Frames zum Schreiben“ unter S > HMI > N zu finden. ETUPNAME ETUP 6.3.1 Modbus-Frames zum Lesen Mit dieser Funktion lassen sich bis zu acht Modbus-Frames zum Lesen von Prozesswerten ex- terner Geräte (über Schnittstelle) individuell für die jeweilige Gegenseite zusammenstellen.
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6 User-Frames Parameter Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Kommentar Frame 1 Kommentar zur näheren Bezeichnung des Frames Werkseitig eingestellten Text verwenden oder Text editieren. Schnittstelle Die Auswahl entscheidet, ob der Frame aktiv als Master übertragen wird oder nur für Abfragen als Slave zur Verfügung steht. Im Falle von Modbus-Master wird auch die Schnittstelle vorgegeben, an welcher betreffende Frame verwendet wird.
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6 User-Frames Editieren Nach Betätigen der Schaltfläche „Editieren“ öffnet sich dieses Fenster: Parameter Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Variablen Analog-, Digital-, Integer- und Text-Variablen Inaktiv Keine Variable ausgewählt Variable auswählen Selektor zur Auswahl einer Variablen Datentyp Der Datentyp wird in Abhängigkeit von der Art des externen Eingangs im Setup- Programm voreingestellt.
6 User-Frames Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Faktor Durch Verwendung des Faktors ist es möglich, Fließkommawerte im Integer-For- mat zu übertragen. Der Sender muss die Daten vor dem Senden mit dem entspre- chenden Faktor multiplizieren. Im Empfänger müssen die Daten durch denselben Wert dividiert werden.
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6 User-Frames Setup-Dialog Parameter Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Kommentar Frame 1 Kommentar zur näheren Bezeichnung des Frames Werkseitig eingestellten Text verwenden oder Text editieren. Schnittstelle Die Auswahl entscheidet, ob der Frame aktiv als Master übertragen wird oder nur für Abfragen als Slave zur Verfügung steht. Im Falle von Modbus-Master wird auch die Schnittstelle vorgegeben, an welcher der betreffende Frame verwendet wird.
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6 User-Frames Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Geräteadresse 0 ... 1 ... 255 Geräteadresse des externen Gerätes (Modbus-Slave). Bei Schreibframes ist die 0 als Geräteadresse erlaubt. Modbus- 0x0000 ... 0xFFFF Modbus-Startadresse (Offset) des exter- Startadr. (Master) nen Slave-Gerätes (Multifunktionspanel als Modbus-Master) Das Setup-Programm verwendet die Startadresse als Ausgangswert für die Adressen der Einträge.
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6 User-Frames Editieren Nach Betätigen der Schaltfläche „Editieren“ öffnet sich dieses Fenster: Parameter Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Prozesswert Analog-, Integer- und Digitalsignale sowie Texte der Ein-/Ausgangsmodule und des Multifunktionspanels (inkl. Variablen und SPS) Inaktiv Kein Modul ausgewählt Modul auswählen (Quelle des Prozess- Der Prozesswert des betreffenden werts) Moduls kann im nachfolgenden Feld aus...
6 User-Frames Parameter Auswahl/Einstellungen Beschreibung Faktor Durch Verwendung des Faktors ist es möglich, Fließkommawerte im Integer-For- mat zu übertragen. Der Sender muss die Daten vor dem Senden mit dem entspre- chenden Faktor multiplizieren. Im Empfänger müssen die Daten durch denselben Wert dividiert werden.
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6 User-Frames Binär-/Bool-Wert Bitposition „Keiner“ Text Textlänge in Byte Text (1 Zeichen/Wort) Text (2 Zeichen/wort) Es wird nur das konfigurierte Bit ausgewertet Wertet weitere Bit von darüberstehenden Integer aus...
7 Modbus-Adresstabellen HINWEIS! Diese Tabellen sind für externe Geräte von Bedeutung, die als Modbus-Master auf das Mul- tifunktionspanel (als Modbus-Slave konfiguriert) zugreifen. Alternativ können externe Geräte auch unter Verwendung der Modbus-Frames auf das Multifunktionspanel zugreifen. HINWEIS! Wenn das Multifunktionspanel direkt über dessen IP-Adresse angesprochen wird (Modbus- Slave), ist es unter der Geräteadresse 255 erreichbar.
7 Modbus-Adresstabellen Adressen des Multifunktionspanels In den folgenden Tabellen sind wichtige Prozess- und Gerätedaten des Multifunktionspanels mit ihrer Adresse, dem Datentyp und der Zugriffsart aufgeführt. Zykluszeiten und Gerätename Adresse Datentyp/ Zugriff Signalbezeichnung Bitnummer Hex. Dez. 0x000A Long Softwareversion 0x009D Uint32 Modbus-Master TCP Gerät 1: Ist-Zykluszeit in 5 ms-Ticks 0x00B0 Uint32...
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7 Modbus-Adresstabellen Adresse Datentyp/ Zugriff Signalbezeichnung Bitnummer Hex. Dez. 0x1155 4437 Bool Externer Analog-Alarm Max 1 0x1156 4438 Bool Externer Analog-Alarm Max 2 0x... Bool Externer Analog-Alarm Max ... 0x118A 4490 Bool Externer Analog-Alarm Max 54 0x118B 4491 Int32 Externer Integer 1 0x118D 4493 Int32...