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elv RFP 500 Bedienungsanleitung Seite 5

On/Off
Unit
Peak/Avg.
Hold
/
Min
/
Max
Attn./Amp.
+
Zero/Ref.
Data Log.
2nd
Bild 4: Folientastatur des RFP 500
Einige Tasten sind mit einer dritten Un-
terfunktion belegt. Diese wird von der zwei-
ten Unterfunktion aus durch nochmaliges
Betätigen der 2nd-Taste aktiviert.
Die Einstellungen in den einzelnen
Funktionen erfolgen dabei immer mit den
Tasten „+" und „-" (Nebenfunktion der
Tasten „Attn./Amp." bzw. „Zero/Ref.").
Die eingestellten Werte werden mit dem
Verlassen der Unterfunktion automatisch
gespeichert.
Folgendes Beispiel verdeutlicht die ein-
fache Bedienung: Soll die Unterfunktion
zur Eingabe der Verstärkung eines vorge-
schalteten HF-Verstärkers aufgerufen wer-
den, sind die Tasten „2nd" und „Attn./
Amp." in angegebener Reihenfolge zu be-
tätigen. Mit den Tasten „+" und „-" ist die
Verstärkung einzustellen, die Speicherung
geschieht automatisch beim Verlassen der
Unterfunktion mittels „On/Off". Soll nun
auch noch die Frequenz des zu messenden
Signales eingegeben werden, so ist die dritte
Bedienebene durch folgende Tastenfolge
zu erreichen: „2nd", „Attn./Amp.", „2nd".
On/Off
Hauptfunktion:
- Ein- und Ausschalten des Gerätes
- Stoppen der Messwertspeicherung im
Datenloggermodus
- Verlassen von Unterfunktionen mit
automatischer Speicherung der ein-
gestellten Werte
Nach dem Einschalten des Gerätes er-
folgt zunächst ein Segmenttest des Dis-
plays. Danach wird kurz die Versionsnum-
mer der Firmware angezeigt. Nach dem
Einschalten wird immer der zuletzt aktive
Betriebsmode wiederhergestellt.
Unit
Hauptfunktion: Auswahl der Einheit des
angezeigten Messwertes
Bei jeder Tastenbetätigung wird die
nächste Einheit in folgender Reihenfolge
ausgewählt:
dBm
mW
dBu(V)
dBm ...
Die angezeigte Einheit „dBu" repräsen-
tiert dabei einen Messwert mit der mathe-
matisch korrekten Bezeichnung „dB V",
dies lässt sich auf dem Display so leider
nicht darstellen.
Die eigentliche Messung beruht auf der
Ermittlung des Leistungswertes in der Ein-
heit „dBm". Die Darstellung der Messwerte
in den anderen Einheiten basiert auf ent-
sprechenden mathematischen Umrechnun-
gen (siehe oben). Die dazu benötigten Zu-
satzinformationen wie Systemwellenwider-
stand und Referenzpegel sind in der zwei-
ten und dritten Bedienebene einstellbar.
Zweite Bedienebene: Einstellung des
Systemwellenwiderstandes
Der Systemwiderstand ist üblicherweise
50 . Dies entspricht auch dem Abschluss-
widerstand des Messkopfes. Um den Leis-
tungsmesswert in einen Spannungspegel
umzurechnen, muss ein Referenzwider-
stand zugrunde gelegt werden. Der hier
eingestellte Systemwiderstand gibt an, mit
welchem Widerstandswert die Berechnung
erfolgt. Zur Auswahl stehen hier die Werte
50
und 75 .
Zu beachten ist dabei, dass damit nicht
der Abschlusswiderstand des Sensors selbst
umgestellt wird; dieser ist unverändert 50 .
Bei Messungen in einem 75- -System ist
der Messkopf somit nicht exakt angepasst
und es ergeben sich entsprechende Mess-
unsicherheiten aufgrund der Fehlanpassung
(siehe oben).
Die Eingabe dieses Wertes hat nur Ein-
fluss bei der Anzeige eines Spannungs-
wertes (Einheiten „dB V" und „mV"). Bei-
spielsweise würde ein Messwert von 0 dBm
im 50- -System einem Spannungswert von
224 mV entsprechen, im 75- -System ei-
nem Wert von 274 mV.
Dritte Bedienebene: Eingabe des Re-
ferenzpegels
Die Darstellung des Messwertes als
relative Messgröße („dB") bedingt die De-
finition eines Referenzpegels, auf den sich
die Messung beziehen soll. Dieser Refe-
renzpegel ist im Bereich von -40 dBm bis
+20 dBm einstellbar. Der angezeigte Mess-
wert in „dB" ist dabei die Differenz zwi-
schen dem eigentlichen Messwert (in
„dBm") und dem Referenzpegel. Bei einem
eingestellten Referenzpegel von -25 dBm
und einem Messwert von +6 dBm würde
beim Umschalten in die Einheit „dB" ein
Messwert von +31 dB [+6 – (-25) = 31]
angezeigt.
Die Eingabe dieses Referenzwertes kann
unter bestimmten Bedingungen auch über
die Funktion „Zero/Ref." erfolgen. Dies
wird dort entsprechend näher erläutert.
Peak/Avg.
Hauptfunktion: Einstellung der Mess-
mV
dB
modi
Bei jeder Tastenbetätigung wird in fol-
gender Reihenfolge zwischen den Erfas-
sungsmodi umgeschaltet:
Avg.
Peak
In der Position „Avg." erfasst das Mess-
gerät die mittlere am Mess-Sensor umge-
setzte Leistung modulierter oder unmodu-
lierter Signale. Im Modus „Peak" wird die
Spitzenleistung, auch maximale Hüllkur-
venleistung (PEP = Peak Envelope Power)
genannt, gemessen. Bei gepulsten Signa-
len ist es bei bekanntem Tastverhältnis
(Duty Cycle) auch möglich, aus dem ge-
messenen Mittelwert die Hüllkurvenleis-
tung theoretisch zu berechnen, diese wird
üblicherweise mit Impulsleistung („Peak
DC") bezeichnet. Für diese Messung muss
dann der Duty Cycle in der zweiten Bedien-
ebene angegeben werden.
Zweite Bedienebene: Eingabe des Duty
Cycle
Für die theoretische Berechnung der
Impulsleistung ist hier der Duty Cycle
(Verhältnis der Pulsbreite t zur Perioden-
dauer T, siehe auch Abbildung 1) im Be-
reich von 1 % bis 100 % anzugeben.
Hold/Min/Max
Hauptfunktion: Speichern der aktuellen
Anzeige und Abrufen der Extremwerte
Bei jeder Tastenbetätigung wird in fol-
gender Reihenfolge zwischen den Mess-
werten umgeschaltet:
normale Messung
Max
normale Messung
Aus dem normalen Messmode heraus
bewirkt diese Funktion zunächst das „Ein-
frieren" des aktuellen Messwertes („Hold"),
nochmaliges Drücken der Taste zeigt den
kleinsten Wert („Min") seit dem Einschal-
ten des Gerätes, ein weiterer Tastendruck
bringt den größten Messwert („Max") zur
Anzeige. Die Segmente in der unteren Dis-
playzeile kennzeichnen die Messwerte ent-
sprechend.
Zweite Bedienebene: Aufrufen der
Werkseinstellungen (Reset)
Nach dem Aufrufen der Funktion zeigt
das Gerät im Display „RES". Der Reset
wird dann mit Betätigung der „+"-Taste
ausgeführt. Sowohl alle Einstellungen als
auch durchgeführte Kalibrierungen sind
anschließend in den Werkszustand zurück-
gesetzt.
Peak DC
Avg. ...
Hold
Min
5
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