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Modulationsart - Reuter-Elektronik Rdr54 Bedienungsanleitung

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Modulationsart

Dieser Parameter muss etwas anders betrachtet werden, als in herkömmlichen Geräten. Der Grund liegt
in der frequenzdiskreten Arbeitsweise des RDR54. Dabei erfolgt keine prinzipiell andere Signalverarbeitung
bei Einstellung einer anderen Modulationsart, sondern lediglich eine unterschiedliche Zuordnung von
Spektrallinien auf der Frequenzebene (sog. „Bins" ) zu den generierten Audiofrequenzen.
Die Modulationsart kann im Setup-Dialog ausgewählt werden (siehe unten). Folgende Einstellungen sind
möglich:
Auto: Automatische Detektion eines amplitudenmodulierten Signals mit Träger (A3E,
Rundfunksender).
Der Audiokanal ermittelt ständig die Spektrallinie mit dem höchsten Träger innerhalb der Anzeige. Die
zugehörige Frequenz wird als Trägerfrequenz des gesamten Signals innerhalb der Anzeige definiert,
alle anderen Signale werden als Seitenbänder angesehen und entsprechend weiterverarbeitet. Ein
einmal erkannter Träger wird ca. 1 s lang „gehalten", auch wenn andere Signale kurzzeitig höhere
Werte erreichen. Bei Frequenzverstellung wird der Träger sofort „verworfen".
DSB: Zweiseitenbandsignal ohne Trägerauswertung.
Der Kanal verarbeitet alle Signale so, als wäre exakt auf der Mittellinie des Spektrum-Diagramms ein
Träger vorhanden und erzeugt beidseitig davon die Audiosignale entsprechend dem Abstand und
Pegel der Spektrallinien von der Mittellinie.
LSB: „Lower Sideband", Unteres Seitenband:
Der Kanal erzeugt Audiosignale entsprechend dem Abstand und Pegel der Spektrallinien von der
rechten Begrenzungslinie (VGA) bzw. der 2. Teilstrichlinie vor der rechten Begrenzung (WVGA) des
Diagramms.
USB: „Upper Sideband", Oberes Seitenband:
Der Kanal erzeugt Audiosignale entsprechend dem Abstand und Pegel der Spektrallinien von der
linken Begrenzungslinie (VGA) bzw. der 2. Teilstrichlinie nach der linken Begrenzung (WVGA) des
Diagramms.
Hinweis: Je nach gewählter Modulationsart sollten im Diagramm einige senkrechte Gitternetzlinien aktiviert
werden (ebenfalls im Setup-Dialog). Während für die Automatikfunktion und USB oder LSB bei VGA-
Anzeige keine Linie notwendig ist, sollte für DSB mindestens eine (die Mittel-) Linie eingeschaltet werden.
Für LSB oder USB bei WVGA-Anzeige sind min. 9 Linien notwendig, damit bei der Null-Linie der
Demodulation ( = 0 Hz Audiofrequenz) eine Linie vorhanden ist.
Achtung! Die Kanalfrequenz bezieht sich immer auf die Demodulator-Null-Linie! Für Automatik (hat
variable Null-Linie) und DSB somit auf die Mitte des Diagramms, bei USB auf die linke Begrenzung bzw. 2.
Teilstrichlinie und für LSB auf die rechte Begrenzung bzw. 18. Teilstrichlinie!
Für die Modulationsart CW (Morsefunk) ist keine getrennte Einstellung vorgesehen. Diese Modulationsart
kann in allen Einstellungen außer Automatik empfangen werden. Dazu stellt man den Kanal derart ein,
dass das Sendesignal in einem bestimmten Abstand zur Demodulator-Null-Linie liegt, der einer
gewünschten Hörfrequenz entspricht. Die üblicherweise geringere benötigte Bandbreite (Ausblendung des
umliegenden Rausch- oder Störsignals) kann leicht durch die nachfolgend beschriebene
Bandbreiteneinstellung vorgenommen werden.
AUSGABE
DATUM
1.10
06.06.10
K & M
NAME
RDR54 BA07.PDF
B. Reuter
Burkhard Reuter
Seite 22
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