Für den Servicetechniker/Heizungsfachmann
T-Abkühlphase:
Der Wert des Einstellers „Serviceebene" → „Estrichausheizprogramm" → „T-Abkühlphase" wird nur in Verbindung
mit der Funktion Belegreifheizen verwendet. Der Vorlauftemperatur-Sollwert wird jede Stunde um einen berechneten
Wert reduziert (Rampenfunktion).
Wert für die stündliche Sollwertreduktion = T-Abkühlphase / Dauer T-Änderung / 24
Beispiel: Sollwerterhöhung = 10 / 1 / 24 = 0,4. Der Sollwert wird stündlich um 0,4 K reduziert.
Dauer T-Änderung:
Der eingestellte Wert von „Serviceebene" → „Estrichausheizprogramm" → „Dauer T-Änderung" wird für die Berech-
nung der Aufheiz- und Abheizphase (Abkühlphase) verwendet.
Bei Funktionsheizen dauert die Aufheizphase im Regelfall 3 Tage, es gibt keine Abheizphase.
Beim Belegreifheizen soll 1 Tag eingestellt werden. Dieser Wert wird für die Auf- und die Abheizphase verwendet.
T-Start:
Der Wert des Einstellers „Serviceebene" → „Estrichausheizprogramm" → „T-Start" definiert die Ausgangstemperatur
für die Berechnung des Temperatur-Verlaufs. Nach dem Erreichen von T-Start wird der durch die weiteren Einsteller
definierte Temperatur-Verlauf abgefahren.
16.8.1
Allgemeine Anforderungen
– Bei dem Heizkreis müssen die Mischerfunktionen aktiv und ein Vorlauffühler angeschlossen sein.
– Die Funktion kann in jeder Betriebswahl aktiviert werden. Nach Beendigung der Funktion wechselt der Regler in
diese Betriebswahl.
– Bei aktiver Funktion ist die Warmwasserladung des Moduls gesperrt, bzw. ist die Vorrangschaltung nicht aktiv.
– Allfällig vorhandene weitere Heizkreise sind von der Funktion nicht betroffen.
– Ist der Wert der Kesseltemperaturüberhöhung 0 K, wird der Kesseltemperatur-Sollwert um 10 K gegenüber dem Vor-
laufsollwert erhöht. Andernfalls wird der eingestellte Wert für die Kesseltemperaturüberhöhung verwendet.
– Die Lastkorrektur-Funktionen für den Anfahr- und Übertemperaturschutz sind aktiv.
16.8.2
Funktionsheizen
Beim Funktionsheizen wird der Heizkreis 3 Tage mit einer Vorlauftemperatur von 25 °C betrieben. Danach wird der Soll-
wert auf die maximale Auslegungstemperatur angehoben und 4 Tage mit dieser Temperatur betrieben. Anschließend ist
die Funktion beendet. Diese Einstellungen können individuell angepasst werden.
60
50
40
30
20
10
0
0
1
Diagramm 2
2
3
4
Tage
5
6
62
Beispiel:
T-Aufheiz = 30.0 K
T-Abkühl = keine Funktion
T-Beharrung = 55.0 °C
Dauer T-Änderung = 3 d
T-Start = 20 °C
7