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Windhager INFINITY PLUS Montage- Und Bedienungsanleitung Seite 61

Heizkreis / solar regelung, bedienung über infowin touch / masterbedienung touch
Für den Servicetechniker/Heizungsfachmann
16.8
Estrichausheizprogramm
Die Funktion „Serviceebene" → „Estrichausheizprogramm" dient der Trocknung von Estrichen in Verbindung mit
einer Fußbodenheizung. Für das normgerechte Ausheizen sind die Funktionen Funktionsheizen und Belegreifheizen
vorgesehen.
VORSICHT Sachschaden
Das Estrichausheizprogramm darf nicht unbeaufsichtigt betrieben werden. Tägliches lüften, protokollieren
und überprüfen der Anlage ist erforderlich. Windhager übernimmt keine Garantie für mögliche Schäden (z.B.
Risse, Restfeuchte, usw.)
Estrichausheizprogramm
Programm
T-Beharrung
Dauer Beharrung
T-Aufheizphase
Fig. 151
Parameter
T-Beharrung
Dauer Beharrung
T-Aufheizphase
T-Abkühlphase
Dauer T-Änderung
T-Start
T-Beharrung:
Der Wert des Einsteller „Serviceebene" → „Estrichausheizprogramm" → „T-Beharrung" ist die Temperatur, mit der der
Estrich in der Beharrungsphase ausgeheizt werden soll. Der Wert ist abhängig von der installierten Fußbodenheizung.
Laut Norm soll die maximale Auslegungs-Vorlauftemperatur eingestellt werden.
Dauer Beharrung:
Erreicht der berechnete Sollwert die Beharrungstemperatur, wird die Anlage für die eingestellte Zeit in „Serviceebene"
→ „Estrichausheizprogramm" → „Dauer Beharrung" mit der Beharrungstemperatur betrieben. Beim Funktionsheizen
sind das im Regelfall 4 Tage und beim Belegreifheizen zwischen 11 und 16 Tagen.
T-Aufheizphase:
Mit dem Einsteller „Serviceebene" → „Estrichausheizprogramm" → „T-Aufheizphase" wird die Temperatur für die
Aufheizphase eingestellt.
Beim Funktionsheizen wird der Vorlauftemperatur-Sollwert nach der Zeit „Dauer T-Änderung" um diesen Wert erhöht.
Der Wert soll beim Funktionsheizen so eingestellt werden, dass mit einer Änderung der maximale Auslegungssollwert
erreicht wird.
Beim Belegreifheizen wird der Vorlauftemperatur-Sollwert jede Stunde um einen berechneten Wert erhöht (Rampen-
funktion).
Wert für die stündliche Sollwerterhöhung = T-Aufheizphase / Dauer T-Änderung / 24
Beispiel: Sollwerterhöhung = 10 / 1 / 24 = 0,4. Der Sollwert wird stündlich um 0,4 K erhöht.
Heizkreis 1
beenden
45,0 °C
16,0 d
5,0 K
T-Aufheizphase
T-Abkühlphase
Dauer T-Änderung
T-Start
Fig. 152
Werkseinstellung
45 °C
16 d
5 K
–5 K
1 d
20 °C
61
Heizkreis 1
Estrichausheizprogramm
Einstellbereich
20 bis 60 °C
1 bis 20 d
0.5 bis 40 K
–0.5 bis –40 K
1 bis 20 d
10 bis 40 °C
5,0 K
-5,0 K
1,0 d
20,0 °C
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