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WAGNER RR45 Bedienungsanleitung Seite 19

Gewinderollköpfe bauart umlaufend
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 Der Rollkopf ist nicht genügend genau zum Werkstück zentriert:
Das Gewinde ist einseitig ausgerollt oder der Gewindebolzen ist krumm (bei
langen Stangen)
Oder das Gewinde ist konisch (bei Kurzgewinden)
Bei starker Abweichung: Bruchgefahr für Profilrollen.
 Ausgangsmaterial mit starken Durchmesserabweichungen (Walzmaterial)
oder krummes Ausgangsmaterial:
Nicht einwandfrei ausgerollte Gewinde, krumme Gewindestangen. Bruchgefahr für
Profilrollen durch stellenweise starkes Überrollen. Gewindeprofilrollwerkzeuge sind
keine Richtrollen.
 Die Anweisungen zur Einstellung des Gewindedurchmessers und zur Bestim-
mung des Vorbearbeitungsdurchmessers des Werkstückes wurden nicht beachtet:
Ein nicht ausgerolltes Gewinde oder Rollenbruch wegen überrollter Gewinde.
 Die Anfasung am Bolzenanfang ist nicht richtig gewählt:
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Der Gewindeanfang ist unsauber, die ersten Gewindegänge sind weggeschert. Bei
zu großem Anfaswinkel ist die Andruckkraft zu groß. Hierdurch erhöhter Verschleiß
der Profilrollen.
Anfaswinkel für Spitzgewinde: 15°... 20°
Anfaswinkel für Trapezgewinde: 10° ... 12°
beginnend bei 0,4...0,8 mm unter dem Kerndurchmesser. Wenn die Anfasung nicht
zentrisch liegt, wird auch das Gewinde nicht zentrisch aufgerollt;
bei Kurzgewinden können Gewinde konisch ausfallen.
 Der aufgebrachte Vorschub zum Anrollen entspricht nicht der Gewindestei-
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gung je Umdrehung beim Rollen:
Gewindeanfang unsauber. Bei zu langsamem Andrücken greifen die Gänge
der Profilrollen nicht in die vorgeschriebene Gewindesteigung, sondern drü-
cken nur in die Anfasung, so dass der Werkstoff unzulässig aufgehärtet wird
– Gefahr des Ausbrechens der Profile auf den Rollen!
Bei zu schnellem Andrücken wird eine zu starke Kraft auf die Profile der Rol-
len ausgeübt. Ebenfalls Gefahr des Ausbrechens!
Das Anrollen ist steigungsgerecht erfolgt, wenn am Gewindeanfang nur ein
Gewindegang zu sehen ist, und nicht ein Nebeneinander von mehreren Pro-
filen, die sich erst nach dem zweiten Gang zu einem Gewindegang vereini-
gen.
 Vorschub während des Gewinderollens ist nicht steigungsgerecht:
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Ein während des Rollens aufgebrachter Vorschub, der nicht genau der beim Rollvor-
gang in den Rollwerkzeugen entstehenden Gewindesteigung entspricht, beeinflusst
diese – Steigungsverzug – und übt eine unerwünschte Kraft auf die Rollwerkzeuge
aus. Daher Vorschub nach dem Anrollen der ersten zwei oder drei Gewindegänge
abschalten, damit das Werkstück mit möglichst geringem Widerstand durch die Roll-
werkzeuge gezogen wird. In speziellen Fällen kann die Auszugsverlängerung Abhilfe
schaffen. Siehe Kapitel 7.2.5.
Fehlerbehandlung
Vorschub zum Gewinde-
rollen:
 Kapitel 7.2.5, Seite 15
Bedienungsanleitung RR45
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