Vorbereitung zum Gewinderollen
Abbildung 8: Werkstückvorbereitung
Abbildung 10:
Faswinkel
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Bedienungsanleitung RR45
Außendurchmesser des Gewindes bei richtigem Flankendurchmesser nicht überrollt
sondern nur leicht angerollt ist.
Der so ermittelte Vorbearbeitungsdurchmesser ist das Größtmaß, die zulässige To-
leranz nach Minus entspricht ca. 1/6 der Außendurchmessertoleranz des Gewindes.
Bei Einhaltung dieser Toleranz bleibt der Außendurchmesser toleranzhaltig.
Änderungen am Vorbearbeitungsdurchmesser wirken sich praktisch um den 3- bis
5-fachen Betrag am Außendurchmesser des gerollten Gewindes aus. Eine Verände-
rung von 0,02 mm des Vorbearbeitungsdurchmessers kann also z. B. eine Änderung
0,1 mm am Gewindeaußendurchmesser verursachen.
Zu Beginn der Ermittlung des Vorbearbeitungsdurchmessers empfiehlt es sich, diesen
Durchmesser gleich dem gewünschten Flankendurchmesser zu wählen. Dadurch er-
hält man eine Basis, mit der Gewinde gerollt werden können. Dazu muss die Durch-
messereinstellung des Rollkopfes (siehe Kapitel 7.1.3) so gewählt werden, dass der
richtige Flankendurchmesser erreicht wird.
Je nach erreichtem Außendurchmesser wird dann der Vorbearbeitungsdurchmesser
korrigiert.
Keinesfalls darf der Außendurchmesser des Gewindes überrollt werden, denn dies
führt zu einer Überlastung und dem nachfolgenden Bruch der Gewinderollen.
Am Gewindeanfang muss das Werkstück mit einer Fase zum Anlaufen der Gewinde-
rollen versehen sein.
Der Faswinkel bei Spitzgewinden sollte 15-20°, bei Trapezgewinden 10-12° betra-
gen.
Faswinkel bei Spitzgewinden:
15 - 20°
Der Durchmesser am Beginn der Fase muss je nach Gewindesteigung einige Zehn-
telmillimeter unter dem Kerndurchmesser sein. Bei diesen Voraussetzungen beträgdie
Andruckkraft: Andrückkraft [N] = Leistung [KW] x 120.
Abbildung 9: Flächengleich
Faswinkel bei Trapezgewinden:
10 - 12°