Hochstromstufe
3. Anlaufüberwachung mit einem Drehzahl-
wächter
Für einige explosionsgeschützte Motoren ist die
maximal zulässige Zeit, in der der Motor
ungefährdet und ohne sich zu drehen an Span-
nung liegen kann, kleiner als die normale An-
Die Hochstromstufe regt an, wenn der Strom in
einer oder mehreren Phasen den Einstellwert
überschritten hat. Gleichzeitig erfolgt eine Mel-
dung. Wenn der Überstrom länger als die einge-
stellte Verzögerungszeit ansteht, gibt das Relais
ein Auslösesignal an den Leistungsschalter ab.
Gleichzeitig leuchtet die Auslöseanzeige rot auf.
Die Anzeige leuchtet weiter, wenn die Stufe
zurückfällt und kann mit dem Taster RESET
zurückgesetzt werden. Das Auslösesignal ist
immer auf den Ausgang SS3 durchgeschaltet,
kann aber durch entsprechende Programmierung
auch auf den Ausgang SS2 durchgeschaltet wer-
den.
Der Anregestrom I>> dieser Stufe ist einstellbar
in einem Bereich von 0,5...20 x I
Verzögerungszeit t>> von 0,04...30 s.
Die Auslösung dieser Hochstromstufe kann
durch entsprechende Einstellung der Schalter
SGB/7 oder SGB/8 in Selbsthaltung gehen, so
daß das Ausgangsrelais ausgelöst bleibt, auch
wenn der eigentliche Fehler nicht mehr ansteht.
Das Ausgaberelais kann auf fünf verschiedene
Arten zurückgesetzt werden: a) durch Drücken
des Tasters PROGRAM, b) durch gleichzeitiges
Drücken der Taster STEP und PROGRAM, c)
indem der Befehl V101 oder d) der Befehl V102
über den SPA-Bus gegeben wird, oder e) indem
laufzeit. In diesem Fall benötigt man einen
Drehzahlwächter, der meldet, ob sich der Mo-
tor beim Zuschalten zu drehen beginnt oder
nicht. Diese Information wird an die Klemmen
10 und 11 des Relais angelegt. Wenn dieser
Steuereingang angeregt wird, wird das Hoch-
zählen der Verzögerungszeit und das Summie-
ren der thermischen Belastung unterbrochen.
der externe Steuereingang von außen angeregt
wird. Bei einer Rückstellung gemäß a) oder c)
bleiben die gespeicherten Daten erhalten, bei
einem Reset gemäß b), d) oder e) werden die
gespeicherten Daten gelöscht.
Der eingestellte Anregestrom I>>/I
stromstufe kann beim Anschalten des Schutz-
objektes an das Netz, also beim Anlauf, automa-
tisch verdoppelt werden. Dadurch kann der
Einstellwert der Hochstromstufe unterhalb des
Einschaltstroms liegen. Diese automatische
Ansprechwertverdopplung wird mit dem Schal-
ter SGF/2 festgelegt. Zwei unterschiedliche
Kriterien können mit dem Schalter SG4/1 für
die Anlauferkennung ausgewählt werden. Wenn
und die
SG4/1 = 0 wird ein Anlauf des Motors ange-
n
nommen, wenn der Strom innerhalb von 60 ms
von einem Wert unterhalb von 12 % I
einen Wert größer als 1,5 x I
schreitet der Strom dann für länger als 100 ms
den Wert 1,25 x I
schlossen. Bei SG4/1 = 1 wird ein Anlauf durch
das Überschreiten des Einstellwertes I> erkannt.
Die Hochstromstufe kann mit dem Schalter
SGF/1 außer Betrieb gesetzt werden. In diesem
Fall erscheint im Display "- - -"; das heißt, daß
der eingestellte Anregestrom unendlich ist.
der Hoch-
n
θ
ansteigt. Unter-
θ
, gilt der Anlauf als abge-
θ
auf
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