In turbulenter Luft sollte der P27 stets etwas angebremst geflo-
gen werden. Dadurch erreichst Du eine Vergrösserung des
Anstellwinkels und mehr Stabilität der Kalotte. Gleichzeitig
spürst Du so über die Bremsen die Kalotte und Du kannst im
Moment, in dem der Bremszug auf einer Steuerleine nachlässt,
die Bremse reflexartig kurz tiefer ziehen, um so einen drohenden
Einklapper zu vermeiden. Dies kann je nach Stärke und Dauer der
Turbulenz durchaus auch mehr als 100 % des Bremsweges sein.
Mit 100 % Bremsweg ist der symmetrische Steuerausschlag ge-
meint, bei dem – unter stationären Bedingungen – der Sackflug
beginnt.
Beim Einfliegen in starke Thermik oder bei zerrissener Thermik
musst Du darauf achten, dass die Gleitschirmkappe nicht hinter
Dir zurückbleibt und in einen dynamischen Strömungsabriss ge-
rät. Verhindern kannst Du das, indem Du beim Einfliegen in den
Aufwindbereich den Steuerleinenzug lockerst, um Geschwindig-
keit aufzunehmen.
Umgekehrt musst Du den Gleitschirm abbremsen, wenn die
Tragfläche durch Einfliegen in einen Abwindbereich oder He-
rausfliegen aus der Thermik vor Dich kommt. Es ist sinnvoll,
beim Durchfliegen von Abwindzonen und bei Gegenwind schnel-
ler zu fliegen (Beschleunigungssystem aktivieren). Diese Art der
Flugtechnik nennt man «aktives Fliegen».
Der P27 besitzt zwar konstruktionsbedingt schon sehr hohe Sta-
bilität, ein aktiver Flugstil in turbulenter Luft, so wie oben
beschrieben, trägt jedoch zusätzlich noch wesentlich zu Deiner
Sicherheit bei und ein Einklappen und Deformieren der Kalotte
kann weitgehend verhindert werden.
4.6
Landung
Der P27 ist einfach zu landen. Aus einem geraden Endanflug ge-
gen den Wind, lässt Du den Gleitschirm mit zunehmendem
Anbremsen ausgleiten – richte Dich vor der Landung in ausrei-
chender Höhe auf. Ziehe die Steuerleinen ca. 1 Meter vom
Boden entfernt voll durch, wobei Dein Körper in leichte Vorlage
geht. Bremse bei starkem Gegenwind entsprechend schwächer!
18 | Flugbetrieb