Das Prinzip
Zuerst die Schneide in die korrekte Form schleifen, bevor sie scharfgeschliffen wird. Von der
Seite gesehen soll sie wie unten auf dem Bild, also wie eine gerade Linie aussehen.
Die Schneide ist jetzt stumpf, was deutlich daran zu erkennen ist, dass sie Licht reflektiert.
Diese stumpfe Schneide wird Silberlinie genannt und zeigt, wo geschliffen werden muss.
Wenn Sie sorgfältig die Silberlinie beobachten und nur dort schleifen, wo sie am dicksten ist,
erhalten Sie eine perfektgeschliffene Schneide. Das Schleifen muss sofort beendet werden,
wenn die Silberlinie abgeschliffen ist.
Gute Beleuchtung ist immer wichtig, aber beim Schleifen
von Schnitzhohleisen und Geissfüssen ist sie eine Grund-
voraussetzung, da Sie die Silberlinie die ganze Zeit deutlich
sehen müssen.
Schnitzhohleisen und Geissfüsse haben sogenannte „Flü-
gel". Diese sind mehr oder weniger nach vorn gebeugt,
wenn die Schleiffase am Holz anliegt. Wie viel die Flügel
gebeugt sind, kann mit dem Schneidflächenwinkel (γ) beschrieben werden. Dieser Winkel
hat eine entscheidende Bedeutung dafür, wie das Werkzeug schneidet. Der Winkel soll ca.
20° sein, damit Flügel und Mitte des Werkzeuges am besten arbeiten und das Holz sauber
schneiden. Diese Empfehlung ist unabhängig vom Schneidenwinkel.
Die Schneide in die korrekte
Form schleifen.
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Es ist von grösster Bedeutung,
dass ausreichend Beleuchtung
vorhanden ist, um das exakte
Schleifen/Schärfen beobachten
und kontrollieren zu können.
Verwenden Sie eine verstellbare
Leuchte und stellen Sie sie in die
Nähe der Maschine.
Der Schneidflächenwinkel (γ),
muss ca. 20° sein.
Die stumpfe Schneide mit
einem feinkörnigen Abziehstein
schlichten und verfeinern.