Wie dieses Beispiel zeigt, darf man beim Schleifen kleiner und empfindlicher Werkzeuge
nicht zu hart drücken, besonders bei solchen mit gebogener Schneide. Der Schleifdruck
würde sonst zu hoch, wodurch man zuviel wegschleift. Der Stein wird auch unnötig schnell
abgenutzt und das Werkzeug hinterlässt Furchen im Schleifstein.
Andererseits kann man so fest drücken, wie man will, wenn man die gesamte Breite des
Steines verwendet, z.B. beim Schleifen breiter Hobeleisen oder Maschinenhobelmesser.
Wenn man Schnellstahl schleift, benötigt der Stein einen bestimmten Schleifdruck, um alte
und verbrauchte Schleifkörner durch neue, frische zu ersetzen. Beim Schleifen von Maschi-
nenhobelmessern, die eine grosse Schleiffläche haben, muss man daher den Schleifstein
mit dem Steinpräparierer SP-650 aktivieren. Siehe Kapitel Steinpräparierer, SP-650. Mit ein
bisschen Übung werden Sie schnell den Schleifdruck und die optimale Schleifgeschwindig-
keit für jedes Werkzeug herausfinden.
Trockenschleifen
Schnelllaufende Trockenschleifmaschinen tragen schneller Stahl ab. Daher müssen Schnitz-
werkzeuge sehr vorsichtig geschliffen werden, da sie kleine Schneidenwinkel haben und aus
Kohlenstoffstahl hergestellt sind. Schnitzwerkzeuge dürfen daher nicht auf einer schnellau-
fenden Schleifmaschine geschliffen werden – die Gefahr, dass zuviel abgeschliffen wird,
ist zu gross, ebenso die Gefahr des Ausglühens des Stahles, wodurch die Schärfe nicht
beibehalten werden kann.
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