5.3.4.1 Vorkühlen
Abhängig von den zu zentrifugierenden Substanzen kann ein Vorkühlen der
Zentrifuge sinnvoll sein. Durch das Vorkühlen wird verhindert, dass sich die
gekühlten Proben in der ungekühlten Zentrifuge auf eine nicht zulässige
Temperatur erwärmen.
Vorkühlen im Stillstand
Unbewegte Luft im Schleuderraum verfälscht das Mess- und Regelverhalten und
führt zum Vereisen des Kompressors. Bei Temperaturen unter 0°C frieren
wässrige Flüssigkeiten ein und eine Sedimentation ist nicht möglich.
Temperieren Sie den Rotor im Stillstand daher nicht unter 0 °C!
Schnellkühlprogramm „RAPID_TEMP"
Beim Vorkühlen im Stillstand werden die mechanischen Teile stärker
beansprucht. Aus diesem Grund ist die Zentrifuge mit einem Programm
ausgestattet, das die Zentrifuge unter festgelegten Bedingungen schnell vorkühlt:
Drehen Sie den linken Drehknopf, bis im Anzeigenfeld "run" erscheint.
Wählen Sie die Option durch Drücken des rechten Drehknopfes aus. "Run"
blinkt jetzt.
Drehen Sie am rechten Drehknopf, bis „PrC" angezeigt wird.
Drücken Sie den rechten Drehknopf oder die Starttaste, um die Eingaben zu
bestätigen. Im Display wird 1/3 der maximalen Rotordrehzahl und der
entsprechende RZB-Wert angezeigt; im Zeitfeld erscheint die Anzeige "cont"
und das Symbol " " für Dauerlauf.
Das Programm ist geladen. Dies ist nur möglich, wenn die tatsächliche
Temperatur über der Solltemperatur liegt.
Ist der Sollwert erreicht, endet das Programm mit einem akustischen Signal
(sofern es aktiviert ist – siehe 5.3.9), und das zuvor eingestellte Programm wird
wieder geladen.
Durch Drücken der Stop-Taste wird das Schnellkühlprogramm vorzeitig
beendet.
Version 05/2007, Rev. 1.15 vom 27.01.2012
Original deutsch
Abb. 5.19:
Schnellkühlprogramm
"RAPID TEMP"
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