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Mess-Modi Des Systems / Typische Anwendungsbereiche; Wind-Reaktionsmessung (Wrm) - Argus Picus Hardwarehandbuch

Tree motion sensor online
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Jetzt werden aktiv Neigungsmesswerte aufgenommen und auf Relevanz geprüft.
Anschließend
Ist das Zeitfenster abgelaufen wechselt das System automatisch wieder in den Schlaf-
Modus.
Es stehen dem Nutzer mehrere Mess-Modi zur Wahl, je nach Anwendungsfall. Siehe
dazu 3.6 Mess-Modi des Systems / Typische Anwendungsbereiche.

3.6 Mess-Modi des Systems / Typische Anwendungsbereiche

3.6.1 Wind-Reaktionsmessung (WRM)

Das Ziel bei der Wind-Reaktionsmessung ist, die Wurzeltellerneigung des Baumes zu messen
und in Verhältnis mit der vorherrschenden Windgeschwindigkeit, insbesondere den Böen, zu
setzen. Die Kenntnis des Verhaltens im Wind erlaubt Sachverständigen die Einschätzung des
Baumes insbesondere im Hinblick auf dessen Standsicherheit. Genaueres zur Auswertung im
Handbuch der TMS.Software.
Das PTMSO erfasst direkt die Neigungsänderung des Baumes während eines
Windereignisses, ähnlich den älteren TMS 3. Von diesen stammt auch das zugrundeliegende
Messverfahren. Demnach wird an jedem zu überwachenden Baum ein Neigungssensor auf
Bodenhöhe angebracht (genannt der Basissensor), um dort direkt die Neigung des
Wurzeltellers messen zu können. Genau wie bei den TMS 3 können aber auch die Sensoren
des PTMSO von äußeren Störgrößen beeinflusst werden, was zu einer Verfälschung der
Messwerte führt.
Um diese herauszufiltern wird zusätzlich ein weiterer Sensor als Referenz benötigt, welcher in
2 – 2,5m Höhe angebracht wird (genannt der Kontrollsensor).
Diese beiden Sensortypen stellen keine unterschiedlichen Hardware-Varianten dar, sondern
haben durch die entsprechende Konfiguration einfach ein unterschiedliches Verhalten im
System. Das heißt, jeder TMSO.IM kann Basis- oder Kontrollsensor sein.
Hinzu kommt, dass auch die TMSO.CU bei Bedarf die Rolle eines Kontrollsensors
übernehmen kann.
Um Windinduzierte Neigungsereignisse von sonstigen Bewegungen oder Störungen zu
unterscheiden, findet eine Ereigniserkennung statt. Diese reagiert auf Eigenschaften der
Neigungsmessdaten:
Ein tatsächliches Neigungsereignis muss gleichzeitig auf den Messwerten von Basis-
UND Kontrollsensor sichtbar sein und eine vergleichbare Kurvenform zeigen
Ein tatsächliches Neigungsereignis verursacht am Kontrollsensor IMMER eine größere
Neigung als am Basissensor
Um dieses Ergebnis zu erreichen ist es aber nicht unbedingt nötig, an jedem einzelnen Baum
sowohl einen Basis- als auch einen Kontrollsensor einzusetzen.
Für eine eng beieinander stehende Baumgruppe kann angenommen werden, dass, während
eines Windereignisses, alle Bäume nahezu gleichzeitig von derselben Windböe getroffen
werden. Das heißt, sobald nur einer der Bäume über Kontroll- und Basissensor verfügt, kann
an diesem Referenzbaum ein Windneigungsereignis identifiziert werden. Da alle Sensoren
miteinander zeitlich synchronisiert sind, kann der Zeitstempel des Referenzbaum-Ereignisses
mit den Aufzeichnungen der Basissensoren an den anderen Bäumen verglichen werden.
Haben diese zum gleichen Zeitpunkt Ereignisse registriert, dann sind auch dies echte
Neigungsereignisse, die von derselben Windböe induziert wurden. Damit kann ein Ereignis
über Kriterium 1 erkannt werden, auch wenn Kriterium 2, aufgrund der fehlenden
Kontrollsensoren am selben Baum, ausfällt.
werden
diese
PiCUS TMSO Handbuch
in
die
Cloud
übertragen.
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