Die 2. Ebene sind die Baum-Cluster:
Diese sind ein künstliches Hilfsmittel für die Organisation der einzelnen Geräte innerhalb des
Systems und die korrekte Zuordnung der Messwerte. Sie werden nur durch eine eindeutige ID
gekennzeichnet.
Wie bereits unter 3.6.1 Wind-Reaktionsmessung (WRM) (in Phase 2) beschrieben, werden für
die korrekte Filterung der Messdaten der Basissensoren, die zeitgleich aufgenommenen
Messdaten eines Kontrollsensors benötigt.
Die einfachste Variante dies zu erreichen ist, jeden zu überwachenden Baum, neben dem
Basissensor, auch mit einem eigenen Kontrollsensor auszustatten. Für isoliert stehende
Einzelbäume ist das auch die zu bevorzugende Lösung.
Bei eng beieinander stehenden Baumgruppen reicht allerdings ein einzelner Kontrollsensor für
alle Bäume aus, da davon ausgegangen werden kann, dass alle diese Bäume von derselben
Windböe zur gleichen Zeit getroffen werden.
Organisatorisch wird immer der erste Kontrollsensor, der in einem Cluster erstellt wird als
Cluster-Kontrollsensor (und damit Referenzbaum des Clusters) behandelt. Dabei sollte als
Referenzbaum immer der ausgewählt werden, der wahrscheinlich die größte Stammneigung
aufweisen wird. Der also unter allen Bedingungen die meiste Windlast erhält. Normalerweise
ist das der höchste, der innerhalb der lokalen Gruppe am stärksten exponiert steht (bzgl. aller
zu erwartenden Windrichtungen), und einen geringen Stammdurchmesser besitzt. Natürlich
spielt bei dieser Auswahl auch die Spezies eine Rolle, da sich eine Eiche deutlich weniger
Bewegen wird als z.B. eine Tanne.
Bei der Filterung/Zuordnung der Basissensordaten zu einem Kontrollsensor geht die
TMSO.CU dann nach folgender Priorität vor:
I.
Kontrollsensor am selben Baum wie der Basissensor
Hat der Baum keinen Kontrollsensor:
II.
Kontrollsensor des Clusters zu dem der Baum zugehörig ist
Hat der Cluster keinen Kontrollsensor:
III.
TMSO.CU (Voraussetzung: es handelt sich um Cluster 1 und die Zentrale wurde so
konfiguriert, dass sie die Funktion eines Kontrollsensors übernimmt)
Die 3. Ebene sind die Bäume:
Jeder Cluster kann beliebig viele Bäume enthalten. Jeder Baum erhält eine eindeutige
Identifikationsnummer. Vorzugsweise die, die er auch im Kataster hat.
Außerdem werden die Eigenschaften des Baums eingetragen (Spezies, Höhe, Umfang, ...).
Die 4. und letzte Ebene sind die Sensoren, die TMSO.IM:
Jeder Baum kann beliebig viele Sensoren erhalten (unter Berücksichtigung der max. Anzahl
pro System), wobei max. 1 Kontrollsensor vom System verarbeitet werden kann. Jeder Sensor
wird eindeutig durch seine Seriennummer identifiziert.
PiCUS TMSO Handbuch
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