12.3.1.4 Länge eines Messzyklus
Dieser Parameter bestimmt, wie lange die Geräte des PTMSO durchgehend, autonom messen
und Daten aufzeichnen.
Ein Messzyklus wird von der TMSO.CU gestartet, wenn ein aktiver Messplan dies verlangt.
Daraufhin schalten alle TMSO.IM ihre Funkmodule ab und beginnen zu messen.
Ist die Messzykluszeit abgelaufen stoppen alle Geräte die Messung und aktivieren wieder ihre
Funkmodule. Anschließend fragt die TMSO.CU die aufgezeichneten Daten ab und überträgt
sie in die Cloud. Verlangt der Messplan zu diesem Zeitpunkt die Messung fortzusetzen, dann
startet die TMSO.CU den nächsten Messzyklus.
Eine Verringerung der Messzykluslänge erhöht die Auflösung, da im selben Zeitraum mehr
Zyklen durchlaufen und somit mehr Neigungsereignisse aufgezeichnet werden können
(entsprechend 12.3.1.1 Max. Anzahl Ereignisse pro Messzyklus).
Allerdings ergibt sich natürlich ein höherer Energieverbrauch, da die Kommunikationsintervalle
des Systems verringert und die zu übertragende Datenmenge erhöht werden.
Die Standardeinstellung ist 60 Minuten. Diese wurde an der typischen zeitlichen Auflösung
öffentlich verfügbarer Windmesswerte (von Wetterstationen) festgemacht.
12.3.1.5 Länge eines Schlafzyklus
Für die Schlafzyklus-Länge gilt dasselbe wie für den Messzyklus. Diese Einstellung bestimmt
die Länge des Kommunikationsintervalls während das System sich im Schlafmodus befindet.
Nach jedem Zyklus wachen alle Geräte kurz auf, tauschen Statusinformationen aus und die
TMSO.CU startet einen neuen Zyklus.
Die Standardeinstellung ist 30 Minuten.
12.3.1.6 Zusammenhänge der Zykluszeiteinstellungen
Die Einhaltung der Zykluszeiten hat die höchste Priorität. Dadurch sind auch die
Kommunikationszeitpunkte zwischen den TMSO.IM und der TMSO.CU festgelegt, genauso
wie die Zeitpunkte zu denen die Möglichkeit besteht Verbindung zur Cloud herzustellen.
Das bedeutet:
Statusinformationen (später Zeilen in der Log-Datei) werden nur während solcher
Kommunikationszeitpunkte aufgenommen.
Im Messmodus wird eine Verbindung zur Cloud nach jedem abgelaufenen Messzyklus
hergestellt.
Im Schlafmodus wird eine Verbindung zur Cloud nur hergestellt, wenn ein Schlafzyklus
abgelaufen ist und ein Log-Update ausgeführt werden soll. Dieses Intervall legen Sie
mit dem Parameter
Management-Fenster fest.
eine Update-Einstellung von 12 Stunden, bewirkt also, dass 12h nach dem letzten
Update noch auf den Ablauf des aktuellen Zyklus gewartet und danach das Update
tatsächlich durchgeführt wird.
HINWEIS!
Bei jeder Verbindung mit der Cloud lädt die TMSO.CU die aktuelle Kommandodatei (OC-
XXXX.cmd) herunter und prüft nach einem aktualisierten Messplan.
Ist also eine Log-Update-Periode von 12h eingestellt und das System gerade im Schlafmodus,
dann wird ein vom Nutzer neu gesetzter Messplan im Extremfall auch erst 12h später vom
System übernommen!
Status log update period
PiCUS TMSO Handbuch
im Konfigurations-Tab (INP) im
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