PiCUS TMSO Handbuch
12.3 Expert-Einstellungen in TMSO.CU
12.3.1 Wind-Reaktionsmessung (WRM / WRMS)
12.3.1.1 Max. Anzahl Ereignisse pro Messzyklus
Dieser Parameter legt fest, wie viele Speicherplätze für Neigungsereignisse das System
reservieren soll. Während eines Messzyklus zeichnen die TMSO.IM die Messkurven von
erkannten Neigungsereignissen auf. Um die Datenmengen gering zu halten, wählt aber jeder
TMSO.IM nur die stärksten Ereignisse aus. Jedes Ereignis belegt dann einen der reservierten
Speicherplätze. Sind alle Speicherplätze bereits belegt, prüft der Sensor bei jedem neuen
Ereignis, ob es stärker als das schwächste, bereits aufgezeichnete ist. In dem Fall wird dieser
Speicherplatz mit den Daten des neuen Ereignisses überschrieben.
Da der verfügbare Speicherplatz begrenzt ist, kann nicht eine beliebig große Menge an Daten
aufgezeichnet werden.
Daher wird der größtmögliche Wert, der für diesen Parameter eingestellt werden kann, durch
die beiden Parameter Vor- und Nachlaufzeit begrenzt!
Standardeinstellung für diesen Wert ist 10.
12.3.1.2 Vor- und Nachlaufzeit bei Ereignisaufzeichnung
Erkennt ein TMSO.IM während eines Messzyklus ein Neigungsereignis, dann zeichnet er die
Messwertkurve auf und legt sie in einem seiner Speicherplätze ab (siehe 3.6.1 Wind-
Reaktionsmessung (WRM)). Die beiden Parameter Vor- und Nachlaufzeit definieren
zusammen die Aufzeichnungszeitspanne.
Der Ereigniszeitstempel wird immer auf den Punkt des lokalen Neigungsmaximums
festgesetzt. Die Vorlaufzeit bestimmt, welchen Zeitraum der Messkurve vor diesem
Zeitstempel aufgezeichnet wird und die Nachlaufzeit bestimmt den Zeitraum nach dem
Zeitstempel.
Standardeinstellung für beide Werte sind 10 Sekunden.
12.3.1.3 Zusammenhang zw. Ereignisaufzeichnungszeit und max. Anzahl Speicherplätze
Insgesamt stehen 32kB Ereignisspeicher in jedem TMSO.IM zur Verfügung. In diesem werden
die Ereignisspeicherplätze reserviert.
Die Größe jedes Speicherplatzes wird durch die eingestellte Aufzeichnungszeitspanne
(Summe aus Vor- und Nachlaufzeit) definiert.
Dementsprechend ergibt sich eine max. mögliche Anzahl an reservierbaren Speicherplätzen,
was den Wert des Parameters „max. Anzahl Ereignisse pro Messzyklus" begrenzt.
Beispiel:
Die 32kB Speicher reichen für die Aufzeichnung von insgesamt 273 Sekunden Messdaten.
Bei den Standardeinstellungen der Aufzeichnungszeiten (10 Sekunden Vor- und Nachlaufzeit)
belegt jeder Ereignisspeicherplatz 20 Sekunden. Die max. mögliche Anzahl an
Speicherplätzen beträgt also 13.
Reduziert man den Aufzeichnungszeitraum, z.B. auf 15 Sekunden, indem die Vorlaufzeit von
10 auf 5 Sekunden gesenkt wird, ergeben sich max. 18 mögliche Speicherplätze.
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