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Argus PiCUS Hardwarehandbuch Seite 18

Tree motion sensor online
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Die älteren TMS 3 zeichneten über die Einsatzzeit kontinuierlich die Messdaten auf, was zu
sehr großen Datenmengen führen kann, wovon am Ende aber nur ein sehr geringer Anteil
tatsächlich für die Auswertung und Interpretation relevant ist.
Im Gegensatz dazu werden beim PTMSO bereits die Rohdaten vorgefiltert und nur die
wahrscheinlich relevanten Daten aufgezeichnet. Das reduziert erheblich die zu übertragenden
Datenmengen und spart somit Energie und Arbeitszeit des Nutzers bei der Auswertung.
Diese Filterung und Auswahl der Relevanten Daten erfolgt in zwei Phasen.
Phase 1 – findet direkt in den unabhängig voneinander arbeitenden TMSO.IM statt:
Wurde das System durch einen Messplan in den Mess-Modus versetzt, so werden alle
TMSO.IM beginnen Neigungswerte zu messen. Dies tun sie für eine bestimmte Zeit, die von
der TMSO.CU vorgegeben wird, den Messzyklus.
Standardmäßig ist die Länge des Messzyklus auf 1 Stunde eingestellt (siehe hierzu auch
12.3.1.4 Länge eines Messzyklus).
Jeder TMSO.IM verfügt intern über einen kleinen Speicher, welcher die Aufzeichnung einer
maximalen Anzahl von Neigungsereignissen ermöglicht (Ereignis-Speicherplätze). Die
Standardeinstellung sind 10 Ereignisse (siehe auch 12.3.1.1 Max. Anzahl Ereignisse pro
Messzyklus) bei einer Aufzeichnungslänge von 10 Sekunden vor und 10 Sekunden nach dem
größten Neigungswert (siehe auch 12.3.1.2 Vor- und Nachlaufzeit bei Ereignisaufzeichnung).
Diese Einstellungen sollten nur von erfahrenen Nutzern verändert werden!
Die folgende Grafik verdeutlicht das Aufzeichnungsfenster:
t
Abbildung 7 – Daten-Aufzeichnungsfenster
Erkennt nun ein TMSO.IM ein Neigungsereignis, so wird er für insgesamt 20 Sekunden die
Musskurve aufnehmen und in einem seiner Ereignis-Speicherplätze ablegen. Sollten bereits
alle Speicherplätze belegt sein, wird er das Ereignis mit der kleinsten Amplitude durch das
neue ersetzen. Somit wird jeder TMSO.IM am Ende des Messzyklus die bis zu 10 stärksten
Neigungsereignisse dieses Zeitraumes in seinem Speicher haben.
Die folgende Skizze zeigt beispielhaft den Messverlauf und die Ereignisauswahl eines
Messzyklus:
Ereignis
erkannt
(lokales Maximum)
t + 10s
Aufzeichnung-Zeitfenster
PiCUS TMSO Handbuch
t + 20s
t + 30s
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