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Sequoia SeTAC Benutzerhandbuch Seite 45

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Anwendungshinweise
Überwachungsstrategien
Dementsprechend werden die Wälzlager der Spindeln gewöhnlich so gewählt,
dass eine Soll-Lebensdauer von 20.000 bis 30.000 Stunden garantiert ist.
Wenn
jedoch
die
Einsatzbedingungen
von
den
Bemessungsbetriebsbedingungen
abweichen,
kann
dies
auch
eine
beträchtliche Abweichung der tatsächlichen Lebensdauer der Spindeln von der
Soll-Lebensdauer zur Folge haben.
Daher liegt es auf der Hand, dass die Spindel bei einer Maschine, die sehr viel
höheren Belastungen als geplant ausgesetzt ist, eine kürzere Lebensdauer hat.
Diese Situationen treten häufig auf und sind verschiedenen Faktoren
zuzuschreiben,
wie
beispielsweise
der
falschen
Wahl
der
Bearbeitungsparameter (insbesondere bei Grobbearbeitungen), einer schlecht
ausgewuchteten Spindel usw.
Wie kann man aber den Spindelverschleiß bestimmen, wenn die Spindel keiner
konstanten und wohldefinierten Beanspruchung, sondern stark wechselnden
Belastungen ausgesetzt ist?
Zur Beantwortung dieser Frage hat Sequoia IT nach Jahren der Forschung auf
dem Gebiet der Vibrationen und nach umfassenden Versuchsreihen ein
Verfahren
zur
Berechnung
der
tatsächlich
verbrauchten
Lebensdauer
entwickelt, dessen Grundzüge nachstehend erläutert werden. Für eine
eingehende Behandlung dieses Themas wird auf die einschlägige Literatur zu
diesem Verfahren verwiesen.
Wie gesagt sind die Lager Bauteile, die das gesamte Leben der Spindel prägen
und eine wertvolle Quelle von Informationen über den Zustand der Spindel
darstellen.
Während einer üblichen Bearbeitung kann die auf ein Lager wirkende
dynamische Belastung P nur schwer direkt gemessen werden, doch hat die
Erfahrung gezeigt, dass sie mit dem Vibrationspegel korreliert ist.
In jedem Fall kann man sagen, dass die während einer Bearbeitung auf das
Lager wirkende äquivalente dynamische Belastung P vom Bemessungswert P
o
verschieden ist, und es gilt:
P = h P
(1)
0
wobei h ein Koeffizient ist, der einen positiven Wert hat, der im Allgemeinen
größer als 1 ist.
Durch Versuchsreihen und die Dimensionsanalyse der Ergebnisse wurde
nachgewiesen, dass der Wert h mit einer guten Annäherung vom Effektivwert
der Vibrationsgeschwindigkeit abhängt.
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