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Beschleunigter Flug; Kurvenflug - Firebird First Betriebshandbuch

Inhaltsverzeichnis
Date: 10.03.2008
Revision: 0
Page: 11
11.3 Start
Der FIRST ist sehr einfach zu starten. Generell empfehlen wir beide A-Gurte (A und A') beim
Start zu verwenden. Je nach Starttechnik, Windverhältnisse und Gelände kann man alternativ
nur die mittleren A-Gurte zum aufziehen des Gleitschirmes verwenden. Zur besseren Orientie-
rung sind die unterschiedlichen Tragegurtebenen farblich markiert. Der startbereite Pilot hält je
Seite die A-Tragegurte und Steuergriffe in den Händen und geht mit den A-Leinen leicht auf
Zug. Bei flachen Startplätzen und wenig Wind kann man alternativ einen Schritt Richtung Kap-
pe zurückgehen und mit mehr Impuls den Gleitschirm aufziehen. Während des Startlaufes sind
die Arme zuerst in Verlängerung der A-Gurte seitlich nach hinten gestreckt und werden mit
dem Aufsteigen des Gleitschirmes nach oben geführt.
Das Wichtigste beim Aufziehen ist wie bei allen Schirmen nicht die Kraft, sondern die Konstanz
des Zuges. Da der FIRST sehr leicht aufzuziehen ist, muß man ihn auf steilen Startplätzen
oder bei starkem Wind etwas anbremsen, damit die Schirmkappen nicht überholt. Beim Rück-
wärts-Aufziehen bei starkem Wind kann man ein verfrühtes Abheben leicht verhindern, indem
man während des aufziehens mit dem Schirm mitgeht. Die beste Vorbereitung für perfekte
Starkwindstarts ist immer noch stundenlanges Spielen im Wind am Boden.

11.4 Beschleunigter Flug

Wenn das Beschleunigungssystem mit den Füßen betätigt wird verringert sich der Anstellwin-
kel der Kappe wodurch die Geschwindigkeit zu nimmt. Durch die höhere Geschwindigkeit ist
der Gleitschirm instabiler und klappt leichter und heftiger ein.
Aus Sicherheitsgründen sollte man deshalb nur in ruhiger Luft und mit ausreichendem Abstand
zum Boden beschleunigt fliegen. Die Steuergriffe sind beim beschleunigten Fliegen niemals
loszulassen!
Beim Einflug in Turbulenzen ist das Beschleunigungssystem sofort zu deaktivieren!
Ziehen der Steuerleinen während des beschleunigten Fluges ist ebenfalls zu vermeiden, da
dabei durch den erhöhten Luftwiderstand an der Abströmkante die Nase kurzzeitig noch mehr
nach unten nickt und sich die Gefahr des „Unterschneidens" erhöht und der Schirm heftig ein-
klappen kann.
Sollte der Gleitschirm einklappen, so ist das Beschleunigungssystem sofort zu deaktivieren,
dann wird zuerst die Kappe über die Steuerleinen stabilisiert und wieder geöffnet.

11.5 Kurvenflug

Die hohe Wendigkeit des FIRST ist auf seine besondere Steuercharakteristik zurückzuführen:
Er reagiert auf Steuerimpulse sehr direkt und verzögerungsfrei.
Durch Gewichtsverlagerung (Pilot lehnt sich auf die Kurveninnenseite) lassen sich sehr flache
Kurven mit minimalem Höhenverlust fliegen.
Gewichtsverlagerung und Zug an der kurveninneren Steuerleine ist für schnelle Richtungs-
wechsel geeignet.
Für das Thermikfliegen eignet sich am besten die Kombination aus Gewichtsverlagerung, An-
bremsen der Kurveninnenseite sowie dosiertes zusätzliches Anbremsen des Außenflügels.
Durch das Gegenläufig ziehen und Lösen (aktives fliegen) mit der kurveninneren und kurven-
äußeren Bremse kann der Kurvenradius und die Querlage verändert und das zentrieren der
Thermik optimiert werden.
Achtung: bei zu weitem oder zu schnellem durchziehen der Steuerleinen besteht die Gefahr
des Strömungsabrisses!
Ein einseitiger Strömungsabriss kündigt sich deutlich an: die Kurveninnenseite wird weich und
das kurveninnere Flügeldrittel bleibt fast "stehen". Ist dieser Flugzustand eingetreten, so ist die
kurveninnere Bremse sofort zu lösen.
Betriebshandbuch
FIRST
Firebird GmbH, Am Tower 16 D- 54634 Bitburg
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