Allgemeine Informationen 1 Allgemeine Informationen 1.1 Bestimmungsgemäße Verwendung Die Sensoren der Serie optris CTlaser sind berührungslos messende Infrarot-Temperatursensoren. Sie messen die von Objekten emittierte Infrarotstrahlung und berechnen auf dieser Grundlage die Oberflächentemperatur [►7 Prinzip der Infrarot-Temperaturmessung]. Über ein integriertes Doppel- Laservisier wird der Messfleck in Größe und Lage auf der Objektoberfläche exakt markiert.
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Lesen Sie diese Bedienungsanleitung vor der ersten Inbetriebnahme aufmerksam durch. Der Hersteller behält sich im Interesse der technischen Weiterentwicklung das Recht auf Änderungen der in dieser Anleitung angegebenen Spezifikationen vor. ► Alle Zubehörteile können unter Verwendung der in Klammern [ ] angegebenen Artikelnummern bestellt werden.
Allgemeine Informationen 1.2 Gewährleistung Sollten trotz sorgfältiger Qualitätskontrolle Gerätedefekte auftreten, dann setzen Sie sich umgehend mit unserem Kundendienst in Verbindung. Die Gewährleistungsfrist beträgt 24 Monate ab Lieferdatum. Nach diesem Zeitraum gibt der Hersteller im Reparaturfall eine 6-monatige Gewährleistung auf alle reparierten oder ausgetauschten Gerätekomponenten.
1.4 Wartung Benutzen Sie niemals lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel (weder für die Optik, noch für das Gehäuse). 1.4.1 Reinigung Lose Partikel können mit sauberer Druckluft weggeblasen werden. Die Linsenoberfläche kann mit einem weichen, feuchten Tuch (befeuchtet mit Wasser oder einem wasserbasierten Glasreiniger) gereinigt werden.
Allgemeine Informationen 1.5 Modellübersicht Die Sensoren der CTlaser-Serie sind in folgenden Basisvarianten lieferbar: Modell Kurzbezeichnung Messbereich Spektrale Empfindlichkeit Typische Anwendungen nichtmetallische CTlaser LT -50 bis 975 °C 8-14 µm Oberflächen CTlaser F -50 bis 975 °C 8-14 µm schnelle Prozesse CTlaser 05M 1000 bis 2000 °C 0,525 µm...
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200 bis 1450 °C Messung von CO CTlaser F6 4,64 µm 400 bis 1650 °C Flammengasen CTlaser G5 100 bis 1200 °C 5 µm Glastemperaturen 250 bis 1650 °C G5HF 200 bis 1450 °C G5H1F 400 bis 1650 °C CTlaser P7 0 bis 710 °C 7,9 µm Plastikfolien und...
2.2 Allgemeine Spezifikationen Messkopf Elektronik-Box Schutzgrad IP65 (NEMA-4) IP65 (NEMA-4) Umgebungstemperatur -20...85 °C -20...85 °C Lagertemperatur -40...85 °C -40...85 °C Relative Luftfeuchtigkeit 10...95 %, nicht kondensierend 10...95 %, nicht kondensierend Material Edelstahl Zink, gegossen Abmessungen 100 mm x 50 mm, M48x1.5 89 mm x 70 mm x 30 mm Gewicht 600 g...
Technische Daten Schock IEC 60068-2-27 (25 g und 50 g) Software (optional) CompactConnect Der Laser schaltet sich automatisch bei Umgebungstemperaturen >50 °C ab. Die Funktion der LCD-Anzeige kann bei Umgebungstemperaturen unter 0 °C eingeschränkt sein. 2.3 Elektrische Spezifikationen Spannungsversorgung 8–36 VDC Stromverbrauch max.
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Digitale Schnittstellen USB, RS232, RS485, CAN, Profibus DP, Ethernet (über optionale Steckmodule) Relaisausgang 2 x 60 VDC/ 42 VAC , 0,4 A; potentialfrei (optionales Steckmodul) Funktionseingänge F1 bis F3; über Software programmierbar für folgende Funktionen: - externe Emissionsgradeinstellung, - Hintergrundstrahlungskompensation, - Trigger (Rücksetzen der Haltefunktionen)
Technische Daten 2.12 Optische Diagramme Die Größe des zu messenden Objektes und die optische Auflösung des IR- Thermometers bestimmen den Maximalabstand zwischen Messkopf und Objekt. Zur Vermeidung von Messfehlern sollte das Messobjekt das Gesichtsfeld der Messkopfoptik vollständig ausfüllen. Die folgenden optischen Diagramme zeigen den Durchmesser des Messflecks in Abhängigkeit von der Messentfernung.
Mechanische Installation 3 Mechanische Installation • Der optische Strahlengang muss frei von jeglichen Hindernissen sein. • Für eine exakte Ausrichtung des Messkopfes auf das Objekt aktivieren Sie den integrierten Doppel-Laser. [►5.2 Visierlaser] Der CTlaser ist mit einem metrischen M48x1,5-Gewinde ausgestattet und kann entweder direkt über dieses Gewinde oder mit Hilfe der Sechskantmutter (Standard) und des festen Montagewinkels (Standard) an vorhandene Montagevorrichtungen installiert werden.
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Abbildung 2: Montagewinkel, justierbar in einer Achse [Bestell-Nr.: ACCTLFB] – im Lieferumfang enthalten...
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Mechanische Installation Abbildung 3: Elektronik-Box...
3.1 Zubehör 3.1.1 Freiblasvorsatz • Nur Öl freie, technisch reine Luft verwenden. • Die benötigte Luftmenge (ca. 2...10 l/ min.) ist abhängig von der Applikation und den Bedingungen am Installationsort. Ablagerungen (Staub, Partikel) auf der Linse sowie Rauch, Dunst und hohe Luftfeuchtigkeit (Kondensation) können zu Fehlmessungen führen.
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Mechanische Installation Abbildung 4: Freiblasvorsatz [Bestell-Nr.: ACCTLAP] Schlauchanschluss: 6x8 mm Gewinde (Fitting): G 1/8 Zoll...
3.1.2 Montagewinkel Mit Hilfe dieses Montagewinkels kann der Messkopf in 2 Achsen justiert werden. Abbildung 5: Montagewinkel, justierbar in zwei Achsen [Bestell.-Nr.: ACCTLAB]...
Mechanische Installation 3.1.3 Wasserkühlgehäuse Zur Vermeidung von Kondensationsbildung auf der Optik sollte zusätzlich der Freiblasvorsatz montiert werden. Der Messkopf kann bei Umgebungstemperaturen bis zu 85 °C ohne Kühlung eingesetzt werden. Für Anwendungen, bei denen eine höhere Umgebungstemperatur auftreten kann, empfiehlt sich der Einsatz des optionalen Wasserkühlgehäuses (Einsatztemperatur bis 175 °C).
3.1.4 Tragschienenmontageplatte für Elektronik-Box Mit Hilfe der Tragschienenmontageplatte kann die CT-Elektronik an einer Hutschiene nach EN50022 (TS35) montiert werden. Abbildung 7: Tragschienenmontageplatte [Bestell-Nr.: ACCTRAIL]...
Elektrische Installation 4 Elektrische Installation 4.1 Anschluss der Kabel Bei Verwendung des Cooling Jackets wird die Steckervariante benötigt. Standardvariante Die Standardvariante wird inklusive Anschlusskabel (Verbindung Messkopf-Elektronik) geliefert. Zum Anschluss des CTlaser öffnen Sie zunächst den Deckel der Elektronikbox (4 Schrauben). Im unteren Bereich befinden sich die Schraubklemmen für den Anschluss der Kabel.
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Steckervariante • Verwenden Sie als Zubehör nur die original erhältlichen, vorkonfektionierten und mit einem passenden Kupplungsstecker versehenen Anschlusskabel. • Beachten Sie die Pin-Belegung des Steckers (siehe Abbildung 10 Bei dieser Ausführung befindet sich in der Sensorrückwand bereits ein Gerätestecker. Abbildung 9: Anschluss Steckervariante...
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Elektrische Installation Pin-Belegung Gerätestecker (nur bei Steckervariante) Abbildung 10: Gerätestecker (Außenansicht) Bezeichnung Aderfarbe (Original Sensorkabel) Detektorsignal (+) Gelb Temperaturfühler Messkopf Braun Temperaturfühler Messkopf Weiß Detektorsignal (-) Grün Spannungsversorgung Laser (–) Grau Spannungsversorgung Laser (+) rosa Nicht belegt...
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Anschlusskennzeichnung [Modelle LT/ LTF/ MT/ F2/ F6/ G5/ P7] Abbildung 11: Geöffnete Elektronik-Box (LT/ LTF/ MT/ F2/ F6/ G5/ P7) mit Anschlussklemmen +8..36VDC Spannungsversorgung Masse (0V) der Spannungsversorgung Masse (0V) der internen Ein- und Ausgänge OUT-AMB Analogausgang Messkopftemperatur (mV)
4.2 Spannungsversorgung An die Analogausgänge darf auf keinen Fall eine Spannung angelegt werden, da dies zur Zerstörung des Ausgangs führt! Der CTlaser ist kein Zweileitersensor! Verwenden Sie ein separates, stabilisiertes Netzteil mit einer Ausgangsspannung von 8–36 VDC, welches einen minimalen Strom von 160 mA liefert. Die Restwelligkeit soll max.
Elektrische Installation 4.3 Kabelmontage Für alle Power- und Datenleitungen dürfen nur abgeschirmte Kabel verwendet werden. Der Schirm des Sensors muss geerdet sein. Die vorhandene Kabelverschraubung M12x1,5 der Elektronikbox eignet sich für Kabel mit einem Außendurchmesser von 3 bis 5 mm. 1.
Abbildung 13: Kabelmontage 4.4 Masseverbindung 4.4.1 05M, 1M, 2M, 3M Modelle Auf der Unterseite der Mainboard-Platine finden Sie einen Steckverbinder (Jumper), welcher werksseitig wie im Bild ersichtlich platziert ist [unterer und mittlerer Pin verbunden]. In dieser Position sind die Masse-klemmen (GND Versorgungsspannung/ Ausgang) mit der Gehäusemasse der Elektronikbox verbunden.
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Elektrische Installation Um Masseschleifen und damit verbundene Signalstörungen zu vermeiden, ist in industrieller Umgebung ggf. ein Auftrennen dieser Verbindung erforderlich. Stecken Sie dazu den Jumper bitte in die andere Position [mittlerer und oberer Pin verbunden]. Bei Verwendung des Thermoelementausgangs empfiehlt sich generell ein Auftrennen der Masseverbindung GND –...
4.4.2 LT, LTF, MT, F2, F6, G5, P7 Modelle Auf der Unterseite der Mainboard-Platine finden Sie einen Steckverbinder (Jumper), welcher werksseitig wie im Bild ersichtlich platziert ist [linker und mittlerer Pin verbunden]. In dieser Position sind die Masseklemmen (GND Versorgungsspannung/ Ausgang) mit der Gehäusemasse der Elektronikbox verbunden.
Elektrische Installation 4.5 Austauschen des Messkopfes • Bei Montage eines neuen Messkopfes muss der Kalibrier-Code des neuen Kopfes in die Elektronik eingegeben werden. • Nach Modifikation des Kopf-Kalibriercodes ist ein Reset nötig, um die Änderungen zu aktivieren. [►5 Bedienung] • Der Kalibriercode befindet sich auf einem Label am Messkopf.
1. Zur Eingabe des Codes betätigen Sie die Auf- und Ab-Taste (beide gedrückt halten) und dann die Mode-Taste. Im Display erscheint HCODE und danach die 4 Zeichen des ersten Blocks. Mit Auf und Ab können die einzelnen Stellen geändert werden; Mode wechselt zum nächsten Zeichen bzw.
Elektrische Installation Das Messkopfkabel kann bei Bedarf ebenfalls ausgetauscht werden. 1. Zur Demontage am Messkopf öffnen Sie zunächst den Verschlussdeckel an der Rückseite des Messkopfes. Danach ziehen Sie die Schraubklemme ab und lösen die Anschlüsse. 2. Nach Anschluss des neuen Kabels verfahren Sie in umgekehrter Reihenfolge. Beachten Sie, dass der Schirm des Kabels mit dem Kopfgehäuse verbunden ist.
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Ausgabesignal Bereich Anschluss-Pin auf CTlaser-Platine Spannung 0 ... 5 V OUT-mV/mA Spannung 0 ... 10 V OUT-mV/mA Strom 0 ... 20 mA OUT-mV/mA Strom 4 ... 20 mA OUT-mV/mA Thermoelement TC J OUT-TC Thermoelement TC K OUT-TC Ausgabekanal 2 [nur für Modelle LT/ G5] Am Anschluss-Pin OUT AMB wird die Messkopftemperatur [-20-180 °C als 0-5 V oder 0-10 V Signal] ausgegeben.
Elektrische Installation 4.7.2 Digitale Schnittstellen Die Ethernet-Schnittstelle benötigt eine Versorgungsspannung von mind. 12 V. Beachten Sie in jedem Fall die Hinweise der jeweiligen Schnittstellen-Anleitung. Der CTlaser kann optional mit einer USB-, RS232-, RS485-, CAN-Bus-, Profibus DP- oder Ethernet- Schnittstelle ausgestattet werden. Abbildung 17: Digitale Schnittstellen...
1. Zur Installation nehmen Sie zunächst die jeweilige Interface-Platine und stecken diese in die dafür vorgesehene Aufnahme in der Elektronik, welche sich links neben der Anzeige befindet. In der richtigen Lage stimmen die Schraubenlöcher des Interface mit denen der Elektronik-Box überein.
Elektrische Installation Der CTlaser kann optional mit einem Relaisausgang ausgestattet werden. Die Relais-Platine wird in gleicher Weise wie die digitalen Schnittstellen installiert. Beide Relais sind vollkommen isoliert ausgelegt und können mit maximal 60 VDC/ 42 VAC , 0,4 A, DC/AC schalten. Eine rote LED signalisiert jeweils einen geschlossenen Relaiskontakt. 4.7.4 Funktionseingänge Die drei Funktionseingänge F1 bis F3 können ausschließlich über die Software programmiert werden.
4.7.5 Alarme Bei allen Alarmen (Alarm 1, Alarm 2, Ausgangskanal 1 und 2 bei Nutzung als Alarmausgang) ist eine Hysterese von 2 K fest eingestellt. Der CTlaser verfügt über folgende Alarmfunktionen: Ausgabekanal 1 und 2 [Kanal 2 nur bei LT/ G5] Zur Aktivierung muss der jeweilige Ausgabekanal in den Digital-Modus umgeschaltet werden.
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Elektrische Installation Werksseitig sind die Alarme wie folgt definiert: Beide Alarme wirken auf die Farbeinstellung des LCD-Displays: BLAU: Alarm 1 aktiv ROT: Alarm 2 aktiv GRÜN: kein Alarm aktiv Alarm 1 Normal geschlossen/ Low-Alarm Alarm 2 Normal offen/ High-Alarm Für erweiterte Einstellungen wie Definition als Low- oder High-Alarm [über Änderung Normal offen/ geschlossen], Wahl der Signalquelle [T ] wird eine Digitalschnittstelle (z.
Bedienung 5 Bedienung Nach Zuschalten der Versorgungsspannung startet der Sensor eine Initialisierungsroutine und zeigt für einige Sekunden INIT im Display. Danach wird die Objekttemperatur angezeigt. Die Farbe der Displaybeleuchtung ändert sich entsprechend der Alarmeinstellungen [►4.7.5 Alarme/ Visuelle Alarme]. 5.1 Sensoreinstellungen •...
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Bedienung Anzeige Modus [Beispiel] Einstellbereich Laser-Visier [Ein] ON/ OFF 1 4 2 .3 C Objekttemperatur (nach Signalverarbeitung) [142,3 °C] unveränderbar 1 2 7 C H Kopftemperatur [127 °C] unveränderbar 2 5 C B Boxtemperatur [25 °C] unveränderbar 1 4 2 C A aktuelle Objekttemperatur [142 °C] unveränderbar Signalausgabe Ausgabekanal 1 [0-5 V]...
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S ON Aktivierung (ON) und Deaktivierung (OFF) des Visierlasers. Durch Betätigen von Auf bzw. Ab kann der Laser ein- und ausgeschaltet werden. Auswahl des Ausgabesignals. Durch Betätigen von Auf bzw. Ab können die verschiedenen Ausgangssignale (siehe ) gewählt werden. Tabelle 2 E0.970 Einstellen des Emissionsgrades.
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Bedienung P---- Einstellen der Zeit für die Maximumsuche. Bei Einstellen von 0.0 erscheint im Display - (Funktion deaktiviert). Bei dieser Funktion wird das jeweilige Signalmaximum gehalten; d. h. bei sinkender Temperatur hält der Algorithmus den Signalpegel für die eingestellte Zeit. Nach Ablauf der Haltezeit fällt das Signal auf den zweithöchsten Wert bzw.
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Signalverlauf bei P---- ▬ T mit Maximumsuche (Haltezeit = 1s) Prozess ▬ T ohne Nachverarbeitung Aktuell Einstellen der unteren Grenze des Temperaturbereiches. Die minimale Differenz zwischen unterer und oberer Bereichsgrenze beträgt 20 K. Wird die untere Grenze auf einen Wert ≥ obere Grenze gewählt, so wird die obere Grenze automatisch auf [untere Grenze + 20 K] gesetzt.
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Bedienung n 500.0 Einstellen der oberen Grenze des Temperaturbereiches. Die minimale Differenz zwischen oberer und unterer Bereichsgrenze beträgt 20 K. Die obere Grenze lässt sich nur auf einen Wert = untere Grenze + 20 K einstellen. Einstellen der unteren Grenze des Ausgabesignals. Diese Einstellung ermöglicht die [ 0.00 Zuordnung eines bestimmten Ausgabesignalpegels zur unteren Grenze des Temperatur-bereichs.
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XHEAD Speziell bei großen Unterschieden zwischen der Umgebungstemperatur am Objekt und der Messkopftemperatur empfiehlt sich die Nutzung der Umgebungstemperaturkompensation. Einstellen der Umgebungstemperaturkompensation. In Abhängigkeit des Emissionsgrades des Messobjektes wird von der Oberfläche ein mehr oder weniger großer Anteil an Umgebungsstrahlung reflektiert. Um diesen Einfluss zu kompensieren, bietet diese Funktion die Möglichkeit, einen festen Wert für die Hintergrundstrahlung einzugeben.
Bedienung 5.2 Visierlaser Zielen Sie mit dem Laser nicht direkt in die Augen von Personen und Tieren! Blicken Sie nicht direkt bzw. indirekt über reflektierende Flächen in den Laserstrahl! • Bei einer Umgebungstemperatur >50 °C schaltet sich der Laser automatisch ab. •...
Der CTlaser verfügt über ein Doppel-Laservisier. Beide Laser markieren in jeder Messentfernung den exakten Durchmesser des Messflecks. Im Scharfpunkt der jeweiligen Optik [►2.12 Optische Diagramme] liegen beide Laserpunkte übereinander und markieren somit als ein Laserpunkt den minimalen Messfleck. Somit lässt sich der Sensor genau auf das zu messende Objekt positionieren. Der Laser kann über die Programmiertasten am Gerät oder die Software aktiviert/ deaktiviert werden.
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Bedienung Modelle 05M/ 1M/ 2M/ 3M: 1. Stelle: kein Fehler Kopftemperatur-Fühler hat Kurzschluss nach Masse (bn) Boxtemperatur zu niedrig Boxtemperatur zu hoch Boxtemperatur-Fühler unterbrochen Boxtemperatur-Fühler hat Kurzschluss nach Masse 2. Stelle: kein Fehler Objekttemperatur zu hoch Kopftemperatur zu niedrig Kopftemperatur zu hoch Kopftemperatur-Fühler unterbrochen (bn)
Software CompactConnect 6 Software CompactConnect Minimale Systemvoraussetzungen: • Windows Vista, Windows 7, Windows 8 • USB-Schnittstelle • Festplatte mit mind. 30 MByte freiem Speicherplatz • Mindestens 128 MByte RAM • CD-ROM-Laufwerk Eine detaillierte Softwarebeschreibung befindet sich auf der Software-CD. 6.1 Installation 1.
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Nach der Installation finden Sie die Software auf Ihrem Desktop (als Programmsymbol) sowie im Startmenü unter: Start\Programme\CompactConnect Um die Software zu deinstallieren, nutzen Sie Uninstall im Startmenü. Abbildung 20: Software CompactConnect...
Software CompactConnect Hauptfunktionen: Grafische Darstellung und Aufzeichnung der Temperaturmesswerte zur späteren Analyse und Dokumentation Komplette Parametrierung und Fernüberwachung des Sensors Programmierung der Signalverarbeitungsfunktionen Skalierung der Ausgänge und Parametrierung der Funktionseingänge 6.2 Kommunikationseinstellungen Eine detaillierte Beschreibung des Protokolls und der Befehle finden Sie auf der CD CompactConnect im Verzeichnis: \Commands.
6.2.1 Serielle Schnittstelle Baudratel: 9,6...115,2 kBaud (einstellbar am Gerät oder über Software) Datenbits: Parität: keine Stopp bits: Flusskontrolle 6.2.2 Protokoll Alle CTlaser-Sensoren verwenden ein binäres Protokoll. Alternativ können die Geräte auch auf ein ASCII- Protokoll umgeschaltet werden. Um eine schnelle Kommunikation zu erreichen, wird auf einen zusätzlichen Overhead mit CR, LR oder ACK Bytes verzichtet.
Software CompactConnect 6.2.3 ASCII-Protokoll Zur Umschaltung auf das ASCII-Protokoll verwenden Sie folgenden Befehl: Dezimal: HEX: 0x83 Daten, Antwort: byte 1 Ergebnis: 0 – Binär-Protokoll 1 – ASCII-Protokoll 6.2.4 Speichern von Parametereinstellungen Nach Einschalten des CTlaser-Sensors ist der Flash-Modus aktiv, d. h. geänderte Parametereinstellungen werden im internen Flash-EEPROM gespeichert und bleiben auch nach Ausschalten der Spannungsversorgung erhalten.
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Dezimal: HEX: 0x70 Daten, Antwort: byte 1 Ergebnis: 0 – Daten werden nicht in den Flash geschrieben 1 – Daten werden in den Flash geschrieben Bei ausgeschaltetem Flash-Modus bleiben Parameteränderungen nur aktiv, solange der CTlaser eingeschaltet ist. D. h. nach Ausschalten der Versorgungsspannung und Wiedereinschalten gehen die gesetzten Werte verloren.
Prinzip der Infrarot-Temperaturmessung Prinzip der Infrarot-Temperaturmessung In Abhängigkeit von der Temperatur sendet jeder Körper eine bestimmte Menge infraroter Strahlung aus. Mit einer Temperaturänderung des Objektes geht eine sich ändernde Intensität der Strahlung einher. Der für die Infrarotmesstechnik genutzte Wellenlängenbereich dieser so genannten „Wärmestrahlung“ liegt zwischen etwa 1µm und 20µm.
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relevant ist. Der Detektor hat gemeinsam mit der nachgeschalteten Verarbeitungselektronik die Aufgabe, die Intensität der emittierten Infrarotstrahlung in elektrische Signale umzuwandeln.
Emissionsgrad 8 Emissionsgrad 8.1 Definition Die Intensität der infraroten Wärmestrahlung, die jeder Körper aussendet, ist sowohl von der Temperatur als auch von den Strahlungseigenschaften des zu untersuchenden Materials abhängig. Der Emissionsgrad (ε - Epsilon) ist die entsprechende Materialkonstante, die die Fähigkeit eines Körpers, infrarote Energie auszusenden, beschreibt.
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der Emissionsgrad soweit verändert werden, bis der angezeigte Messwert mit der tatsächlichen Temperatur übereinstimmt. ► Bei Temperaturmessungen bis 380 °C besteht die Möglichkeit, auf dem Messobjekt einen speziellen Kunststoffaufkleber (Emissionsgradaufkleber – Bestell-Nr.: ACLSED). anzubringen, der den Messfleck vollständig bedeckt. 1. Stellen Sie nun den Emissionsgrad auf 0,95 ein und messen Sie die Temperatur des Aufklebers. 2.
Emissionsgrad 8.3 Charakteristische Emissionsgrade Sollte keine der oben beschriebenen Methoden zur Ermittlung Ihres Emissionsgrades anwendbar sein, können Sie sich auf die Emissionsgradtabellen ► Anhang A und Anhang B beziehen. Beachten Sie, dass es sich in den Tabellen lediglich um Durchschnittswerte handelt. Der tatsächliche Emissionsgrad eines Materials wird u.a.
Adaptive Mittelwertbildung Anhang C – Adaptive Mittelwertbildung Die Mittelwertbildung wird in der Regel eingesetzt, um Signalverläufe zu glätten. Über den einstellbaren Parameter Zeit kann dabei diese Funktion an die jeweilige Anwendung optimal angepasst werden. Ein Nachteil der Mittelwertbildung ist, dass schnelle Temperaturanstiege, die durch dynamische Ereignisse hervorgerufen werden, der gleichen Mittlungszeit unterworfen sind und somit nur zeitverzögert am Signalausgang bereitstehen.