470 kΩ an den Eingängen Tuner und Aux
schließen diese Quellen ab, wenn sie nicht
an den Verstärker geschaltet sind.
Nachbau
Den Nachbau werden wir mit der Be-
stückung der Platinen beginnen und uns
anschließend dem Aufbau des Gehäuses
widmen. Nach dem dann folgenden Ein-
bau der Komponenten ins Gehäusechassis
folgen die Inbetriebnahme und der Ab-
gleich. Der gesamte Nachbau läßt sich in
wenigen Stunden durchführen.
Die Schaltung des Röhrenvorverstärkers
RVV-100 ist auf zwei Platinen aufgeteilt.
Die Basisplatine beherbergt dabei das Netz-
teil sowie die Verstärkerstufen für beide
Kanäle, während die Buchsenplatine nur
die NF-Ein- und Ausgangsbuchsen trägt.
Beim Platinenlayout wurde besonderer
Wert auf eine gute Trennung zwischen
dem linken und rechten Stereokanal ge-
legt. Diese durchdachte Aufteilung der
Schaltung auf der Basisplatine gewährlei-
stet eine gute Trennung der empfindlichen
Signalwege untereinander und zum Netz-
teil und verhindert so eine gegenseitige
Beeinflussung.
Bei der folgenden Bestückung der Lei-
terplatten sollte besonders sorgfältig vor-
gegangen werden, denn es ist bedeutend
angenehmer, 2 Stunden länger zu bestük-
ken, als womöglich im nachhinein mehre-
re Stunden vermeidbare Fehler zu suchen.
Dies ist beim Aufbau von Röhrenschaltun-
gen besonders wichtig, da sich hier auf-
grund der zum Teil sehr hohen Betriebs-
spannungen bei Bestückungsfehlern sicher-
heitstechnische Gefahren ergeben können.
In diesem Zusammenhang empfiehlt es
sich, die vorliegende Bauanleitung kom-
plett durchzulesen, bevor mit dem Aufbau
begonnen wird.
Die im vorangegangenen Artikel („ELV-
journal" 5/98) dargestellte Schaltung des
Signalteiles ist im Röhrenvorverstärker
zweimal vorhanden (für den linken und
rechten Kanal). Um eine eindeutige Zu-
ordnung der einzelnen Bauelemente in der
Stückliste und im Bestückungsplan zum
jeweiligen Stereokanal zu ermöglichen, un-
terscheiden sich die Bauteilebezeichnun-
gen des rechten und linken NF-Kanals nur
in der ersten Ziffer der Numerierung. Die
Bauteile des linken Kanals beginnen mit
einer „1" in der Referenzbezeichnung (z.
B. RO 100), die Bauelemente des rechten
Kanals entsprechend mit einer „2" (zuge-
hörig RO 200). Bezieht sich eine Beschrei-
bung in dieser Bauanleitung auf ein Bau-
teil sowohl im linken als auch im rechten
Kanal, so werden wir die erste Ziffer der
Referenzbezeichnung durch ein „x" er-
setzten. So ist z. B. mit der Bezeichnung
C x60 sowohl C 160 als auch C 260 ge-
ELVjournal 5/98
meint. Alle Bauteile mit einer ein- oder
zweistelligen Nummer in ihrer Bezeich-
nung (z. B. RE 1) sind in der Schaltung nur
einfach vorhanden.
Platinenbestückung
Wir beginnen die Bestückungsarbeiten
mit dem Aufbau der Basisplatine. In ge-
wohnter Weise wird die Platine anhand der
Stückliste und des Bestückungsplanes be-
stückt, wobei auch das dargestellte Plati-
nenfoto hilfreiche Zusatzinformationen lie-
fern kann.
Im ersten Arbeitsschritt sind die Draht-
brücken anzufertigen und anschließend
einzulöten. Mit der Bestückung der passi-
ven Bauteile ist dann der Aufbau fortzuset-
zen. So werden zunächst die Widerstände
und Trimmer eingelötet, gefolgt von den
Kondensatoren. Beim Einbau der Elkos ist
unbedingt die richtige Polung sicherzu-
stellen, vor allem ein Verpolen der Elkos
C 6 und C x51, die zur Glättung der An-
odenspannung dienen, kann bei der Inbe-
triebnahme sicherheitstechnische Gefah-
ren nach sich ziehen. Auch beim nun fol-
genden Einbau der Dioden ist die Polari-
tät zu beachten. Der Bestückungsdruck gibt
hierzu eine Hilfestellung: der Katodenring
auf dem Bauelement muß mit der Markie-
rung im Bestückungsdruck übereinstimmen.
Anschließend werden die Spannungs-
regler-ICs IC x50 und IC x60 bestückt, die
zur besseren mechanischen Befestigung
liegend montiert werden. Zum Einbau der
Spannungsregler werden zunächst deren
Anschlußbeine im Abstand von 3 mm zum
IC-Gehäuse um 90° nach hinten umgebo-
gen und die ICs dann entsprechend positio-
niert. Die zur Stabilisierung der Heizspan-
nung verwendeten Regler IC x60 sind auf-
grund des großen Heizstromes und der dar-
aus resultierenden Verlustleistung jeweils
mit einem Kühlkörper vom Typ SK 13 zu
montieren. Vor dem Anlöten der Regler
sind diese mit Hilfe einer M3x8mm-Schrau-
be, die von der Lötseite her durchzustek-
ken ist, sowie der zugehörigen Mutter und
Fächerscheibe auf der Platine zu verschrau-
ben.
Nach dem nun folgenden Einbau der
Relais können die mechanischen Bauteile
eingesetzt werden. Hierzu sind zunächst
die Sicherungshalter einzulöten, in die dann
auch gleich die entsprechenden 5x20mm-
Schmelzsicherungen einzusetzen sind. Die
Netzsicherung SI 1 ist dabei mit der zuge-
hörigen Schutzkappe berührungssicher zu
machen. Danach werden die Lötstifte mit
Öse bestückt, bevor im nächsten Arbeits-
schritt die Netzklemmleiste KL 1 und der
Netzschalter S 1 montiert werden.
Um den späteren Zusammenbau zu ver-
einfachen, wird die Zugentlastung auf der
Platine für die Aufnahme des Netzanschluß-
kabels vorbereitet. Dazu werden zwei
Schrauben M3 x 12 mm von der Lötseite
durch die entsprechenden Bohrungen ge-
steckt. Auf der Bestückungsseite ist dann
die Zugentlastungsschelle mit Hilfe zwei-
er zugehöriger M3-Muttern und unterleg-
ten Fächerscheiben zunächst nur locker zu
verschrauben.
Die Röhrensockel der Phono-Verstärker-
stufe RO x00 und der Treiberstufe RO x01
sind als Print-Version für Leiterplattenmon-
tage ausgeführt. Diese Sockel können hier
ohne weiteres eingesetzt werden, da die
relativ kleinen Heizströme und die geringe
Wärmeentwicklung dieser Röhren keine
besonderen Anforderungen an die Kontak-
tierung der Sockel und den Röhrensockel
selbst stellen. Als Besonderheit ist zu be-
achten, daß alle Röhrensockel auf der Löt-
seite (!) zu bestücken sind. Die Einbauposi-
tion dieser Novalsockel (9polig) ist dabei
durch die Pinanordnung vorgegeben.
Alsdann wird der Befestigungswinkel
hinter dem Trafo, der später die Platine und
die Rückwand miteinander verbindet und
so für zusätzliche Stabilität sorgt, ange-
schraubt. Dazu wird eine M3x8mm-
Schraube von der Lötseite durch Platine
und Befestigungswinkel gesteckt. Mit ei-
ner aufzuschraubenden M4-Mutter und
unterlegter Fächerscheibe wird der Befe-
stigungswinkel auf der Bestückungsseite
fixiert.
Die Bestückungsarbeiten schließen wir
mit dem Einbau des Netztransformators
ab. Dieser wird mittels einer Schraube
M4 x 10 mm und unterlegter Fächerschei-
be auf der Platine montiert. Anschließend
werden die Trafo-Anschlußleitungen, wie
in Tabelle 1 angegeben, miteinander ver-
drillt und angelötet. Es ist dabei darauf zu
achten, daß die Leitungen in den zugehöri-
gen Ösen der Lötstifte umgebogen wer-
den, bevor sie verlötet werden. Die An-
schlußleitungen der Primärwicklung (gelb)
sind zusätzlich noch mit einem Kabelbin-
der, der durch die beiden Bohrungen un-
mittelbar vor den Lötstiften „A" und „B"
zu fädeln ist, in ihrer Lage zu sichern.
Nachdem die Basisplatine soweit bestückt
ist, wird die Buchsenplatine bearbeitet. Die-
se dient nur dazu, die Ein- und Ausgangssi-
gnale an den Cinch-Buchsen zur Basisplati-
ne zu führen. Die Buchsenplatine wird dazu
an der Basisplatine festgelötet. Hierzu müs-
sen die folgenden Instruktionen besonders
sorgfältig befolgt werden, da es sonst bei der
späteren Endmontage des Gerätes zu Pro-
blemen kommen kann.
Zum Zusammenfügen ist zunächst die
Buchsenplatine mit der Anschlußseite so
in den Führungsschlitz der Basisplatine zu
stecken, daß die Lötseite der Buchsenpla-
tine nach vorne zeigt. Dabei ist darauf zu
achten, daß die Platine so weit eingescho-
ben wird, daß die seitlichen Führungsna-
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