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elv RVV-100 Bedienungsanleitung Seite 12

Bau- und Bedienungsanleitung
Tabelle 2: Vorzubereitende Kabelabschnitte
Leitungstyp
2
0,22 mm
, schwarz
2
0,22 mm
, rot
NF-Leitung, 1adrig,
abgeschrimt
HF-Leitung RG 58U
HF-Leitung RG 58U
angeschraubt. Alsdann läßt sich das Ge-
häuseoberteil mit Platine in die Führungs-
nut der Front einschieben, wobei beson-
ders vorsichtig vorzugehen ist, um die
polierte Fläche nicht zu beschädigen. Als
letztes ist die Rückwand anzuschrauben.
Diese wird von hinten zwischen die Sei-
tenteile geschoben und so ausgerichtet,
daß die Mittelkontakte der Cinch-Buch-
sen in die zugehörigen Bohrungen der
Buchsenplatine einfassen. Wurde beim
Anlöten der Buchsenplatine an die Basis-
platine exakt gearbeitet, so treten bei die-
sem Aufbauschritt keine Probleme auf.
Sind die Anschlußpins aller Cinch-Buch-
sen ordnungsgemäß in die Bohrungen der
Buchsenplatine eingeführt, ist die Rück-
wand mittels Senkkopfschrauben an den
Seitenteilen zu befestigen und die Basis-
platine über den Haltewinkel hinter dem
Transformator an der Rückwand festzu-
schrauben. Dies geschieht mittels einer
M3x10mm Senkkopfschraube und die
zwischen Rückwand und Haltewinkel zu
plaziereden M3x5mm Disttanzrolle. Mit
dem nun erforderlichen Verlöten der
Cinch-Buchsen in die zugehörigen Löt-
stützpunkte ist das Gehäusechassis nun
soweit zusammengebaut, daß im nächster
Arbeitsschritt die Verdrahtung durchge-
führt werden kann.
Verdrahtung
Die durchdachte Konstruktion und das
Platinenlayout sorgen dafür, daß die zeit-
und arbeitsintensiven Verdrahtungsarbei-
ten auf ein Minimum reduziert werden
konnten. Um einen rationellen Arbeitsab-
lauf zu erreichen, sollten zuvor alle benö-
tigten Leitungsstücke entsprechend den An-
gaben in Tabelle 2 vorbereitet werden.
Im ersten Arbeitsschritt sind die
Verbindungen auf der Platine zur
Zuführung der äußerst empfindli-
chen Phonosignale zum Eingang
des Phono-Entzerrer-Verstärkers
herzustellen. Um die hier vorherr-
schenden kleinen Signalspannun-
gen möglichst unbeeinflußt zu
transportieren, kommt eine HF-
Leitung zur Anwendung. Die 21
cm lange Leitung verbindet die Löt-
stützpunkte ST 104 mit ST 105
(Innenader) und ST 106 mit ST 107
12
Anzahl
Länge
6
55 mm
3
55 mm
4
90 mm
1
150 mm
1
210 mm
(Masseschirm), während die 15 cm lange
Leitung ST 204 und ST 205 (Innenader)
bzw. ST 206 und ST 207 (Masseschirm)
miteinander verbindet.
Danach ist das Tandem-Potentiometer
zur Lautstärkeeinstellung mittels der vor-
bereiteten 9 cm langen 1adrig abgeschirm-
ten Leitungen zu kontaktieren. Die Leitun-
gen werden zunächst jeweils an das Poten-
tiometer angelötet, bevor sie an den Löt-
stiften auf der Platine befestigt werden.
Unter der Voraussetzung, daß die An-
schlußpins des Potentiometers wie be-
schrieben zum Gehäuseboden zeigen, ist
die Innenader der ersten Leitung an das
rechte vordere (von hinten gesehen), d. h.
an das zum Gehäuseseitenteil gewandte
Anschlußbein des Potentiometers anzulö-
ten. Das freie Ende der Leitung ist an
ST 101 anzulöten. Das nächste Leitungs-
stück kontaktiert den Schleiferabgriff und
wird an den mittleren Pin des gleichen
Potentiometers und auf der anderen Seite
am Punkt ST 100 angelötet. Anschließend
ist die Abschirmung der beiden Leitungen
auf der Platine an ST 103 bzw. ST 203 und
am Potentiometer gemeinsam am linken
Anschlußbein anzulöten. In gleicher Wei-
se erfolgt der Anschluß des zweiten Poten-
tiometers. Hier ist der rechte Pin mit ST 201
und die Mittelanzapfung des Potis mit
ST 200 zu verbinden, während die Masse-
schirme gemeinsam am linken Potentio-
meter-Pin und an ST 102 und ST 202
anzulöten sind.
Somit ist die Verdrahtung der Signalwe-
ge abgeschlossen, und im nächsten Ar-
beitsschritt folgt die Verkabelung der Tast-
schalter, indem an jedem Schalter zunächst
jeweils eine rote und eine schwarze Lei-
tung angeschlossen wird. Auf der Platine
sind die roten Leitungen mit ST 11 bzw.
[mm]
Abbildung 5: Schubstange des Netzschalters.
abzuisolierende Länge
4 mm, 4 mm
4 mm, 4 mm
Außen: 10 mm, Innen: 3 mm
Außen: 10 mm, Innen: 3 mm
Außen: 10 mm, Innen: 3 mm
168.0
136.5
ST 12, während die schwarzen Leitungs-
stücke mit ST 17 bzw. ST 18 zu verbinden
sind. Für eine korrekte Signalquellenum-
schaltung muß die Schaltebene „A" des
Drehschalters wie folgt angeschlossen
werden: Die rote Ader verbindet den Kon-
takt „A" des Drehschalters mit ST 10, mit
den schwarzen Leitungsstücken sind dann
folgende Verbindungen herzustellen: Kon-
takt „1" mit ST 13, „2" mit ST 14, „3" mit
ST 15 und „4" mit ST 16.
Zum nun folgenden Anschluß der 230V-
Netzzuleitung ist diese zuerst auf eine Län-
ge von 20 mm von der äußeren Ummante-
lung zu befreien. Die Leiterenden sind
dann auf 5 mm abzuisolieren und jeweils
mit einer Aderendhülse zu versehen. Als-
dann ist das so vorbereitete Kabelende von
außen durch die bereits in der Rückwand
eingesetzte Netzkabeldurchführung unter
den auf der Platine befindlichen Zugentla-
stungsbügel zu führen. Dabei werden die
einzelnen Adern der Leitung in die zuge-
hörigen Klemmen der Schraubklemmlei-
ste KL 1 eingeführt und festgeschraubt.
Das Netzkabel ist dann soweit unter den
Bügel der Zugentlastung zu schieben, daß
der äußere Kabelmantel auf der Klemmen-
seite ca. 2 mm herausragt. Durch das Fest-
ziehen des Zugentlastungsbügels auf der
Platine und der Netzkabeldurchführung in
der Rückwand wird die Netzzuleitung in
ihrer Position fixiert.
Im nächsten Arbeitsschritt wird die
Schubstange des Netzschalters angefertigt.
Dazu ist die Verlängerungsachse entspre-
chend der Abbildung 5 zu biegen und dann
durch das Überziehen des Gewebeschlau-
ches zu isolieren. Nach dem Aufsetzen der
Tastkappe auf der einen und des Adapter-
stückes auf der anderen Seite der Schub-
stange, die beide mit einem Tropfen Se-
kundenkleber befestigt werden, wird diese
vorgefertigte Einheit dann mit dem Adap-
terstück auf dem Netzschalter eingerastet,
wobei die Tastkappe durch die mit „Po-
wer" bezeichnete Öffnung in der Front-
platte zu schieben ist. Auch hier ist das
Adapterstück mit Sekundenkleber auf dem
Netzschalter zu befestigen. Somit ist der
Aufbau abgeschlossen, und wir wenden
uns im folgenden der Inbetriebnahme und
dem Abgleich zu.
20.0
11.5
ELVjournal 5/98
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