Bild 4.5: Gasbrenner-Anschlüsse
Kurzbeschreibung
Der von 5 – 25 kW (A1 BG 25i) bzw. 8 – 40 kW
(A1 BG 40i) modulierende Gas-Oberflächen-
brenner des ROTEX A1 BG Inline zeichnet sich
durch höchste Laufruhe, Verschleißfreiheit und
geringste Schadstoffemission aus. Der Brenner
ist modular aufgebaut. Er besteht aus:
- Brenneroberfläche (Pos. 1 in Bild 4.1)
- Kollektorloses Gleichstromgebläse (Pos. 2
in Bild 4.1)
- Venturi Mischdüse (Pos. 8 in Bild 4.1)
- Sicherheits-Gasregelblock (Pos. 3 in Bild
4.3) mit integriertem Gasfilter und Magnet-
ventilen
- Feuerungsautomat mit integrierter Zündung
(Pos. 6 in Bild 4.1)
- Brennerflansch (Pos. 12 in Bild 4.1)
- Elektrodenblock mit Zündelektroden und Ioni-
sationselektrode (Pos. 13/14 in Bild 4.3)
Entriegeln des Brenners
Eine Störabschaltung des Brenners wird an der
Kontrollleuchte des Kesselschaltfeldes ange-
zeigt (Pos. 9 in Bild 2.1).
Die Entriegelung des Brenners erfolgt durch
kurzen Druck auf die Entstörtaste am Schalt-
feld (Pos. 10 in Bild 2.1).
Brennerleistung
Die im Schaltfeld integrierte elektronische
Regelung ermittelt ständig die erforderliche
Brennerleistung aus den Betriebsdaten des
Kessels (Fühlertemperaturen, eingestellte
Betriebsparameter und Sollwerte). Die ermit-
telte Leistung wird in ein für das Brenner
gebläse verständliches Signal umgesetzt und
an dieses weitergeleitet.
Das Brennergebläse reagiert mit einer soforti-
gen Anpassung der Gebläsedrehzahl und damit
des Verbrennungsluftstromes. Der Gasregler
regelt die Gasmenge entsprechend nach,
damit im gesamten Leistungsbereich ein kon-
stanter Luftüberschuss (Luftzahl ) eingehalten
wird (siehe Beschreibung Gas Luft-Verbund-
regelung).
Begrenzung der maximalen Brenner-
leistung
Die maximale Brennerleistung kann am Kes-
selschaltfeld durch einfache Parametereingabe
begrenzt werden (siehe Parameter 13 der HF-
Ebene Bild 3.16). Dies kann z. B. dann sinnvoll
sein, wenn das Gas-Versorgungs-Unternehmen
für entsprechend geringe installierte Leistun-
gen einen günstigeren Bezugstarif anbietet.
Begrenzung der minimalen Brenner-
leistung
Die minimale Brennerleistung kann am Kessel-
schaltfeld durch einfache Parametereingabe
begrenzt werden (siehe Parameter 12 der HF-
Ebene Bild 3.16).
Eine Anhebung der minimalen Brennerleistung
kann z. B. dann sinnvoll sein, wenn der abgas-
seitige Widerstand relativ gross ist und die
Flamme bei Minimallast instabil wird, oder
wenn bei Berechnungen der Abgasanlage die
Anforderungen bei Teillast nicht erfüllt wer-
den.
Gas-Luft-Verbundregelung
Die Gas-Luft-Verbundregelung des ROTEX A1
BG Inline besteht aus einer Venturidüse mit
ringförmigen Gaseinlass und einem Gas-
druckregler.
Die Aufgabe der Gas-Luft-Verbundregelung ist
es, bei jeder Leistung die an der Luft-Einstell-
schraube (Pos. 11 in Bild 4.3) eingestellten
Luftzahl konstant zu halten. Der Sicherheits-
Gasregelblock (Pos. 3 in Bild 4.3) ist für Gas-
versorgungsdrücke von 5 – 55 mbar (Nulldruck-
regler) geeignet. Abhängig vom Volumenstrom
der Verbrennungsluft stellt sich im Zentrum der
Venturidüse (Pos. 8 in Bild 4.3) ein entspre-
chender Unterdruck ein. Dadurch wird das Gas,
das nach dem Gas-Luft-Verbundregler (Pos. 4
in Bild 4.3) drucklos anliegt (Nulldruckregler),
ins Zentrum der Venturidüse gesaugt, durch
das Brennergebläse (Pos. 2 in Bild 4.1) zur
Brenneroberfläche befördert und dabei optimal
durchmischt.
Durch diesen Verbund reagiert der Brenner auf
jede Änderung des Luftvolumenstromes sofort
mit einer entsprechenden Änderung das Gas-
volumenstromes.
Kontrolle der Brennereinstellung
Die ab Werk voreingestellte Gasart ist zu über-
prüfen. Nach erfolgtem Probelauf der Anlage
muss die Brennerleistung im Schornsteinfeger-
betrieb bei maximaler und minimaler Brenner-
leistung mit Hilfe eines Abgasanalysegerätes
kontrolliert werden (Schornsteinfegerbetrieb
siehe Bild 3.13).
Bei größerer Abweichung der gemessenen
Kohlendioxid konzentration als ± 0,2 % muss
der Brenner nachreguliert werden. Der Soll-
Kohlendioxidgehalt (CO
) ist 9,8 %.
2
Einstellung des Brenners und Anpassung
an die Gasart
Der Brenner ist ab Werk auf die entsprechende
Gasart voreingestellt (siehe Einstellaufkleber).
Zur Brennereinstellung wird zwingend ein
Abgasanalysegerät benötigt.
Nach erfolgtem Probelauf der Anlage muss der
Brenner im Schornsteinfeger-Betrieb (siehe
Bild 3.13) auf ca. 9,8 % CO
einreguliert wer-
2
den. Bei laufendem Brenner muss an der Gas
Einstellschraube (Pos. 11 in Bild 4.3) bei
betriebswarmem Kessel der Luftüberschuss
einreguliert werden.
Linksdrehung: mehr Gas (fetter)
Rechtsdrehung: weniger Gas (magerer)
(Die Umstellung auf Erdgas LL erfolgt in
gleicher Weise.)
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