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Befeuerungsanweisung; Umweltgerechte Befeuerung; Anzünden; Kontinuierliche Befeuerung - Scan 57 Montage- Und Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
B E F E U E R U N G S A N W E I S U N G

Umweltgerechte Befeuerung

Es wird davon abgeraten, den Kaminofen so sehr zu drosseln, dass
während der Entgasungsperiode keine deutlichen Flammen sicht-
bar sind, was zu einer besonders schlechten Verbrennung führt.
Die vom Holz freigegebenen Gase werden aufgrund der niedrigen
Temperatur in der Brennkammer nicht verbrannt. Ein Teil der Gase
kondensiert im Kaminofen und im Abzugssystem als Ruß, was
später zu einem Schornsteinbrand führen kann. Der verbleibende
Rauch, der aus dem Schornstein austritt, belastet die Umwelt und
hat einen störenden Geruch.
Anzünden
Wir empfehlen, Anzündblöcke oder Ähnliches zu verwenden, die
bei Ihrem Scan-Fachhändler erhältlich sind. Durch deren Gebrauch
brennt das Holz schneller an und die Verbrennung ist sauberer.
Benutzen Sie niemals Anzündflüssigkeit!
„Top down" Anzünden
3-4 Holzscheite ca. 35 cm lang und ungefähr 0,6 - 1,0 kg pro Stück.
1 Holzscheit ca. 25 cm und ungefähr 0,5 kg.
8 - 16 dünne Holzstücke ca. 20 cm mit einem Gesamtgewicht von
ca. 400 g.
3 Anzünder.
Legen Sie wie gezeigt die großen Holzscheite im Abstand von 1
- 2 cm in die Mitte der Brennkammer. Legen Sie die Hälfte der
Anzündhölzer kreuzweise auf die Holzscheite. Legen Sie das kle-
inste Holzscheit wie gezeigt auf die Anzündhölzer und die letzten
Anzündhölzer vor das Scheit. Legen Sie die Anzünder zwischen die
Hölzer und zünden Sie sie an.
Stellen Sie die Regulierung für die Primär- und Sekundärluft ca.
20 - 30 Minuten auf Maximum. Wenn die großen Holzscheite gut
Feuer gefangen haben, können die Primär- und Sekundärluft auf
das gewünschte Niveau gestellt werden.
Das „Top down" Anzünden von oben nach unten lässt Ihr Feuer
umweltfreundlicher beginnen und trägt dazu bei, die Scheiben
möglichst sauber zu halten.

Kontinuierliche Befeuerung

Es kommt darauf an, eine so hohe Temperatur wie möglich in
der Brennkammer zu erreichen. Dadurch werden Kaminofen und
Brennmaterial bestmöglich ausgenutzt, und es wird eine saubere
Verbrennung erreicht. Auf diese Weise wird die Rußbildung an den
Brennkammersteinen und am Glas vermieden. Bei der Befeuerung
sollte der Rauch nicht zu sehen sein, sondern nur als Bewegung in
der Luft erahnt werden können.
Wenn sich nach der Anzündphase eine gute Glutschicht im Kamin-
ofen gebildet hat, kann die eigentliche Befeuerung beginnen. Legen
Sie 2-3 Holzscheite von ca. 0,6 - 1,0 kg und ca. 30 cm Länge nach.
Anm! Das Holz muss sehr schnell Feuer fangen, weshalb empfohlen
wird, die Primärluft auf volle Stärke zu stellen. Eine Befeuerung mit
zu niedriger Temperatur und zu wenig Primärluft kann zum Verpuf-
fen der Gase führen, was den Kaminofen beschädigen kann.
Beim Nachlegen von Holz muss die Glastür vorsichtig geöffnet wer-
den, damit kein Rauch austritt. Legen Sie nie Holz nach, solange das
vorhandene noch gut brennt.
Befeuerung in der Frühjahrs- und Herbstsaison
In der Übergangszeit Frühjahr/Herbst, in der der Heizbedarf nicht so
hoch ist, wird das gelegentliche „Top down" Anzünden empfohlen.
Funktion des Schornsteins
Der Schornstein ist der Motor des Kaminofens und für dessen Funk-
tion entscheidend. Der Schornsteinzug erzeugt einen Unterdruck
im Kaminofen. Dieser Unterdruck entfernt den Rauch aus dem Ofen
und saugt durch den Verbrennungsluftschieber Luft für den Ver-
brennungsprozess an. Die Verbrennungsluft wird ebenfalls für die
Scheibenspülung verwendet, die die Scheibe frei von Ruß hält.
Der Schornsteinzug wird durch den Temperaturunterschied innen
im Schornstein und außerhalb des Schornsteins gebildet. Je höher
dieser Temperaturunterschied ist, desto besser ist der Schornstein-
zug. Daher ist es wichtig, dass der Schornstein seine Betriebstem-
peratur erreicht, bevor man die Schiebereinstellung nach unten
justiert, um die Verbrennung im Ofen zu begrenzen (ein gemauer-
ter Schornstein benötigt längere Zeit zum Erreichen der Betriebs-
temperatur als ein Stahlschornstein). An Tagen, an denen der Zug im
Schornstein aufgrund der Wind- und Wetterverhältnisse schlecht
ist, ist es besonders wichtig, die Betriebstemperatur schnellstmög-
lich zu erreichen. Es müssen schnell Flammen entfacht werden.
Hacken Sie das Holz besonders klein, benutzen Sie zusätzliche
Anzündblöcke usw.
Nach einer längeren Stillstandsperiode ist es wichtig, das Schorn-
steinrohr auf Blockierungen zu untersuchen.
Es können mehrere geräte an denselben Schornstein angeschlossen
werden. Die geltenden Regeln hierfür müssen beim Schornstein-
feger erfragt werden.
Selbst ein guter Schornstein kann schlecht funktionieren, wenn er
falsch benutzt wird. Dagegen kann ein schlechter Schornstein gut
funktionieren, wenn er richtig benutzt wird.
Betrieb unter verschiedenen Witterungsverhält-
nissen
Das Einwirken des Windes auf den Schornstein kann großen Einfluss
darauf haben, wie der Ofen unter verschiedenen Windbelastungen
reagiert, sodass es notwendig sein kann, die Luftzufuhr zu regu-
lieren, um eine gute Verbrennung zu erreichen. Es kann außerdem
von Vorteil sein, eine Klappe im Rauchrohr zu montieren, um
auf diese Weise den Schornsteinzug während der wechselnden
Windbelastungen zu regulieren.
Auch Nebel kann großen Einfluss auf den Schornsteinzug haben,
weshalb andere Einstellungen der Verbrennungsluft notwendig
sein können, um eine gute Verbrennung zu erreichen.
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