4 Betrieb
4.4 Potenziometereinstellungen
4.4.1.3 t-Stop
100
Die Stopp-Rampe t-Stop wird in der Praxis vorwiegend bei Pumpen, Förder-
bändern und Riemenantrieben angewandt. So kann beispielsweise das
Umkippen von Transportgut (z. B. Flaschen auf einem Förderband), das
Durchrutschen von Keilriemen oder der Wasserschlag durch zufallende Ven-
tile vermieden werden.
Bei allen anderen Anwendungen sollte der Parameter t-Stop auf null gesetzt
werden, um eine unnötige Erwärmung im Motor und Softstarter zu vermei-
den.
Eine Softstopp-Rampe ist thermisch vergleichbar mit einem Start. Sie führt
zur Erwärmung des Softstarters und des Motors und muss in die Starthäufig-
keit mit eingerechnet werden. Die Stopp-Rampe wird bei einem eingestell-
ten Wert von U-Start beendet. Bei einer korrekten Einstellung wird damit das
minimale Drehmoment erzeugt, bei dem der Motor noch dreht. Bei kleineren
Spannungen (Drehmomenten) bleibt die Maschine aufgrund von Verlusten
oder Reibung von selbst stehen.
Die Stopp-Rampe wird mit Abschalten des Startbefehls (Low-Signal an Steu-
erklemme +A1) aktiviert. Der Antrieb fährt dann mit der eingestellten Soft-
stopp-Zeit (t-Stop) bis auf den Wert der Startspannung (U-Start) herunter.
Sobald diese erreicht wird, schaltet der Softstarter den Ausgang ab. Sollte
der Motor noch drehen, läuft er ab dann ungeführt aus. In der Werkseinstel-
lung ist die Softstoppzeit (t-Stop) auf 0 s eingestellt – der Motor läuft unge-
führt aus.
①
+A1 (Start)
RUN
U
out
U-Start
n
Motor
Abbildung 72: Betrieb mit ① und ohne ② Softstopp
a Mit Stopp-Rampe (+A1 = OFF, t-Stop > 0)
b Ohne Stopp-Rampe (+A1 0 OFF, t-Stop = 0 s) oder über Steuerklemme EN (bei Baugröße 3 und 4)
oder über SmartWire-DT mit t-Stop = 0
DS7 Softstarter 09/16 MN03901001Z-DE www.eaton.com
+A1 (Start)
t-Stop
n
②
RUN
U
out
Motor