5Normen, Richtlinien und Vorschriften
5.8 Maßnahmen am hydraulischen
Anschluss
Rücklaufanhebung (RLA)
Fließt relativ kaltes Wasser (< 55°) aus dem
Heizkreis oder dem Pufferspeicher in den heißen
Kessel, dann kondensiert der im Abgas enthaltene
Wasserdampf an den kühleren Kessel-Wärmetau-
scherflächen. Dies führt auf Dauer zu Korrosion.
Um das zu vermeiden wird dem Kessel-Rücklauf
durch eine Rücklaufanhebung heißes Wasser
beigemengt.
Rücklaufanhebungsmodule mit einem motorge-
regelten Mischer verrichten diese Aufgabe exakter
als thermisch gesteuerte Module und ermöglichen
zudem eine Restwärmenutzung.
Absperrmöglichkeiten in den Leitungen
Um im Reparaturfall oder bei Erweiterung der
Anlage die zu tauschende Wassermenge so
gering wie möglich zu halten, ist es ratsam
abschnittsweise Absperrhähne anzubringen.
Außerdem wird das Anbringen von Spülan-
schlüssen für die Wartung empfohlen.
Ausdehnungsgefäß
Das Ausdehnungsgefäß verhindert, dass beim
Abkühlen der Anlage Luft angesaugt wird.
Folgende Vorgehensweise wird bei der Planung
und beim Einbau empfohlen:
–
Dimensionieren Sie das Ausdehnungsgefäß
mit einer Kapazität von 12% des Gesamt-
volumens der hydraulischen Anlage.
–
Sichern Sie das Ausdehnungsgefäß gegen
Absperren indem Sie die Absperr-
möglichkeiten auf dem Weg zu Ausgleichs-
gefäß als Kappenventile ausführen, oder
Handhebel abschrauben und mit Draht gut
sichtbar am ADG befestigen.
–
Der Druck in der Heizungsanlage (am
Manometer ablesbar) und der im Ausdeh-
nungsgefäß eingestellte Vordruck müssen
regelmäßig geprüft werden.
Hinweis
nungsgefäßes oder einer Druckhal-
teanlage ist zwingend erforderlich.
pellettop Montageanleitung
- Der Einbau eines Ausdeh-
Die Verwendung offener Ausdeh-
nungsgefäße ist nicht zulässig.
Bestehende Fußbodenheizungen
Bei älteren Fußbodenheizungen kann es durch
Kunststoffrohre mit höherer Diffusionsoffenheit zu
erhöhtem Sauerstoffeintrag in die Heizungsanlage
kommen. Dies hat korrosionsfördernde Wirkung
auf die Bauteile der Heizungsanlage.
Sind solche Rohre vorhanden muss eine System-
trennung durch Einbau eines Wärmetauschers
vorgenommen werden.
Kunststoffrohre etwa seit Mitte der 1980er-Jahre
sind entsprechend der DIN 4726 diffusionsdicht.
Pufferspeicher
Durch den Einsatz eines Pufferspeichers entste-
hen Vorteile für Betrieb und Versorgung.
–
So kann der Kessel im optimalen Lastbereich
betrieben werden, was zu einer längeren
Lebensdauer führt.
–
Unnötige Startphasen des Kessels können
vermieden werden, wodurch der Brennstoff-
verbrauch gesenkt werden kann.
–
Für die Heizkreise steht außerdem laufend
warmes Wasser zur Verfügung, was eine
rasche Wärmeversorgung ermöglicht.
Dimensionierung
Bei Pelletskesseln wird ein Pufferspeicher-
volumen von 30 Litern je kW Heizleistung empfoh-
len.
Für Hackgutkessel ist ein Pufferspeichervolumen
von 35 Litern je kW Heizleistung vorzusehen.
Schmutz- und Schlammabscheider installieren
Der Abscheider entfernt zirkulierende, magneti-
sche und nichtmagnetische freie Schmutz- und
Schlammpartikel (ab 5 µm) im vollautomatischen
Dauerbetrieb aus der Heizungsanlage.
Dadurch sichert er auf Dauer die einwandfreie
Funktion von Wärmeerzeugern, Thermo-
statventilen und Wärmetauschern.
Er verringert das Risiko von Defekten und Ausfäl-
len.
Die Installation eines solchen wird daher empfoh-
len.
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