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Fire Plus System; Installation; Allgemeines Zur Aufstellung - Fireplace R5690 Bedienungsanleitung

Inhaltsverzeichnis
6874-460A
2.6

Fire Plus System

Das Fire Plus System sorgt für eine optimale Verbrennung bei möglichst niedrigen Emissionen, und kombiniert mit einem effektiven
Wärmetauschersystem, für einen hohen Wirkungsgrad. Nach dem Nachlegen des Brennstoffs auf eine zuvor entstandene Glut und
dem anschließenden Überzünden des Brennstoffs beginnt der erste Teil des Abbrandprozesses: Hier werden die aus dem
Brennstoff austretenden Gase verbrannt. Dies ist die Zeit der hohen Flammen. Nach Rückgang der Flammen wird im zweiten Teil
des Abbrandprozesses der verbleibende Kohlenstoff verbrannt. Diese Phase ist an einer hellen Glut mit wenigen oder keinen
Flammen im Feuerraum erkennbar. Eine wirkungsvolle Verbrennung mit möglichst niedrigen Emissionen und gleichzeitig hohem
Wirkungsgrad ist nur möglich, wenn in allen Phasen des Abbrandes die erforderlichen Mengen an Verbrennungsluft an die
richtigen Stellen gelangen. Zudem wirken sich eine lange Verweilzeit der mit Luft vermischten Brenngase sowie ein heißer
Brennraum positiv auf die Verbrennungsqualität aus. Diese effektive Verbrennung wird durch unser Fire-Plus System erreicht.
Die Primärluft strömt durch den Rost im Boden des Feuerraums ein. Sie wird ergänzt durch die Scheibenspülluft (Sekundärluft),
sowie die Terziärluft, die auf unterschiedlichen Höhen in den Brennraum eintritt. Holz und Braunkohlenbriketts sind langflammige
Brennstoffe. In diesem Flammenbereich und später im Bereich oberhalb der Glut werden Sekundär- und Terziärluft so zugeführt,
dass durch die Vermischung mit den Brenngasen und die konstruktionsbedingt lange Verweilzeit in der Brennkammer ein guter
Ausbrand erreicht wird. Die hochwertige Auskleidung der Brennkammer trägt durch hohe Temperaturen zusätzlich zur sauberen
Verbrennung bei. Die Heizgase werden im oberen Bereich des Ofens über eine oder mehrere Umlenkungen dem Wärmetauscher –
in der Regel ein Rohrsystem - zugeführt, wo sie nochmals Wärme abgeben. Anschließend tritt das Abgas über den Abgasstutzen
aus und wird durch das Verbindungsstück in den Schornstein geleitet. Je nach Gerätetyp, Länge des Verbindungsstücks und
Anschlussart beträgt die Abgastemperatur beim Eintritt in den Schornstein ca. 230–300 °C. Dieser restliche Energiegehalt des
Abgases erzeugt den erforderlichen Förderdruck (Auftrieb) im Schornstein - dem "Motor der Feuerstätte". Das ist das
Funktionsprinzip eines Fireplace-Kaminofens. Aufgrund der Konstruktion unserer Geräte werden relativ geringe Brennstoffmengen
pro Brennvorgang benötigt – bei gleichzeitig hoher Effizienz und sauberer Verbrennung.
1: Primärluft
2: Sekundärluft
3: kühle Raumluft
4: Warmluft
5: Abgas
6: Heizgas
7: Rost
8: Feuerraumauskleidung
9: Tertiärluft
10: Stehrost

3. Installation

3.1

Allgemeines zur Aufstellung

Grundsätzlich sind alle nationalen, regionalen und örtlichen Gesetze, Verordnungen und Vorschriften zu beachten.
Dies kann beispielsweise bedeuten, dass - je nach Aufstellort - die Aufstellung durch einen Fachbetrieb erfolgen muss, oder andere,
eventuell zusätzliche Brandschutzmaßnahmen vorgeschrieben sind. Konsultieren Sie vor Aufstellung und Inbetriebnahme
unbedingt den zuständigen Schornsteinfegermeister oder eine andere autorisierte Fachperson.
Vor dem Kauf des Kaminofens ist es ratsam, eine Schornsteinbemessung durchführen zu lassen, um eine mögliche Inkompatibilität
zwischen Schornstein und Kaminofen auszuschließen. Empfohlene wirksame Schornsteinhöhe: mindestens 4,5 m.
Mindestdurchmesser: 150 mm.
Bitte beachten: Der in der Tabelle 1. "Daten zu Schornsteinbemessung" angegebene Wert bezeichnet den Mindestförderdruck am
Abgasstutzen der Feuerstätte, der für den sicheren Betrieb erforderlich ist. Kann dieser Mindestförderdruck nicht dauerhaft
sichergestellt werden, ist auf die Inbetriebnahme der Feuerstätte zu verzichten.
In der Praxis treten häufig höhere – teils auch überhöhte – Förderdrücke auf. Ein zu hoher Förderdruck (über 20 Pa) kann zu
unkontrollierter Verbrennung führen und dadurch die Feuerstätte, das Verbindungsstück sowie den Schornstein beschädigen. In
diesem Fall sind – in Absprache mit dem Schornsteinfegermeister oder einer autorisierten Fachperson – geeignete
Gegenmaßnahmen zu treffen, z. B.: der Einbau einer Drosselklappe, oder einer Nebenlufteinrichtung.
Der Kaminofen ist mit einer selbstschließenden Tür ausgestattet und darf an bereits belegte Schornsteine angeschlossen werden,
sofern diese dafür geeignet sind
(Nicht an Schornsteine für Öl-/ oder Gasheizungen anschließen!).
A b b i l d u n g 1 2 – F i r e - P l u s S y s t e m , s c h e m a t i s c h e D a r s t e l l u n g
DE
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