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Vari VRC-2S3 Bedienungsanleitung Seite 4

Die richtige Installation des Sensors ist für die Funktionssicherheit der gesamten Anlage von grund-
legender Bedeutung. Überlegen Sie genau, wie Sie am besten das Sensorkabel führen, befestigen
und vor Beschädigungen schützen. Das Kabel soll ohne mechanische Spannung verlegt werden.
Vermeiden Sie unbedingt Knicke oder Knoten. Für die Kabelführung bietet sich das Rohr der
Trinkwassernachspeisung an. Es verbindet die Zisterne mit dem Raum, in dem möglicherweise das
Steuergerät montiert ist. Das Kabel kann durch die Öffnung des Nachfülltrichters in das Rohr einge-
führt werden.
Auch ein Regenwasser-Zulaufrohr ist für die Verlegung geeignet, allerdings erst hinter dem Filter
(weil sich die Verschmutzung an dem im Rohr liegenden Kabel fangen und zur Verstopfung führen
kann).
Von einer direkten Verlegung unter der Erde wird ausdrücklich abgeraten!
Vor der Installation müssen Sie entscheiden, wie viel Restwasser Sie im Behälter haben möchten.
(Unter Restwasser ist der Wasserstand zu verstehen, der nach der Trinkwassernachspeisung immer
im Behälter vorhanden ist. Nach Unterschreiten dieser Höhe durch Entnahme, startet die Trinkwas-
sernachspeisung automatisch und füllt auf diese Höhe wieder nach. Es ist zu bemerken, dass dieses
Volumen für die Speicherung von Regenwasser verloren geht. Die Restwasserhöhe darf nicht zu eng
bemessen werden, weil z.B. durch Wirbelbildung am Saugkorb die Pumpe Luft ansaugen kann!)
Dies hängt von zwei wesentlichen Voraussetzungen ab:
a) Ist der Regenwasserzulauf gut gefiltert?
Schlechte Filterung kann zu Verschlammung führen und das Restwasser wird mit der Zeit von
den Sedimenten verdrängt. Das Restwasser wird während des Pumpennachlaufs vollständig ab-
gesaugt und die Pumpe kann Luft ansaugen. (Die Förderpumpe wird nach Unterschreiten des
Sensors nicht abrupt, sondern, um z.B. eine angefangene Spülkastenfüllung zu beenden, erst
nach einer Nachlaufzeit von ca. 2 Minuten abgeschaltet.
b) Bei stehendem Behälter mit kleinem Durchmesser sinkt der Pegel während der Pumpennach-
laufschneller als bei liegendem, oder mit großem Durchmesser.
c) Gartenbewässerungsanlagen verbrauchen nach dem Einschalten mehrere hundert Liter Wasser.
Diese Wassermenge sollte im Behälter als Restwasser vorhanden sein, damit die Pumpe auch
dann länger laufen kann, wenn weniger Trinkwasser nachgespeist als entnommen wird. Stellen
Sie den Sensorkopf entsprechend höher und die Pumpe schließen nicht im Steuergerät an (weil
nach 2 Minuten abgeschaltet wird, bis der steigende Pegel den Sensor wieder erreicht), sondern
in einer freien Steckdose. In diesem Fall schützt das Gerät die Pumpe nicht gegen Trockenlauf.
.
Befestigung des Sensors / Schwimmerschalters in der Zisterne.
Zunächst müssen Sie bestimmen, wie hoch der Sensor befestigt wird.
a) Denken sie daran, dass der Konduktivsensor so gut wie keine Schalthysterese hat, sie beträgt nur
einige Millimeter. Um "Flattern" des Ventils zu verhindern haben wir eine Nachlaufzeit von
zwei Minuten programmiert.
b) Die Zisterne ist bis zum Ausschaltpegel des Ventils immer mit Wasser gefüllt, so dass dieses
Volumen für die Speicherung vom Regenwasser verloren geht.
Deshalb befestigen Sie den Sensorkopf nicht unnötig hoch.
c) Auf der anderen Seite, wenn die Nachspeisung eingeschaltet wird, entnimmt die Pumpe zwei
Minuten lang Wasser. Der Wasserpegel darf nicht so niedrig eingestellt werden, dass der Saug-
korb Luft zieht, oder bei schwimmender Entnahme soweit sinkt, dass Sedimente ansaugt.
Der Sensor soll möglichst frei hängend installiert werden. Achten Sie darauf, dass beim Sensor das
dazugehörige Gewicht vom Sensorkabel und nicht vom Sensorkopf getragen wird! (s. Abbildung).
Es besteht die Gefahr, dass die vergossene Anschlussstelle undicht wird. Abstand zwischen Gewicht
und Sensorkopf ca. 50 mm, zwischen Schwimmerschalter mindestens 80 mm.
Sie können auch den Sensor mit Kabelbindern an einer stabilen Halterung befestigen (z.B.: am fest
installiertem Saugrohr, bei "beruhigtem Zulauf" am Zulaufrohr).
Dateiname: VRC-2S3-BedD.doc
Stand: 2023
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